Samstag, April 14, 2007

US Boxoffice (06.04 - 08.04)


An Ostern gehen zwei Filmarten bekanntlich immer ganz gut: Was zum Lachen für die ganze Familie oder etwas mit christlicher Thematik. Wirklich anders war es auch in diesem Jahr nicht, bis auf dieses eigenartige Tarantino/Rodriguez-Vehikel, diese Reminiszenz an das schmuddelige Kino vergangener Jahrzehnte, was so gar nicht in das Gesamtkonzept dieses Feiertagswochenendes passen wollte. Ob es sich ausgezahlt hat, diesen Film ausgerechnet jetzt anlaufen zu lassen, steht im nachfolgenden Bericht. Eins kann jetzt schon verraten werden: Der Gesamtumsatz lag um drei Prozent höher als im vergleichbaren Zeitraum des letzten Jahres.

Nur Platz 10, mit einem überaus mäßigem Start, ist das Resultat für Foxs Hundefamilienfilm Firehouse Dog, der schon zwei Tage vor dem üblichen Start für neue Kinofilme aufs Publikum losgelassen wurde. Ausgezahlt hat es sich nicht und so hat man am Wochenende nur $ 3,84 Mio. für sich verbuchen können. Das Gesamteinspiel beträgt dadurch $ 5,10 Mio. Fazit dieses Filmes: Kommt schnell, geht dafür noch schneller.

Nach drei Wochen ist nun die schöne Zeit für unsere tapferen Schildkröten auch schon wieder vorbei. TMNT sichert sich zwar noch einmal $ 4,83 Mio. aber kommendes Wochenende wird er sich nicht mehr behaupten können. Damit steht auch fest, dass der Film nicht an den Erfolg der Live-Action Verfilmungen herankommen wird, mit $ 46,61 Mio. aber auch kein finanzielles Desaster für Warner ist.

Anders sieht das Bild bei Paramounts Shooter aus, der die Turtles jetzt zwar überholt hat aber insgesamt doch wesentlich schlechter gelaufen ist. Da sind die $ 5,86 Mio. auch mehr Schadensbegrenzung, denn das Einspiel von $ 36,71 Mio. wird die fast doppelt so hohen Kosten nicht decken. Bleibt abzuwarten, wie man sich international verkaufen kann.

Wahrlich ein Dauerbrenner sind die Wild Hogs, die sich weitere $ 6,64 Mio. sichern und damit stur auf die $ 150 Mio. Marke zusteuern. Viel fehlt ihnen da nicht, denn schon jetzt hat man $ 145,26 Mio. angehäuft, ein Ergebnis, das 2006 den 13. Platz der Jahrescharts bedeutet hätte.

Auch die wilde Horde der 300 schlägt sich tapfer bei der Schlacht um die Kinogänger und entlockt dem Publikum stolze $ 8,37 Mio. und so nimmt man stetig Kurs auf die $ 200 Mio. Auch hier fehlt nicht mehr viel, denn $ 193,40 Mio. befinden sich schon in der Kriegskasse.

Zahlen von denen ein anderer Film aus dem Hause Warner nur träumen kann. Der Christenhorror The Reaping ist nur für $ 10,03 Mio. gut und sorgt damit nicht für Jubelschreie in der Chefetage. Dank eines ebenfalls verfrühten Starts sind schon $ 11,96 Mio. auf dem Konto.

Ein Wort mit X, das war wohl nix. Das Projekt Grindhouse erleidet Schiffbruch, denn mit $ 11,61 Mio. fällt das Starteinspiel sehr mager aus. Knapp drei Stunden Horror und Trash an Ostern? Es klang wagemutig und ging in die Hose, da halfen selbst die zugkräftigen Namen nichts. Es bleibt abzuwarten, ob die internationale Vermarktungsstrategie mit jeweils getrennten Starts erfolgreicher sein wird. Das zweite Leben auf dem Heimkinomarkt wird es auf jeden Fall werden.

Der letzte Neustarter hat es dann auch nur bis auf den dritten Platz geschafft. Die Quasi-Vorsetzung zu Are We There Yet? aus Jahr 2005, Are We Done Yet?, konnte $ 14,26 Mio. für sich verbuchen und dank eines ebenfalls verfrühten Starts sind somit $ 18,52 Mio. aufs Konto gekommen. Damit ist das Abschneiden nur wesentlich schlechter als das des Vorgängers.

Wie schon in der Vorwoche hat sich auf den ersten beiden Plätzen nichts geändert. Disneys Meet the Robinsons hat den zweiten Rang ohne Probleme verteidigt und $ 16,72 Mio. umgesetzt. Damit hat man nach zwei Wochen schon $ 51,95 Mio. auf dem Konto und ein paar Wochen wird man hier sicherlich noch vertreten sein.

Noch besser ist das Abschneiden der beiden schrägen Eiskunstläufer, die Blades of Glory neuerliche $ 22,52 Mio. bescheren, den Film dadurch schon $ 67,91 Mio. schwer machen und es aktuell ganz den Anschein hat, als könnte dieses Werk auch noch die $ 100 Mio. Marke knacken. Die kommenden Wochen werden es uns verraten.

Dieses Wochenende ist das Starterfeld jedenfalls wieder vollgepackt und nicht weniger als sechs neue Filme buhlen um die Gunst des Publikums. Die geringsten Chancen hat dabei sicherlich jenes schräge Vehikel: Aqua Teen Hunger Force Colon Movie Film For Theatres – kein Scherz, der Titel ist wirklich so. Mit 877 Kopien kein großer Blockbuster. Nur unwesentlich stärker ist Lions Gates Copthriller Slow Burn, der immerhin mit 1163 Rollen ausgestattet wurde. Für die Actionfans hat das Indie Studio Chicago Pictures den „Kracher“ Redline auf Lager, der in 1607 Kinos sein Unwesen treibt. Oft verschoben und jetzt doch auf der Leinwand zu sehen ist der Wikingerstreifen Pathfinder, der hierzulande ja schon wenig gerissen hat. 1720 Kopien sprechen auch drüben in den Staaten eine deutliche Sprache. Auch der Erotikthriller ist mal wieder im Kino zu bestaunen, denn Sony schickt Perfect Stranger ins Rennen, der in 2661 Kinos für knisternde Atmosphäre sorgen soll. Auf dem Papier der Favorit ist jedoch Paramounts Disturbia, der 2925 Kopien am Start hat. Es ist die „Ruhe“ vor dem Sturm, denn im Mai wird die Hölle losbrechen, doch dazu in den kommenden Wochen mehr.

Montag, April 09, 2007

Die Grotte der vergessenen Leichen

Es ist teilweise schon eine Krux mit den deutschen Titeln. Da suggeriert uns diese lyrische Beschreibung malerische Grotten, in denen irgendjemand Leichen vergessen hat und im finalen Film taucht dann weder das Eine noch das Andere auf. Viel mehr verschlägt es uns in die britische Walachei auf ein gar finsteres Schloß. Bei seinem ersten Auftritt sieht es aus, als wenn es nur noch vom Schimmel zusammgehalten wird, doch als die düsteren Gemächer betreten werden, staunt nicht nur die Prostituierte ordentlich. Es gibt nicht nur elektrisches Licht sondern auch eine quietschbunte 70ies-Einrichtung. Schnell hat man sich der lästigen Kleider entledigt und ins Spielzimmer - eine Folterkammer - verzogen. Doch der Freier hat ganz anderes mit der nackten Gespielin vor. Statt an die Unschuld gehts an die Gurgel, anscheinend gejagt von schlechten Inserts einer rothaarigen, die seinen Namen flüstert. Was hier wirklich passiert, weiß selbst der Regisseur nicht. Fakt ist, noch einmal muss ein Sexy-Opfer ins Verlies, die Peitsche wird geschwungen, die Insert-Lady erscheint und noch immer wissen wir nicht, was hier eigentlich vorgeht. Zum Glück gibt's ja Flashbacks und in denen sehen wir eine nackte Rothaarige über ne Wiese hüpfen und schon bald wissen wir, die gute Insert-Lady ist die tote Ex vom Folterfan, die ihn noch immer in den Wahnsinn treibt. Zum Glück hat der Familienarzt ne tolle Therapie: Heiraten soll helfen. Also schnappt sich Alan, so des Folterers Name, auf der nächstbesten Party ein Opfer, heiratet sie und die Therapie scheint zu klappen. Doch Pustekuchen, die Tote Ex-Frau scheint nun auch in persona auf Erden zu wandeln und die Leichen häufen sich an. Wo der Hase dann nun wirklich hinläuft, verraten uns die drei heiteren Plottwists zum Ende, die wie das Kaninchen vom Drehbuchautor aus dem Hut gezaubert werden. Klingt trashig? Ist es auch. Irgendwo zwischen Geisterhorror, Mystery und Giallo irrt dieses italienische Filmvehikel durch die Welt, wirkt dabei die meiste Zeit sehr unmotiviert und langweilt den Zuschauer auch ordentlich. Atmosphäre gibt's nicht viel, dafür aber mehr nackte Haut. Wirre Zeitsprünge, strange Inserts und riesige Plotholes versüßen das Filmvergnügen. Dazu die üblichen Scheinheiligkeiten der netten Familie und fertig ist die italienische Unterhaltungsmixtur. Gewalt gibt's kaum, dafür um so mehr Tote und je länger die Chose läuft, desto interessanter wird es, die finale Auflösung mitzubekommen, die natürlich den großen "Aha-Effekt" enthält, und den gleich dreimal. Dass die Lösung rückblickend ziemlich wacklig ist, passt zum Gesamtbild des Filmes. Jaja, die Italiener haben schon echt ein paar heiße Eisen im Feuer gehabt. 04/10

Sonntag, April 08, 2007

Royce

Er ist clever, hart, die Frauen liegen ihm zu Füßen und er ist anscheinend im falschen Film. Ich kann mir nicht helfen, aber James Belushi als Geheimagent? Das geht nicht, zumal seine Rolle auch schon so angelegt wurde, dass es eine Mixtur aus Selbstironie und Debilität ist. Na jedenfalls soll die Spezialeinheit, zu der auch Royce (Belushi) gehört, aufgelöst werden. Das passt seinen Ex-Kollegen so gar nicht und mirnichts dirnichts werden aus Good Guys eben Bad Guys, entführen den Sohn eines Senators, klauen Atomsprengköpfe und nieten dutzende Leute um. Klingt doch ganz glaubwürdig, oder etwa nicht? Zum Glück gibt's ja noch den guten Royce, der den bösen Buben in den tiefen Ostblock hinterherreist und natürlich alles zum Guten wendet. Den Charme eines DTV-Projektes ausstrahlend, witzelt und kämpft sich Belushi hier durch irgendeinen Ex-Ostblockstaat und tut dies so unspektakulär, dass selbst Actionallesfresse relativ gelangweilt sein dürften. Immer den Aspekt des Comedyhaften mitschwingend, kommt das Ganze für ne Actionkomödie zu uninsperiert daher, passt das Drehbuch vorne und hinten nicht und für nen knallharten Actioner fehlt einfach die knallharte Action. So vergeht der Film ohne wirklich große Momente, Sachen fliegen in die Luft, das Gute siegt und nach 90 Minuten kann man dann getrost aus seinem Dämmerzustand erwachen und den Sender wechseln. Bitte nicht mehr davon, Herr Belushi. 04/10

Mord und Margaritas


Vom smarten Geheimagenten 007 zum abgehalfterten Profikiller mit Pornobalken. Was wie ein Abstieg für Pierce Brosnan klingt, erweist sich als seine bist dato vielleicht beste Performance in Richard Shepherds wunderbar unkorrekter schwarzen Komödie The Matador. Zufällig treffen sich Julian (Brosnan) und Danny (Greg Kinnear) auf Dienstreise in Mexiko. Beim abendlichen Barbesuch freundet sich das ungleich Paar an, irgendetwas scheint sie aneinander zu faszinieren und zusammen verbringen sie die Zeit, gehen zum Stierkampf und erzählen einander Privates. Bei diesen Gesprächen stellt sich heraus, dass Julian ein Profikiller sei, was Greg zuerst gar nicht glauben möchte, doch eine eindrucksvolle Präsentation überzeugt ihm vom Gegenteil. Wirklich Abneigung gegenüber Julians Beruf beschleicht ihn aber nicht, erst als Julian ihn um Mithilfe bittet, scheint Danny abzuwinken und so trennen sich die Wege der beiden für ein halbes Jahr, bis Julian vor seiner Tür steht, völlig am Boden. Ein Job müsse er noch machen, ansonsten würde man ihn töten und Danny willigt diesmal ein.
Es ist dieses starke, politisch unkorrekte Skript, welches den Film zu einer kleinen Perle macht. Während es vordergründig um die persönlichen Probleme Julians, dem das Töten nicht mehr leicht fällt und Dannys geht, wird der immer größer werdenden Kapitalisierung eins mitgegeben, wenn Julian seinen Job näher beschreibt. Ein ungemein sarkastisches Weltbild, in dem das Töten zu keinem Zeitpunkt als wirklich schlecht dargestellt wird, entsteht dadurch und Julian scheint der perfekte Bewohner zu sein. Saufend, rumhurend und fluchend stapft er durch den Film, bis die Selbstzweifel kommen, doch zum Glück gibt's da ja auch noch Danny und ein großes Geheimnis über Mexiko. Gemein, bissig, voller toller Dialoge und einer interessanten Story, dazu Brosnan in Hochform. Ein kleiner Geheimtipp. 08/10

Samstag, April 07, 2007

Ein paar Cover können nicht schaden...

Nachdem ich in den vergangenen Wochen diverse DVD-Ankündigungen hier gepostet habe, bei denen es noch keine Coverartworks zu bestaunen gab, sind in der Zwischenzeit einige Entwürfe aufgetaucht, die ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte.

So wird nun endlich das Cover zur The Original Nancy Drew Movie Mystery Collection nachgereicht:

Und auch die Artworks zu den vor wenigen Tagen angekündigten Comedy- und Sci/Fi-DVDs von Fox kann man sich jetzt angucken:

Charley's Aunt

The Jeeves Collection

The Three Musketeers

Fantastic Voyage

The Neptune Factor

Voyage to the Bottom of the Sea

Freitag, April 06, 2007

US Boxoffice (30.03 - 01.04)


Auch wenn das US-Kino am letzten Wochenende einen kleinen Dämpfer einstecken musste, lag man doch 10% hinter dem Ergebnis des vergleichbaren Zeitraums aus dem Jahr 06, als Ice Age 2 wie eine Bombe eingeschlagen ist, muss man den Kopf trotzdem nicht in den Sand stecken, denn die drei Neustarter haben sich, mit einer Ausnahme, mehr als gut verkauft.

Für New Lines The Last Mimzy scheint es ein unverhofft kurzes Gastspiel zu werden, bricht der Film doch überaus stark weg und kann nicht die benötigte Mundpropaganda erzeugen, die benötigt ist, um besser abschneiden zu können. So sind es schlußendlich nur $ 3,82 Mio. geworden, wodurch sich nach zwei Wochen nur $ 16,01 Mio. auf dem Konto befinden.

Etwas besser verläuft es für Reign Over Me, der immerhin nur um einen Platz fällt und weitere $ 3,84 Mio. für sich gewinnen konnte. Damit hat man in zwei Wochen schon $ 13,47 Mio. einspielen können und es bestehen noch Chancen, die knapp $ 20 Mio. für die Kosten zu erreichen.

Letzteres hat The Hills Have Eyes 2 schon geschafft, denn dank der neuerlichen $ 4,19 Mio. weist der Kontoauszug einen Betrag von $ 16,07 Mio. aus, was ausreichend ist, hat der ganze Spaß doch nur gute $ 15 Mio. gekostet.

Auf der gleichen Position wie in der Vorwoche findet sich Premonition wieder, der noch für $ 5,21 Mio. gut ist und innerhalb von drei Wochen $ 39,46 Mio. eingespielt hat. Kein so übles Ergebnis für Sandra Bullock.

Mark Wahlbergs Shooter hat es dagegen schwer, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Immerhin fließen noch einmal $ 8,36 Mio. in die Kassen. Man hat es aber auch dringend nötig, schlagen doch die Produktionskosten mit $ 61 Mio. ganz ordentlich zu Buche.

Solche Probleme sind den Mannen von Disney ein Fremdwort, denn ihr Wild Hogs zieht unbeirrt seine Bahnen, nimmt weitere $ 8,66 Mio. auf seinem Road Trip mit und hat die Reisekasse auf beachtliche $ 135,63 Mio. angefüllt. Dabei steht der Rest der Welt doch noch aus.

Nichts ist’s mit einem glanzvollen Turtles-Revival, denn TMNT ist um harte 61% weggebrochen und muss sich mit $ 9,23 Mio. arrangieren. Zwar hat man bei einem aktuellen Einspiel von $ 38,5 Mio. die Produktionskosten schon drin, doch ein wirklich grandioses Ergebnis ist das nun aber auch nicht.

Besser schlägt sich da der Trupp der wilden Spartaner, der auf seinem Siegeszug durch die Kinosäle $ 11,43 Mio. einheimste und die Kriegskasse damit auf $ 179,94 Mio. anschwillt. Nimmt man dann noch das internationale Ergebnis dazu, kommt 300 auf noch atemberaubendere $ 313 Mio.

Nachdem der eine Disneyfilm sich schon als Cashcow herausgestellt hat, sollte das bei Meet the Robinsons nicht anders sein, doch ganz so spektakulär ist das Startergebnis dann doch nicht geworden. Aus den Reihen des Studios ist man mit den $ 25,12 Mio. dann doch ganz zufrieden und das Osterwochenende steht ja auch vor der Tür, wodurch besonders viele Familien die Kinosäle bevölkern werden.

Somit ist auch klar, dass sich zwei Männer den ersten Podestplatz schweißtreibend erkämpft haben, denn die Eisprinzessinnen aus Blades of Glory haben nicht nur die Herzen des fachkundigen Publikums gewonnen, sondern auch $ 33,01 Mio., was dann auch wesentlich wichtiger sein dürfte. Für Will Ferrell läufts aktuell gar nicht übel am Kino.

Jetzt mit Ostern vor der Tür, drängen sich besonders Familienfilme an der Startlinie, denn damit verspricht man sich die größten Profite. Dementsprechend starteten am Mittwoch schon Firehouse Dog von Fox mit 2566 Kopien und Sonys Are We Done Yet? mit 2877 Kinos, damit man schon im Vorfeld die Weide flächendeckend abgrasen kann. Ob’s sich auszahlt, steht auf einem anderen Blatt Papier. Am Donnerstag hat Warner mit The Reaping dann christlichen Horror abgelassen, der mit 2501 Kopien im Gepäck daherkommt. Zu guter Letzt darf dann auch die Tarantinosche Fangemeinde die Kinos bevölkern, denn Grindhouse ist an diesem Freitag mit 2624 Filmrollen in die Schlacht gezogen. Es kann aber auch genauso gut sein, dass die glorreichen Eiskunstläufer ihren Goldmedaillenplatz verteidigen werden.

Sonntag, April 01, 2007

Showtime


Plappermaul Eddie Murphy und Schauspielikone Robert De Niro zusammen in einem Film? Das kann ja was werden, besonders wenn es sich dabei auch noch um ein Buddy-Movie handelt. De Niro wandelt in Dirty Harry-Manier als Detective Mitch Preston durch die Straßen, während Murphy den nervigen Sidekick mimt. Durch einen Angriff auf einen Kameramann wird Preston dazu verdonnert, bei einer Cop-Realityserie mitzuspielen und als Partner sucht man sich natürlich Officer Trey Sellars (Eddie Murphy), seinerseits verkappter Schauspielschüler, aus, da sich Gegensätze ja bekanntlich anziehen. Dass es in diesem Film auch noch eine Story rund um Wunderwaffen gibt, gerät schnell zur Nebensache. Man konzentriert sich vielmehr auf das Zusammenwirken De Niros und Murphys, wie sie unfreiwillig im Rampenlicht stehen: Preston sichtlich genervt, während Sellars auf seinen großen Durchbruch als Schauspieler hofft. Wie zu erwarten generiert sich daraus einiges Durcheinander, bei dem nicht nur viel zu bruch geht, sondern auch die Wortfetzen fliegen. Leider ist das Ganze nicht sonderlich witzig, kennt man die Charakterkonstellationen doch aus anderen Genrebeiträgen und so plätschert das Filmchen so vor sich hin. De Niro gibt den bösen Bullen, während Murphy mit seiner Art schon wieder leicht nervig wird. Natürlich werden die beiden zum Ende dicke Kumpels, versteht sich doch bei solchen Filmen. Irgendwo schwinkt auch ein Hauch von Medienkritik mit, doch die scheint höchstens unbeabsichtig zu sein, angesichts des ansonsten dilettantischen Skripts. Immerhin sieht Rene Russo als Produzentin der Serie reichlich schnucklig aus. Bitte nicht mehr davon. Einziges größeres Highlight in diesem Wald der Belanglosigkeit ist William Shatners Auftritt als abgehalfteter Seriencop. 04/10

Total Recall


Paul Verhoeven gehörte in den 80er und 90er zu den herausragenden Regisseuren Hollywoods, dessen Filme doch immer etwas direkter und kompromissloser waren, als viele Werke seiner Kollegen. Jetzt ist es etwas ruhiger um ihn geworden, obgleich er mit Black Book ein aktuelles Feuer im Eisen zu haben scheint. Nachdem Verhoeven mit RoboCop schon eine bitterböse Gesellschaftskritik inszeniert hat, setzt er sich in Total Recall noch einmal mit diesem Themenkomplex auseinander und zaubert erneut eine brutale Zukunftsvision auf die Leinwand.
Der Bauarbeiter Douglas Quaid (Arnold Schwarzenegger) lässt sich ein Urlaubsszenario implantieren, welches ihm weißmacht, er habe als Geheimagent auf dem Mars gearbeitet. Doch etwas verläuft nicht nach Plan. Noch bevor die Prozedur beginnt, scheint er einen Anfall zu haben und wird deshalb unsanft aus dem Labor geworfen. Von nun an versuchen plötzlich seine Arbeitskollegen und sogar seine Frau Lori (Sharon Stone) ihn umzubringen, da er angeblich wichtige Informationen über den Mars besitze, die von unschätzbarem Wert sein sollen. Alles nur geträumt, nicht real? Mit der Frage setzt sich auch der Zuschauer unweigerlich auseinander, denn so wirklich weiß man nie genau, ob man nicht gerade die Urlaubssequenz Quaids beobachtet oder er doch wirklich der vermeintliche Geheimagent ist. Daraus entwickelt der Film eine gehörige Portion Spannung, dazu kommt die Story rund um Quaids Informationen, welche ihn schlußendlich auf den Mars führen, wo Menschen diesen kolonialisiert haben und die Rohstoffe ausbeuten, während die Mutanten, die dort leben, versuchen, eine Revolution zu starten. Es geht also auch um totalitäre Systeme, wertvolle Energien, Themen, die nicht an Brisanz verloren haben. Bei Total Recall handelt es sich demnach nicht um stupide Action der Marke Commando, sondern um einen intelligenten Sci/Fi-Krachern, der seinen Zuschauer rätseln lässt, welches Szenario mit Quaid nun wirklich geschehen sein könnte. Angucken wird dringend empfohlen: 09/10

Ice Age 2 - Jetzt taut's


Es war nur eine Frage der Zeit, bis die Mannen von Fox nach dem überaus erfolgreichem Abschneiden des ersten Ice Age-Filmes eine Fortsetzung in die Kinos bringen würden. Noch mehr Charaktere, noch mehr Scrat und eine höchst apokalyptische Story sind die Grundzutaten für dieses noch immer mehr als unterhaltsame Sequel. Die Eiszeit neigt sich dem Ende, die Gletscher schmelzen und mittendrin sind wieder Manny, Sid und Diego. Das Tal, indem sie sich aufhalten, droht zu überfluten und die einzige Rettung scheint ein Boot zu sein, welches am anderen Ende des Areals zu finden ist. Doch nicht nur dieses Szenario schlägt aufs Gemüt, denn Manny scheint das letzte Mammut zu sein, was ihn nicht gerade aufheitert. Was ein Glück, dass er unterwegs Ellie trifft, die sich jedoch für ein Opossum hält und zusammen mit ihren beiden "Brüdern" für ordentlich Trouble während der Wanderung sorgt. Wie schon bei anderen Fortsetzungen computergenerierter Genrekollegen, lässt sich eine Abnutzung der vorhandenen Charaktere nicht ganz leugnen. Sicherlich lädt die Konstellation des Dreigestirns, mitsamt der individuellen Macken, noch immer zu diversen Lachern ein, doch es wirkt nicht mehr so frisch und spritzig wie im ersten Teil. So ist es ganz gut, dass durch die Hereinnahme von Ellie und ihren Brüdern etwas frischer Wind durch Ice Age 2 weht, wenngleich auch hier Szenen etwas sehr gestellt und unnatürlich wirken. Doch das Gezeigte reicht noch immer aus, um die ganze Familie vor dem TV zu unterhalten und mitzufiebern, wenn Scratch mal wieder seiner Nuss nachjagt. Das Ende lässt übrigens auch eine dritte Auskopplung zu, mal sehen, ob sie Wirklichkeit wird. 08/10

Samstag, März 31, 2007

Vieles von V(F)ox

Bei 20th Century Fox hat man wieder tief in den Archiven gewühlt und diverse Schätze ausgebuddelt, die man in den Monaten Mai und Juni auf DVD veröffentlichen wird. Darunter sind Kriegsfilme, Komödien, Musicals und Fantasyfilme. Den Anfang macht am 22.05 diesen Jahres die vierte Welle der Marquee Musicals, welche folgende drei Titel enthalten wird:

Can-Can

Features include:

-Widescreen presentation
-“The Classic Cole Porter” featurette
-“The Steve Allen Plymouth Show” featurette
-“A Leg Up: Making of Can-Can,”
-Restoration comparison,
-Photo gallery,
-Isolated score and FX track
-Theatrical trailer
-English Stereo and French and Spanish Mono
-Subtitles in English and Spanish

Pigskin Parade - Der springende Punkt
Features include:

-Full-Frame presentation
-“Making the Team: The Talent of Pigskin Parade” featurette
-Restoration comparison
-Photo gallery
-Isolated score and FX track
-Original theatrical trailer
-English Stereo and French and Spanish Mono
-Subtitles in English and Spanish

On the Riviera (1951) - An der Riviera
Features include:

-Widescreen presentation
-“Directed by Walter Lang” featurette
-“The Riviera Story” featurette
-Restoration comparison
-Photo gallery
-Isolated score and FX track
-Theatrical trailer
-English Stereo and French and Spanish Mono
-Subtitles in English and Spanish

Am 05.06 erscheinen dann drei Special Editions zu bereits erhältlichen Kriegsfilmen, sowie zwei randvolle SEs zu zwei Fantasykrachern, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

The Sand Pebbles
- Kanonenboot am Yangtse-Kiang

Features on this 2-Disc Special Edition include…

Specs:
  • 2.35:1 Anamorphic Widescreen
  • English DD4.0 Surround and Stereo
  • French Mono
  • English, French and Spanish subtitles

Disc 1:
  • Anamorphic Widescreen Feature (Theatrical Version)
  • Audio Commentary by Director Robert Wise and actors Candice Bergen, Mako & Richard Crenna
  • Isolated score and FX with commentary by Music Producer Nick Redman, Film Music Historian Jon Burlingame, Screenwriter (The Limey, Dark City) and Film Historian Lem Dobbs

Disc 2 (Side A):
  • Roadshow Version Feature
  • Robert Wise Roadshow Intro
  • Richard Zanuck Roadshow Intro

Disc 2 (Side B):
  • "The Making Of Sand Pebbles" Featurettes (view individually or play all)
  • Side Bars:
    • Steve McQueen Remembered
    • Robert Wise In Command
    • China 1926
  • From FOX Vault:
    • A Ship Called SAN PABLO- Narrated by Richard Attenborough
    • The Secret of the SAN PABLO- Narrated by Richard Crenna
  • Radio Documentaries Narrated by Richard Attenborough:
    • Changsha Bund and the Streets of Taipei
    • A Ship Called SAN PABLO
  • Radio Spots:
    • 2:00 of audio over static image
  • Theatrical Trailer
  • Still Galleries
  • MAD Magazine's THE "SAM PEBBLES"

Twelve O’Clock High (Special Edition) - Der Kommandeur

Features include:
  • 1.33:1 Full Frame
  • English Mono
  • Commentary by World War II Film Historian
  • General Frank Armstrong: The Inspiration for General Savage
  • The Legacy of the Eighth Airforce
  • Memories of Twelve O'Clock High

Von Ryan’s Express (Special Edition) - Colonel von Ryans Expreß

Disc 1: Main Feature
  • 2.35:1 Anamorphic Widescreen
  • English Stereo
  • English, French and Spanish Mono
  • English and Spanish subtitles
  • Commentary with WW II film Historian
  • Isolated Score Track with Commentary

Disc 2: Extra Features
  • Von Ryan's Express: Reliving the Adventure
  • Hollywood and World War II Films
  • The Music of Jerry Goldsmith
  • "Bringing Movies to Life: The Legacy of Jerry Goldsmith"
  • Theatrical Trailer
  • Spanish Trailer
  • 3 TV Spots
  • Interactive Pressbook Gallery
  • Gallery
Fantastic Voyage (Special Edition) - Die phantastische Reise

Features include:
  • 2.35:1 Anamorphic Widescreen
  • English Stereo
  • English, French and Spanish Mono
  • English and Spanish subtitles
  • Commentary by Jeff Bond
  • "Lava Lamps & Celluloid: A Tribute to the Visual Effects of Fantastic Voyage" Featurette
  • Whirlpool Scene: Storyboard-to-Scene Comparison
  • Screen Test with Tina Marquand and Stephen Boyd
  • Galleries:
    • Deleted Scene - Script to Storyboard
    • Storyboards- Pre-Miniaturization Sequence
    • Production Art
    • Production Stills
    • Studio Archives
  • Original Props (with video & stills):
    • Large Proteus
    • Small Proteus
  • Marketing Materials:
    • Theatrical Trailer
    • TV Promo
    • 2 TV Spots
    • Poster & Lobby Card Gallery

The Neptune Factor - Die Odyssee der Neptun

Features include:
  • 2.35:1 Anamorphic Widescreen
  • English Stereo
  • English, French and Spanish Mono
  • English and Spanish subtitles
  • Ernest Borgnine on The Neptune Factor
  • TV Spots
  • Trailers
  • Radio Spots (Audio over stills)
  • Photo Gallery
  • Theatrically Released Isolated Score & F/X Track by Lalo Schifrin

Voyage to the Bottom of the Sea (Global Warming Edition) - Unternehmen Feuergürtel

Features include:
  • 2.35:1 Anamorphic Widescreen
  • English DD4.0 Surround and Dolby Surround
  • French and Spanish Mono
  • English and Spanish subtitles
  • Commentary by Tim Colliver
  • Barbara Eden Interview (w/optional PLAY ALL):
    • Working with Irwin Allen
    • Storyboards and Sets
    • Peter Lorre and Walter Pidgeon
    • The Sets
    • Irwin Allen's Vision
    • Castmates
    • Escaping Reality
  • Production Art
  • Production Stills
  • Voyage To The Bottom Of The Sea Comic Book
  • Collectables
  • Production Code documents
  • Original Props (w/video & stills):
    • Admiral Nelson's Seaview Display Model
    • Mini-Sub Miniature
    • Torpedo Rack
    • Sea Mine
  • Theatrical Trailer
  • Original Exhibitor's Campaign Manual
  • Poster & Lobby Card Gallery

Eine Woche später, sprich am 12.06, werden dann auch die Komödienliebhaber zum Zug kommen, drei DVDs aus den 30er und 40er Jahren werden das Licht der Welt erblicken.

Charley’s Aunt -

Features include:
  • 1.33:1 Full Frame
  • English Mono and Stereo
  • English, French and Spanish subtitles
  • Commentary with film historian Randy Skredvedt
  • Trailer

The Jeeves Collection
Thank You, Jeeves

Step Lively, Jeeves!


Features include:
  • 1.33:1 Full Frame
  • English Mono and Stereo
  • English and Spanish subtitles
  • "Thank You, P.G: The Life of P.G Wodehouse"
  • Restoration Comparison
  • The World of Wodehouse

The Three Musketeers (1939)

Features include:
  • 1.33:1 Full Frame
  • English Mono and Stereo
  • English and Spanish subtitles
  • Hollywood Spotlight
  • Life Can Be Crazy In Balmy Florida - Gin Rummy Helps

US Boxoffice (23.03 - 25.03)


Das US-Kino scheint noch immer leichtfüßig in anderen Sphären zu schweben, denn der Positivtrend hält weiter an. Auch am vergangenen Wochenende, das mit sechs Neustartern zugepackt war wie kaum ein anderes davor, wurde das Vorjahresergebnis des vergleichbaren Zeitraumes um 24% verbessert und alle sechs am Freitag angelaufenen Filme konnten sich in den Top 10 platzieren. Auch einen neuen Spitzenreiter hat es gegeben.

Nur noch für den zehnten Platz hat das Abschneiden Dead Silences gereicht, der um sechs Plätze gefallen ist, dabei 56% eingebüßt hat und somit nur noch weitere $ 3,4 Mio. hat einspielen können. Da man aktuell nur $ 13,2 Mio. auf dem Konto hat, wird man die geschätzten Kosten von $ 20 Mio. sicherlich nicht einspielen können.

Der schwächste Neustarter der Woche ist Pride, der aufgrund seiner Schwimmthematik in Kombination mit afroamerikanischen Akteuren keine wirkliche Zielgruppe gefunden hat und sich so mit $ 3,5 Mio. begnügen muss. Ein Trost für Lions Gate dürfte es sein, dass der Film sicherlich nicht allzu teuer gewesen ist.

Auch auf dem achten Platz ist ein Neuling anzutreffen, wenngleich der Abstand zu den beiden vorherigen Positionen doch erheblich ist. Sonys Reign Over Me konnte am Startwochenende $ 7,5 Mio. für sich verbuchen und wird trotz des eher schweren Themas vielleicht durch positive Mundpropaganda einen Schub erhalten.

Weiter geht’s mit Sony, denn Premonition plumpst nach der ersten Woche auf Rang 7 und muss sich mit $ 9,6 Mio. begnügen. Man wird es verschmerzen können, befinden sich doch schon $ 31,7 Mio. auf dem Konto und die Kosten werden nur mit $ 20 Mio. angegeben.

Freunde des Horrors waren dieses Wochenende wohl nicht so zahlreich im Kino, denn The Hills Have Eyes 2 ist doch wesentlich schlechter gestartet als der erste Teil: Man vergleiche die $ 9,7 Mio. von Eyes 2 mit den $ 15,7 Mio. von Eyes 1 aus dem letzten Jahr. Nichtsdestotrotz wird das Budget mit $ 15 Mio. angegeben, sodass man vielleicht schon mit der Kinoauswertung Gewinn machen kann. Spätestens dann mit der Heimkinoauswertung.

Nicht Fisch, nicht Fleisch ist das Ergebnis von The Last Mimzy, dem Sci/Fi-Familienfilm von New Line, der trotz einer aggressiven Marketingkampagne „nur“ $ 10,02 einspielen konnte. Da die Konkurrenz in dem Segment in den kommenden Wochen nicht schläft, wird dieses Werk nicht mehr viel reißen können.

Ganz im Gegenteil zu Wild Hogs, der unbeirrt in der oberen Hälfte seine Bahnen zieht und immer noch für $ 13,9 Mio. gut ist. Nach vier Wochen Spielzeit konnte man so schon $ 123,3 Mio. für sich gewinnen und zwei bis drei Wochen wird der Film noch in den Top 10 vertreten sein.

Durchwachsen ist hingegen der Startverlauf von Paramounts Shooter, der $ 14,5 Mio. am Startwochenende umsetzen konnte und so wohl keine Chance hat, die geschätzten Produktionskosten von gut $ 60 Mio. am heimischen Markt zu egalisieren.

Weiterhin dick dabei und fleißig auf Kurs: $ 200 Mio., sind die Mannen von 300, dessen Verluste geringer werden und so $ 19,9 Mio. in die Kassen fließen. Damit hat der Film in den ersten drei Wochen schon $ 161,7 Mio. eingespielt und auch international läuft es mehr als gut, denn dort sind es auch schon fast $ 80 Mio.

Bei Warner darf man sich freuen, unter anderem auch, weil TMNT mit $ 24,3 Mio. auf den ersten Platz losgedrischt ist. 14 Jahre nach dem letzten Realfilm kann man also durchaus von einem erfolgreichen Anfang sprechen, zumal der ganze Spaß auch nur gut $ 35 Mio. gekostet haben soll.

Dieses Wochenende ist dann vergleichbar ruhig, starten doch nur drei Filme neu, von denen auch nur zwei die Chance haben, für große Bewegung in der Liste zu sorgen. Ganz klar nur Außenseiterchancen hat das Krimidrama The Lookout von Miramax, der in 955 Kinos zu sehen sein wird. Ein ganz anderes Kaliber ist dagegen die Eiskunstlaufkomödie Blades of Glory mit Will Ferrell und Jon Heder, die von DreamWorks mit 3372 Filmrollen ausgestattet wurde. Laut Papier der Favorit ist jedoch der Disney Animationsfilm Meet the Robinsons, der 3413 Kopien spendiert bekommen hat.

Sonntag, März 25, 2007

Retroactive


Auch im B-Bereich kann man so manchmal feine Perlen entdecken. So wie Retroactive zum Beispiel, ein unterhaltsamer Mix aus Sci/Fi und Actionfilm mit einem bitterbösem James Belushi, der hier so richtig die Sau rauslassen kann. Elviskoteletten tragend mimt er einen psychopathisch veranlagten Gauner, der zusammen mit seiner Freundin eine Frau mitnimmt, die gerade Autopanne hatte. Kurze Zeit später eskaliert jedoch die Situation und Frank, so Belushis Rollenname, erschießt mehrere Personen und hat es nun auch auf die Anhalterin abgesehen. Die kann sich mit letzter Kraft in eine Versuchsanstalt in der Wüste flüchten, wo der Wissenschaftler Brian Versuch durchführt, die Zeit zurückzudrehen. Zuerst durch Zufall landet sie in der Apparatur und wird zurückgeschickt - zurück in Franks Auto. In der Absicht die Situation diesmal gewaltfrei zu lösen, geht alles nur noch mehr in die Hose und erneut wird zurückgereist. Ein paar Schauspieler und ein Highway mitten in der Wüste reichen, um hier ein abwechslungsreiches Spiel auf Leben und Tod zu starten. Auch wenn sich die Grundgeschichte vier Mal hintereinander abspielt, gibt es immer wieder Variationen, die das Ganze interessant machen. Sicherlich hält die ganze Zeitreisethematik keiner längerdauernden Überlegung statt, reicht aber dicke, um diverse Actioneinlagen und Schießereien auszulösen. Dazu kommt der herrliche Belushi, der schon alleine diesen Film sehenswert macht. Kein The Time Machine aber trotzdem schweinisch unterhaltsam. 07/10

Shrek 2 - Der tollkühne Held kehrt zurück

Shrek is back - konnte mir dies originelle Wortspiel gerade nicht verkneifen - und mit ihm weitere liebenswerte Figuren aus der Märchenwelt. Was 2001 nicht nur bei mir wie eine Bombe eingeschlagen hat, funktioniert in der Fortsezung zwar immer noch gut, reicht aber nicht an das Niveau des Vorgängers heran. Shrek und Fiona sind inzwischen verheiratet und nun steht der obligatorische Besuch bei den Schwiegereltern an. Die sind jedoch reichlich wenig erfreut, dass ausgerechnet ein Oger ihre Tochter geheiratet hat. So muss Shrek nicht nur um die Gunst seiner angeheirateten Eltern kämpfen, sondern bekommt es auch noch mit dem Nebenbuhler Prinz Charmin, seiner Mutter der bösen guten Fee zu tun und mit einem gestiefelten Kater. War es im ersten Teil noch die wunderbare Chemie zwischen Shrek und dem Esel, der aus ähnlichen Filmen noch nicht gekannte, teils deftige Wortwitz und die schonungslose Märchenpersiflage, merkt man hier, dass etwas zurückgeschraubt wurde. Durch die Hereinnahme des Katers erhalten wir ein kämpfendes Trio, welches zwar auch gut harmoniert aber nicht so funktionieren will, wie Esel und Shrek zusammen. Ein paar Abnutzungserscheinungen der Charaktere an sich mögen da an sich auch schuld sein, wenngleich es noch immer tolle Momente im Film gibt. Interessant ist übrigens, dass hier nun vermehrt auch Filmkollegen durch den Kakao gezogen werden, von Spiderman über Der Herr der Ringe zu Alien, Ghostbusters und Mission Impossible. Natürlich bekommt auch wieder die Märchengemeinde ihr Fett weg und auch wenn es einige Punkte gibt, die bei Shrek 2 nicht ganz so gelungen sind wie im ersten Teil, so ist auch dieser Film noch wunderbare Unterhaltung für Jung und besonders Alt. Teil 3 darf kommen und ich freu mich schon drauf. 08/10

Housesitter - Lügen haben schöne Beine

Das Duo Frank Oz und Steve Martin haben schon so einige Filmhits auf die Leinwand gezaubert. Doch ihr 92er Vehikel Housesitter möchte nicht so wirklich zünden. Dabei sind die Vorzeichen gar nicht so übel, hat man mit Goldie Hawn nicht nur schlagkräftige Unterstützung gefunden, so klingt auch der Plot wahrlich nicht übel: Newton Davis (Steve Martin) ist kein wirkliches Glückskind. Er hat nicht nur Pech bei der Arbeit, sondern auch in der Liebe, da ihm seine Freundin weggelaufen ist. Aus Frust lässt er sich auf eine Affäre mit der quirligen Gwen (Goldie Hawn) ein. Nach der Nacht schien für Davis alles gegessen, doch für Gwen ist mehr im Spiel. Sie zieht kurzerhand in das Haus, welches Newton für seine verflossene Liebe gebaut hat und gibt sich fortan in dem kleinen Dorf als Newtons neue Ehefrau aus. Dieser ist zuerst wenig angetan von der Situation, nutzt diese aber bald für eigene Zwecke aus. Wer nun turbulente Gags und Verwechslungsgeschichten am laufenden Band erwartet, der wird leider etwas enttäuscht. Vor allem zu Beginn ist der Film recht öde, zieht sich streckenweise ordentlich hin und es gibt nur wenige Momente, in denen man herzhaft lachen könnte. Die Charaktere werden ausführlich präsentiert, doch so recht in Schwung kommt das Ganze noch nicht. Interessanter wird es erst ab dem Part, als Davis zurück ins Dorf kommt und Gwen im Haus vorfindet. Dies geschieht zirka ab der Hälfte des Films und von diesem Moment an steigert sich Housesitter auch. Das Zusammenspiel von Martin und Hawn wirkt sehr harmonisch, sie geben ihren Rollen authentische Züge und durch immer weitere Lügen und Verstrickungen wirds auch noch einen Tick turbulenter. Das alles ist zwar mehr als harmlos, für einen tristen Nachmittag reicht es jedoch dicke. Schade, dass der Anfang nicht so knackig war. 05/10

Samstag, März 24, 2007

US Boxoffice (16.03 - 18.03)


Im Grunde war das letzte Kinowochenende von wenigen Überraschungen geprägt. Dass 300 die Poleposition nicht verlieren würde, war klar. Interessant war also nur noch das Abschneiden der drei weiteren Neustarter, die im Schatten der etablierten Kontrahenten standen. Nichtsdestotrotz haben sie die Filme durchaus wacker geschlagen und der Positivtrend der vergangenen Wochen bleibt bestehen, da der Gesamtumsatz wieder 10% höher war als am vergleichbaren Wochenende des letzten Jahres.

Für Music and Lyrics war es das letzte Gastspiel in den Top 10 und der Film wird nach fünf Wochen aus der Liste abziehen. Nichtsdestoweniger nimmt man noch einmal $ 2,72 Mio. mit und kann so das Konto auf $ 47,45 Mio. füllen. Bezieht man das internationale Einspiel mit ein, hat der Film schon gut $ 105 Mio. eingenommen.

Auch für Norbit sind die Stunden gezählt. Noch einmal spielt die Murphy-Komödie $ 2,77 Mio. ein und landet damit bei respektablen $ 92,44 Mio. Es hat jedoch ganz stark den Anschein, dass man kurz vor der berüchtigten $ 100 Mio. Marke zum Erliegen kommen wird.

David Finchers Zodiac will einfach nicht Fuß fassen und verliert erneut über 50% und kommt so auf $ 3,29 Mio. Nach drei Wochen stehen nur $ 29,14 Mio. zu Buche und man wird hier wohl aufs Heimkinosegment bauen müssen, da der Film wohl auch international nicht der große Reißer werden wird.

Anders siehts beim Ghost Rider aus, der zwar auch stetig am Abbauen ist, jedoch noch immer $ 4,18 Mio. für sich verbuchen kann. Damit hat der Film in den Staaten schon $ 110,38 Mio. eingespielt und schickt sich an, mit den internationalen Zahlen als erster Film des Jahres die $ 200 Mio. Marke zu knacken.

Weiterhin ein Dauerbrenner ist Bridge to Terabithia, der nur knapp über 20% einbüßen muss und so noch immer für $ 5,19 Mio. gut ist. Das Gesamteinspiel hat sich somit auf $ 74,97 Mio. addiert und ein Ende ist noch nicht so recht in Sicht. Wäre doch bloß das internationale Abschneiden ähnlich, denn außerhalb der USA kam der Film nicht wirklich an.

Der erste Neustarter findet sich auf dem fünften Platz wieder. Foxs Komödie I Think I Love My Wife legte $ 5,67 Mio. vor und kann somit nicht die Erwartungen des Studios erfüllen. Es wird also bei einem kurzen Stelldichein in dieser Liste bleiben.

Nicht wesentlich glanzvoller ist das Startergebnis von Dead Silence, der bei $ 20 Mio. Produktionskosten immerhin $ 7,84 Mio. umsetzen konnte. Eine scheinbare Endlosreihe wie bei Saw bleibt uns damit wohl zum Glück erspart.

Sehr gut konnte dagegen Sandra Bullocks neuster Film Premonition abschneiden, der $ 17,56 Mio. hinlegen konnte und aufgrund der geringen Kosten von ca. $ 20 Mio. für Sony durchaus profitabel sein könnte.

Wie schon in der Vorwoche wird der zweite Platz von den Wild Hogs belegt, die genreüblich nicht so stark wegbrechen und dadurch die $ 100 Mio. Marke knacken konnte. $ 19,11 Mio. flossen in die Kasse und diese weist inzwischen $ 104,23 Mio. auf. Disney wird’s freuen.

Gleiches gilt auch für die Jungs und Mädels bei Warner, denn 300 bleibt unangefochten an der Spitze, büßt zwar etwas mehr als 50% ein, doch das reicht noch immer für $ 32,88 Mio. Dadurch hat der Film innerhalb von zwei Wochen $ 129,17 Mio. eingespielt.

Es kann jedoch passieren, dass die Spitzenposition an diesem Wochenende verloren geht, denn gleich sechs neue Filme starten an diesem Wochenende in den USA. Kaum Erfolgschancen wird der Sportlerfilm Pride haben, der von Lionsgate mit nur 1518 Kopien ausgestattet wurde. Ebenfalls wenig aussichtsreich dürfte Sonys Drama Reign Over Me abschneiden, der allein aufgrund der Thematik nicht so wirklich publikumswirksam ist. Die 1671 Kopien tun ihr Übriges. Horrorfreunde dürften sich für The Hills Have Eyes 2 erwärmen, der in 2447 Kinos zu sehen sein wird. Vielleicht wird ja das Ergebnis des ersten Teils übertroffen. Für Actionfreunde bietet Paramount den Wahlberg-Film Shooter an, der 2806 Lichtspielhäusern um Zuschauer wirbt. Bei New Line setzt man auf die Kaufkraft der Familien und schickt The Last Mimzy ins Rennen, der 3017 Kopien im Gepäck hat. Nicht nur Kinder dürften dagegen in TMNT gehen, sondern auch Erwachsene, die ihre Kindheitserinnerungen auffrischen möchten. So ist der Turtles-Film mit 3110 Kopien der größte Favorit. Für jeden Geschmack ist also etwas dabei.