Let’s Talk Cinema: Raiders of the Lost Oscar
vor 4 Stunden
Nach dem Tod des Ehemanns und Vaters wollen sie also nun in das von ihm vererbte Häuschen ziehen, was sich als möbelierter Bombentrichter entpuppt - sowieso erscheint die komplette Story des Wegziehens an den Haaren herbeigezogen und im Laufe des Films widerspricht sich die Geschichte auch selbst. Wie dem auch sei, wird die Familie bald von mysteriösen Träumen heimgesucht, irgendjemand schmiert Blut an die Haustüre und die jüngste Tochter scheint eine immaginäre Spielgefährtin gefunden zu haben, die sich später als liebenswertes Zombiemädel entpuppt. Dazu gibt es einen kauzigen Waldschrat, paar doofe Dorfteenies und den bösen Erben des ehemaligen Minenbesitzers und fertig ist die Mixtur, aus der Zombies besteht.
Mit dem Plot gewinnt man jedenfalls keinen Blumentopf, denn, wenn man sich nicht gerade an Genreklischees labt, ist das Gezeigte auch reichlich uninteressant und zäh. Lange passiert nicht viel und da die Charaktere auch nur Standardware sind, hofft man also recht bald, endlich mal die titelgebenden Untoten zu Gesicht zu bekommen aber auch hier muss man sich fast bis zum Ende gedulden, wenn sich die Kids dann einem Blutrausch hingeben, wobei die dargebotene Auflösung auch reichlich wacklig ist. Punkten kann der Film einzig durch sein Setting, welches als durchaus atmosphärisch beschrieben werden kann. Die alte Holzhütte der Tunneys lädt zum Gruseln ein, der neblige Wald sieht auch nicht so ansprechend aus wie das örtliche Naherholungsgebiet und durchzogen wir das Ganze von einem seichten Suspenseschleier. Das ändert aber nichts daran, dass die Defizite wesentlich größer sind und ich von dem Film nur abraten kann, wenngleich Genrefans durchaus Gefallen finden könnten: 03/10.
Im Vergleich zu späteren Regisseuren ist Bava bei der Zurschaustellung von Sex und Gewalt geradezu zurückhaltend und auch der Plot ist, glücklicherweise, noch nicht zu überfrachtet mit Twists und anderen erzählerischen Gadgets. Geschildert wird eine Kriminalgeschichte der alten Schule. Ein maskierter Täter bringt reihenweise Models und Mitarbeiterinnen einer Modemanufaktur um und die Polizei tappt zu Beginn noch im Dunklen, welch Motiv hinter jenen Delikten stehen könnte. Schnell trifft man auf mehrere Verdächtige im Umfeld der Täter und auch der Chef der Manufaktur, Max (Cameron Mitchell), wird verhört. Da der Mörder aus dem Umfeld der Manufaktur stammen muss, werden kurzerhand alle männlichen Mitarbeiter vorübergehend inhaftiert, doch die Morde gehen weiter. Ziel scheint ein Tagebuch eines des Models zu sein und die Geheimnisse, die dort festgehalten wurden.