Freitag, April 17, 2009

Plant jemand eine Reise nach Cannes?


Falls jemand mit dem Gedanken spielt, Cannes und die Filmfestspiele in diesem Jahr einen Besuch abzustatten, dann kann er hier ja einmal schauen, ob etwas für seinen Geschmack dabei ist. Die Liste ist jedoch nicht bestätigt:

Official announcement of this year’s films will be made April 23, but these titles are likely:

* Quentin Tarantino’s Inglourious Basterds, the Nazi-hunter saga with Brad Pitt
* Ang Lee’s Taking Woodstock, about 1969 music fest, with Emile Hirsch
* Francis Ford Coppola’s Tetro, an Argentine family drama with Vincent Gallo
* Werner Herzog’s Bad Lieutenant remake with Nicolas Cage
* Sam Raimi’s Drag Me to Hell, horror-thriller with Alison Lohman
* Pete Docter’s Up, the 3D Pixar adventure with Ed Asner
* Jane Campion’s Bright Star, a John Keats bio with Ben Wishaw
* Lars von Trier’s Antichrist, horror in the woods with Willem Dafoe & Charlotte Gainsbourg
* Ken Loach’s Looking for Eric, about a troubled teen soccer fan
* Johnny To’s Vengeance, a hitman-turned-chef in Hong Kong to avenge his daughter’s murder, with Johnny Hallyday
* Andrea Arnold’s Fish Tank, teen troubles with Michael Fassbender
* Michael Haneke’s The White Ribbon, about incipient fascism at a rural school in 1913
(Tetro and The White Ribbon are both shot in black and white)
* Pedro Almodovar’s Broken Embraces, a noirish melodrama with Penelope Cruz
* Marco Bellocchio’s Vincere, about Mussolini’s secret lover
* Bong Joon-ho’s Mother, a thriller about a ghastly murder
* Park Chan-wook’s Thirst, about a small-town priest who turns into a vampire
* Lou Ye’s Spring Fever, about a young threesome overcome with erotic longings
* Lu Chuan’s City of Life and Death, epic about the 1937 massacre of Nanking by the Japanese army
* Hirokazu Kore-eda’s Air Doll, about the love affair between a videostore clerk and an inflatable sex doll
* Tsai Ming-liang’s Face, about a Taiwanese director in Paris to make a film about Salome, with Mathieu Amalric, Jeanne Moreau, Fanny Ardant, Nathalie Baye, Laetitia Casta and Jean-Pierre Leaud

Rumored but unconfirmed:

* Terry Gilliam’s The Imaginarium of Doctor Parnassus, a fantasy with Heath Ledger, Johnny Depp, Colin Farrell and Jude Law

Quelle: Awards Daily

US Boxoffice (10.04. - 12.04.)


Der Disney-Channel war ja schon immer ein Hort für so manches "Talent", welches dank großer Popularität bei den Heranwachsenden auch zu meist kurzzeitiger Berühmtheit wurde. Dass sich mit diesen Produktionen des Mouse Houses viel Geld machen lässt, wissen wir ja spätestens seit den High School Musicaln, die zum Leidwesen mancher Filmfreunde selbst vor dem Kino nicht Halt gemacht haben. Insofern dürfte auch der aktuelle Report kein Grund für Freudensprünge sein und dies trotz der Tatsache, dass das US-Kino im April weiterhin auf Wolke 7 schwebt und das zweitbeste Aprilwochenende, nach dem der letzten Woche, aller Zeiten zu vermelden hat. Und so langsam können wir auch schon die Silhouetten der großen Sommerblockbuster sehen, die sich langsam bereit machen.

Nun heißt es Abschied nehmen von Duplicity, der wohl zum letzten Mal in dieser Liste auftaucht und auf seiner Ehrenrunde noch einmal $ 3,00 Mio. mitnimmt. Die Kriegskasse ist damit auf $ 36,85 Mio. angefüllt und angesichts eines geschätzten Budgets von gut $ 60 Mio. darf man von einem nicht zufriedenstellenden Abschneiden sprechen.

Kaum war man drin in der Liste, ist man auch schon fast wieder raus. So schnell kann es gehen und deshalb scheffelt Adventureland noch einmal schnell $ 3,35 Mio., bevor der Spaß zu Ende ist. Gut $ 11,37 Mio. befinden sich auf dem Konto. Auch hier wird man nicht wirklich glücklich sein.

Bei Fox ist man Kummer hingegen gewöhnt und wenn wir ehrlich sind, dürfte man auch nicht mit viel mehr als $ 4,76 Mio. gerechnet haben, die Dragonball Evolution am Startwochenende eingefahren hat. Wer es sich mit solch einem Blödsinn bei den Fans verscherzt, der braucht sich nicht zu wundern.

Langsam geht The Haunting in Connecticut die Puste aus und der Grusler wird immer unattraktiver für das Publikum. Daher sind es am dritten Wochenende auch nur noch $ 5,90 Mio. drin gewesen. Das stört die Mannen von Lionsgate eher weniger, hat man doch schon $ 46,49 Mio. im sicheren Kämmerlein und darf das Projekt und E wie Erfolg abheften.

Was gute Mundpropaganda ausmacht, kann man aktuell gut an I Love You, Man sehen, der sich tapfer gegen jede Form von Raumverlust wehrt und mit unter 20% auch den kleinsten Drop innerhalb der Top 10 zu verzeichnen. So fließen neuerliche $ 6,28 Mio. in die Taschen von Paramount/DreamWorks und der Film hat nach vier Wochen $ 58,87 Mio. einfahren können.

Auch Summits Knowing läuft und läuft und läuft noch. Scheinbar hat man noch nicht genug von Zukunftsvisionen und Nic Cage. So stehen am Ende weitere $ 6,43 Mio. in den Büchern, die bisher $ 67,77 Mio. ausweisen können.

Eher enttäuschend ist der Start für Seth Rogens neue Komödie Observe and Report verlaufen, der mit $ 11,02 Mio. doch deutlich hinter dem Genrestandard blieb und eventuell damit zu kämpfen hatte, dass ein thematisch ähnlich gelagerter aber wesentlich familienfreudiger Film schon im Frühjahr viele Besucher für sich gewinnen konnte. Nun heißt es, das Beste aus der Situation zu machen und zu hoffen, dass sich der Film noch ein wenig rumspricht.

Alles im Lot weiterhin bei Monsters vs. Aliens, der sich aufmacht, den Titel des zwischenzeitlichen Topeinspieler zu erobern. Insgesamt war man noch einmal für $ 21,81 Mio. gut und liegt mit einem Zwischeneinspiel von $ 140,20 Mio. weiterhin im Soll. Auch international ist der Film angelaufen und so stehen insgesamt weltweit $ 236,89 Mio. zu Buche.

Vom Platz an der Sonne wurde Fast & Furious verdrängt, der mit einem Drop von knapp 62%, was durchaus genrekonform ist, zu kämpfen hatte. Nichtsdestotrotz hat man noch immer genug Zuschauer anlocken können, um $ 27,24 Mio. Spritgeld zu erhalten und mit $ 116,51 Mio. ist man für einen steigenden Ölpreis gut gewappnet.

Miley Cyrus lässt die Mädchenherzen höher schlagen und so konnte sich ihr Film Hannah Montana: The Movie auch auf die erste Position schwingen. Mit $ 32,32 Mio. war dies dann auch recht deutlich, wenngleich man an den Freitags- und Samstagszahlen erkennen konnte, dass das Gros der Fans am Freitag im Kino war und der Film danach massiv weggebrochen ist. Letzteres dürfte dann recht extrem am nächsten Wochenende zum Tragen kommen.

Konkurrenzmäßig sieht es da auch eher gemischt aus. Drei Filme rollen landesweit an den Start und auch drei Zielgruppen werden hier eindeutig angesprochen. Bei Lionsgate sind es die Männer, genauer gesagt, die jüngeren Männer, denn Crank: High Voltage wird 2223 Kinos in ein Testosteronmeer tauchen. Bei Universal setzt man da mehr auf ein reiferes Publikum und präsentiert mit State of Play einen klassischen Thriller, der mit Russell Crowe und Ben Affleck doch recht namhaft besetzt ist. Auch mit 2803 Kopien im Rücken dürfte dies trotzdem schwer werden, sich ganz vorne zu etablieren. Denn vor allem die Teenies werden auf Warner Bros. Komödie 17 Again mit Zac Efron abfahren und mit 3255 Filmrollen ist dies auch der Favorit des Wochenendes.

Mittwoch, April 15, 2009

The Hurt Locker - Trailer


Hier ist nun endlich der Trailer zu Kathryn Bigelows (Kriegs)Actionthriller The Hurt Locker, über ein Sprengmittelräumkommando im Irak, der mit diversen Vorschusslorbeeren dekoriert wurde und im Sommer in den USA in die Kinos kommt und ja, der Trailer macht wirklich Lust auf mehr. Sollte man definitiv im Auge behalten den Film:

Crank


Wenn man den Herren Neveldine und Taylor, ihres Zeichens die Regisseure von Crank, etwas nicht vorwerfen kann, dann ist dies mangelnde Kreativität bei der Inszenierung. Da fliegt die Handkamera wie wild durchs Set und der Schnitt tut sein Übriges, um den Zuschauer dazu zu verleiten, nach Halt in seinem Sessel zu suchen. Getreu der Prämisse, wer braucht schon eine Story, gibt es hier Action am laufenden Band und das wirkt leider auch schnell ermüdend, wenn nicht sogar aufgrund der Machart irritierend. Dabei folgt die Story einer einfachen Formel, die es so ähnlich auch schon einmal auf der Leinwand gegeben hat. Chev Chelios (Jason Statham) ist Berufskiller mit einem kleinen Problem. Er wurde vergiftet und dieses Mittelchen, was ihm eingeflößt wurde, lässt seinen Körper stetig ermüden, es sei denn, er schafft es, seinen Adrenalinspiegel aufrecht zu erhalten, was natürlich zu diversen waghalsigen Szenen im Verlauf des Filmes führt. Während Chef also einem Kick nach dem anderen nachjagt, will er wenigstens auch noch seinen "Mörder" umbringen, bevor er selbst das Zeitliche segnet und so rennt, fährt, schießt er sich durch den restlichen Film. Wenn wir das Kapitel Story einmal zur Seite legen - immerhin muss man den Machern attestieren, durchaus Ideen gehabt zu haben - kann der Film vor allem mit seiner Inszenierung auf sich aufmerksam machen, die bisweilen stark an ein überdrehtes Musikvideo erinnert und das Ganze mag zu Beginn des Filmes auch ganz witzig und neu sein aber verliert doch schnell an Schauwert. So verbirgt sich hinter der verrückten Schale ein recht solider Actionfilm, der aber vor allem damit zu kämpfen hat, dass alle Akteure neben Statham mehr als blass wirken und Crank so zu einer One-Man-Show ohne wirklichen Gegenspieler verkommt. Sicherlich helfen ein paar abgedrehte Szenen über dieses Manko hinweg und ja, bei der Chinatown-Sexszene habe auch ich mich auf meinem Sofa herumgekugelt, aber ansonsten bleibt einfach zu wenig haften, um diesen Actionfilm der MTV-Generation wirklich schmackhaft zu machen. Ein kurzweiliges Vergnügen ohne größeren Nährwert. Fastfood für den Filmfreund sozusagen: 06/10.

Dienstag, April 14, 2009

Antichrist - Erster Trailer

Hier nun der erste Trailer zu Lars von Triers Antichrist. Creepy:


Lars von Trier's Antichrist - Official Trailer from Zentropa on Vimeo.

Montag, April 13, 2009

Nachts im Museum


Wer schon immer einmal wissen wollte, was in einem Museum passiert, wenn die Lichter am Abend ausgehen, der sollte sich Nachts im Museum angucken, denn hier erfährt man die ganze Wahrheit über das bunte Treiben nach Besucherschluss. Der Film selbst war der Überraschungserfolg vor gut zwei Jahren und man kann schon ein bisschen nachvollziehen, warum er so gut beim Publikum angekommen ist. Die Mannen um Regisseur Shawn Levy haben hier einen harmlosen Familienspaß kreiert, der vor allem mit verrückten Einfällen und diversen Comedygrößen aufwarten kann, bei der Story aber dann größere Defizite vorweist, die ihm dann auch eine bessere Platzierung verwehren. Prinzipiell dreht sich die Geschichte um Larry (Ben Stiller), der sich als geschiedener Vater mehr schlecht als recht durchs Leben schlägt und seinem Sohn zuliebe einen Job als Nachtwächter im Naturkundemuseum annimmt. Dort löst er die ehemaligen Aufpasser Cecil (Dick van Dyke), Gus (Mickey Rooney) und Reginald ab, die ihm eine Kleinigkeit verschweigen: Jede Nacht, wenn die Sonner untergegangen ist, erwachen die Exponate zu neuem Leben und folglich hat Larry alle Hände voll zu tun, das komplette Chaos zu verhindern, was gar nicht so leicht ist, wenn einem z.B. Attila der Hunnenkönig auf den Fersen ist oder man einen kleinen Privatkrieg mit einem Affen austragen muss, der einem dauernd die Utensilien klaut. Aber Larry kann das Kind schon schaukeln und dies selbst auch noch, als Einbrecher ins Museum kommen. Wie schon einmal erwähnt, ist die Grundstory hier auf das Nötigste reduziert und die Effekte und die Einfälle stehen eindeutig im Vordergrund und ja, das Ganze funktioniert auch insofern, als dass man sich gut unterhalten lassen kann. Dazu macht es Spaß, Leute wie Dick van Dyke oder Mickey Rooney auf der Leinwand zu sehen, die hier wirklich noch einmal ihr letztes Hemd geben und tolle Performances abliefern. Und auch in weiteren Nebenrollen entdeckt man das ein oder andere bekannte Gesicht. Natürlich ist es auch klar, dass sich einige Elemente wiederholen und so ist der Einbrecherplot gar nicht so übel, um etwas Abwechslung ins Geschehen zu bringen. Nichtsdestotrotz braucht es am Ende aber doch mehr, als tolle Ideen und nette Effekte, um einen Film wirklich fesselnd zu machen und so dürfte Nachts im Museum vor allem mit der Nachhaltigkeit Probleme haben, denn so schnell wie man ihn geschaut hat, so schnell könnte man ihn auch wieder vergessen haben. Nichtsdestotrotz, weil es ein unterhaltsamer Spaß war - aber eben auch nicht mehr: 06/10.

Sonntag, April 12, 2009

Podcast Nr. 2 - Jetzt online



Wer hätte das gedacht? Omahabitch und meine Wenigkeit waren auch am Osterfest fleißig und wir haben unseren zweiten Podcast aufgenommen. Wer also nach dem Eiersammeln etwas Abwechslung sucht und wissen möchte, ob Terminator Salvation als PG-13 Fassung Sinn macht, warum Omahabitch auf den Moon-Trailer so abfährt und ob Slumdog Millionaire, Monsters vs. Aliens oder Knowing etwas taugen, der sollte einfach mal einschalten. Nur die Gründe für Nicolas Cages Karriereknick konnten nicht ganz geklärt werden.

Zum Podcast: Hier entlang.

Amityville Horror - Eine wahre Geschichte


Manchmal ist so ein Remake gar nicht so übel. Besonders dann, wenn das Original ein Rohrkrepierer war, wie es beim ersten The Amityville Horror der Fall ist. Dieses Vehikel wurde dann 2005 noch einmal neu verfilmt und siehe da, die modernere Version hat es doch glatt geschafft, das 79er Originalvehikel qualitativ zu überbieten. Wenn man jetzt gemein ist, was ich an dieser Stelle auch sein werde, dann kann man aber auch sagen, das dies kein großes Kunststück gewesen ist, denn die Neuverfilmung schafft es immerhin, eine recht stringente Geschichte auf die Leinwand zu bannen, die ohne ins Leere verlaufende Nebenplots auskommt und sich vollkommen auf die Geschichte im Amityville-Haus konzentriert. Die Story ist dabei dieselbe wie im Original: Die Vormieter der Lutzens, die aktuellen Bewohner des Häuschens, wurden vom eigenen Sohnemann in einem Anfall von Wahnsinn im Schlaf abgeknallt, weil dieser von Stimmen in seinem Kopf dazu verleitet wurde. Die Patchworkfamilie, bestehend aus dem Stiefvater George (Ryan Reynolds) und Melissa, mit ihren drei Kindern, zieht jedenfalls nichtsahnend in das leerstehende Haus ein und zu Beginn scheint auch alles im Lot zu sein. Doch je länger sie in diesem Domizil wohnen, desto stärker verändert sich vor allem George, der einen immer größeren Hass auf seine Familie entwickelt, während Chelsea, die jüngste Tochter der Lutzs, scheinbar Kontakt zur toten Tochter der Vormieter pflegt. Man steuer auf eine Katastrophe zu und der Zuschauer fragt sich dann zwischenzeitlich, wie dämlich man eigentlich sein kann. Wir wissen ja, dass rationales Verhalten in Horrorfilmen nur selten anzutreffen ist aber selbst dann, als die gute Melissa kapiert, dass das Häuschen ihren Mann in die Irre treibt und dieser schon die Särge für die Familie gezimmert hat, bleibt sie trotzdem treu doof an seiner Seite, während jeder normale Mensch längst Fersengeld gegeben hätte. Aber hey, im Vergleich zum Original ist das ja noch gar nichts an sinnlosen Szenen und deshalb sind wir mit dem Gebotenen auch ganz froh, denn man hat es hier wenigstens halbwegs verstanden, das Augenmerk aufs mysteriöse Haus zu setzen und verzichtete auf diverse Nebenfiguren des Originals. Dies führt stellenweise dazu, dass wirklich Atmosphäre aufkommt, wenngleich diese mit alten Genretricks erzeugt wird und einen alten Hasen höchstens in den ersten Minuten fesselt. Man hat wohl auch gemerkt, dass man die ganze Chose eh nicht so in die Länge ziehen darf und daher wickelt man die Geschichte recht flott ab, bietet dazu noch ein paar Horror-Happen in Form von gräuslichen Visionen und all dem ganzen Drumherum, um dann die restlos ausdruckslosen Schauspieler und vor allem das Publikum zu erlösen. Wie gesagt: Besser als die 79er Version ist der Film; von einem großen Wurf aber noch meilenweit entfernt: Solide, aber ideenlose Genrekost. 4,5/10

Freitag, April 10, 2009

Monsters vs. Aliens - Review




Es gibt wohl kaum ein anderes Genre, welches so sehr von einem Label dominiert wird, wie der computeranimierte Film. Seit Jahren versuchen die größeren Studios mit eigenen Schmieden den Primus Pixar zu ärgern und mit Ausnahme von DreamWorks Animation, ist der Rest bisher kläglich gescheitert.
Weder auf der inhaltlichen, noch auf der finanziellen Seite ist man wirklich konkurrenzfähig gewesen und obwohl ich DreamWorks gerade noch als einziges Positivbeispiel genannt habe, muss ich dies insofern schon wieder revidieren, dass die Filme zwar prinzipiell gutes Geld einspielen aber trotzdem starken Qualitätsschwankungen unterliegen.

Während die ersten beiden Shrek-Auskopplungen sicherlich zu den innovativeren Vertretern des Genres gezählt werden dürfen, sind Filme wie Shark Tale (2004), Madagascar (2005) oder Bee Movie (2007) nur blasse Versuche, mit Einheitsgeschichten vom Reißbrett das Publikum für sich zu gewinnen. Besonders auf der Storyebene kann man damit keinen Blumentopf gewinnen.
Insofern ist es schon einmal kein so schlechtes Zeichen, dass DreamWorks neuster Streich Monsters vs. Aliens erst einmal keine Tiere – im klassischen Sinne – als Aufhänger hat, sondern mit einer Mixtur aus Sci/Fi-Film und 50er Jahre B-Movie-Hommage aufwarten kann. Nichtsdestotrotz verfängt man sich im Verlauf des Filmes in alten Gewohnheiten und auch der Versuch, das Ganze durch das Gimmick 3-D attraktiver zu machen, hilft schlussendlich nur wenig.

Die Story ist dabei im Grunde schnell erklärt und sofern man den Trailer kennt, erlebt man dann im Film selbst auch keine größeren Überraschungen mehr: Kurz vor ihrer Hochzeit wird Susan Murphy (im Original gesprochen von Reese Witherspoon) von einem Meteoriten aus dem All getroffen, worauf sie schon nach wenigen Minuten zu wachsen beginnt und final zu einer Riesin mutiert. Parallelen zu einschlägigen Filmen wie Attack of the 50 Foot Woman sind natürlich gewünscht.
Da es sich als vermeintliches Monster nicht mehr so gut in einer Vorstadt leben lässt, wird sie kurzerhand von einem Sonderkommando des Militärs einkassiert und zur Area 51 gebracht, wo sie feststellen muss, dass sie nicht die einzige imposante Erscheinung des dortigen Kuriositätenkabinetts ist. So teilt sie die Nachbarschaft mit einem riesigen Insekt – Insectosaurus genannt, der auf dem japanischen Mosura-Film basiert, einem zu einer Kakerlake mutierten verrückten Professor, Dr. Cockroach Ph.D. (grob The Fly nachempfunden), der, wie könnte es nicht besser passen, von Dr. House, Hugh Laurie, persönlich, gesprochen wird. Des Weiteren trifft Susan noch auf B.O.B. (The Blob), eine unzerstörbare glibbrige Masse ohne Gehirn – und hier passt Seth Rogens Art irgendwie dazu – und den Missing Link (Creature from the Black Lagoon), einer Mixtur aus Amphibie und Mensch.

Zusammen sind sie die Monster Squad, die zur Tat schreiten muss, als die Erde von einem vieläugigen Außerirdischen bedroht wird und sie quasi die letzte Hoffnung sind. Was dann folgt, lässt sich erahnen und ist zwar imposant umgesetzt aber irgendwie doch recht ordinär ausgefallen, sodass Kinderaugen zwar zu strahlen beginnen aber die erwachsene Begleitung eventuell mit Langeweileattacken zu kämpfen hat, da das Ganze einem simplen Muster folgt. Insofern ist es schon interessanter, wenn man sich einmal die Charaktere des Films anschaut.

Wie man schon aus der kurzen Inhaltsangabe erahnen kann, dreht sich Monsters vs. Aliens primär um Susans Person und man begleitet sie über die komplette Spielzeit. Doof nur, dass man sich nur schwer mit ihr identifizieren kann und sie einem stellenweise auch fast egal ist. So geht ein Großteil der Bindung flöten, weil auch ihre Sidekicks nur als eben jene herhalten müssen. Man erfährt zwar in einer kurzen Einführung ein wenig über ihre Herkunft aber das ist es dann auch schon fast und so fungieren sie auch mehr als Auslöser für ein paar Gags, sofern diese dann auch wirklich zünden, was leider auch nicht immer gegeben ist oder Actionszenen, können die Geschichte aber keineswegs tragen. Das ist es übrigens auch, jenes Storytelling, was Filme aus dem Hause Pixar eben doch noch mind. eine Stufe über die Konkurrenz stellt. Dazu kommen dann eben auch der nötige Esprit und das Gespür für die Situation, das bei jenem Film irgendwie nie so richtig zum Vorschein kommen will.

Sicherlich ist das Gezeigte noch immer unterhaltsam und kurzweilig aber die Gefahr der fehlenden Nachhaltigkeit ist stets gegeben und hier sollte DreamWorks Animation wirklich überlegen, ob man nicht einmal neue, mutigere Wege bei den Stories gehen sollte. Ob 3-D dabei der Stein der Weisen sein wird, kann ich nicht beantworten. Aktuell ist es maximal ein nettes Gimmick, welches aber beileibe nicht fähig ist, inhaltliche Macken auszubügeln. DreamWorks hat vorgelegt und Pixar wird, da bin ich mir eigentlich fast sicher, mit ihrem kommenden Film Up nicht nur ausgleichen, sondern die Vormachtstellung erneut unterstreichen. 06/10

Veröffentlicht auf: Filmabend.info

Donnerstag, April 09, 2009

US Boxoffice (03.04. - 05.04.)


Heiliges Auspuffrohr. Wer hätte gedacht, dass man mit einem Film, der zwar der vierte Teil einer Serie ist, im Grunde aber fast dieselbe Geschichte wie in Auskopplung Nummer eins erzählt, so viel Geld machen kann am Startwochenende und das auch noch außerhalb der Saison? Aber was ist schon normal im Jahr 2009? 62% lag man schlußendlich über dem Ergebnis aus 2008 und in Zukunft werden sich einige Studios fragen müssen, ob sie an der reinen Sommerblockbustertheorie festhalten werden oder größere Filme geschickter über das Jahr streuen. Geht das Ganze so weiter, wird 2009 trotz Finanzkrise ein Bombenjahr für die US-Filmbranche.

Wen haben wir denn da? Da hat sich ein Film in die Top 10 geschummelt, der auf keiner wirklichen Liste stand und der auch schon seit vier Wochen in den Kinos läuft, jetzt aber mit Kopien aufgestockt wurde: Von Sunshine Cleaning, vertrieben durch ein Indie-Studio, ist die Rede. Neuerliche $ 1,81 Mio. sind aufs Konto gewandert, welches $ 4,70 Mio. ausweisen kann.

Am Ende sind es dann zwei Runden geworden bei dem Actioner 12 Rounds, dem einfach zugkräftiges Personal gefehlt hat und der sich deshalb mit $ 2,26 Mio. zufrieden geben muss. Mit $ 8,98 Mio. Gesamteinspiel liegt man sogar noch deutlich hinter The Marine.

Auch für Race to Witch Mountain neigt sich das Rennen dem Ende zu und so begnügt man sich mit $ 3,21 Mio. und der Erkenntnis, dass die Neuverfilmung mit $ 58,25 Mio. zwar ganz in Ordnung war, aber auch nichts gewesen ist, worüber man noch länger drüber reden müsste.

Weiterhin mitten im Nirgendwo der Charts hält sich Duplicity auf, der zwar sein Publikum hat, jenes ist aber nicht zahlreich genug und so sind es nur $ 4,17 Mio. am Ende geworden. Damit bewegt sich man sich mühsam weiter nach vorn, aktuell zieren $ 32,25 Mio. den Kontoauszug.

Abenteuerlich ist das Abschneiden von Adventureland, denn trotz guter Kritiken konnte der Film die Zuschauer anscheinend nicht erreichen, denn $ 5,72 Mio. sind auch bei der recht geringen Kopienzahl von unter 2000 nicht gerade viel. Mal abwarten, wie die nächste Woche wird. Vielleicht kann der Film ja dank guter Mundpropaganda noch ein bisschen an Boden gewinnen.

I Love You, Man lebt nämlich von eben jener ganz gut und verzeichnet durchgehend geringe Drops, sodass weitere $ 7,72 Mio. in den Rentenfonds fließen, der auf $ 49,16 Mio. angewachsen ist. Ein bis zwei Wochen ist man sicherlich noch dabei.

Auch bei Knowing läuft es weiterhin ganz ordentlich, der große Einbruch ist ausgeblieben und Summit darf sich über neuerliche $ 8,15 Mio. freuen. Damit hat man $ 58,22 Mio. einfahren können. Ob das der gute Cage auch vorher gesehen hat?

Einen Platz runter ging es für The Haunting in Connecticut. Doch kein Grund zur Panik. Noch immer haben genug Leute den Film gesehen, was sich in $ 9,48 Mio. niederschlägt. Erneut hat Lionsgate ein glückliches Händchen bei Genretiteln bewiesen, denn die $ 37,17 Mio. sprechen eine deutliche Sprache angesichts der Tatsache, dass das Frühjahr mit Horrortiteln überladen ist.

Man wurde zwar vom Platz an der Spitze verdrängt aber nichtsdestotrotz sind die $ 32,61 Mio. ein Grund zur Freude für Monsters vs. Aliens. Nicht nur wurde die Centurymarke geknackt, $ 104,81 Mio. sind es, nein, man ist auch noch auf Kurs $ 200 Mio. und wie es scheint sollte das Ganze auch erreicht werden. Die Rechnung geht somit auf.

Bester Aprilstart aller Zeiten, bester Start für ein "car-themed movie" und noch ein paar kleinere und größere Rekorde mehr sind es geworden für Fast & Furious, der mit seinen $ 70,95 Mio. wirklich alle Branchenkenner geschockt hat. Mit diesem Ergebnis hat nun niemand gerechnet und schon jetzt hat das Vehikel am Startwochenende mehr eingenommen, als der ganze dritte Teil in den USA zusammen. Fraglich ist noch, wo die Reise am Ende genau hingeht, da ein ziemlich großer Einbruch am zweiten Wochenende wahrscheinlich ist.

Es würde mich übrigens nicht wundern, wenn wir erneut einen neuen Spitzenreiter sehen. Zwar gehen drei frische Filme an den Start aber nur einer hat die Power, diesen Schritt auch angesichts der Konkurrenz zu schaffen. Doch erst einmal der Reihe nach. Bei Fox beweist man in diesem Jahr Mut zur Lücke und haut einen Knaller nach dem anderen raus: Aktuell ist es Dragonball Evolution als Realverfilmung. Wer sich das antun will, kann eines der 2181 Kinos des Landes aufsuchen. Warner setzt hingegen auf eine R-Rated Komödie mit Seth Rogen als Gallionsfigur. Der Ausgang ist hier meines Erachtens noch recht offen, da es auf diesem Feld in diesem Jahr noch keinen richtigen Umsatzknaller gegeben hat, ist mit 2727 Filmrollen eigentlich alles drin für Observe and Report. Weibliche Teenager werden dagegen von Disney angepeilt, denn die haben Hannah Montana The Movie im Gepäck und beweisen wieder einmal, wie man eine CashCow perfekt schlachten kann: 3118 Lichtspielhäuser sind es hier und man darf nie pubertierende Mädchen unterschätzen!

Extract - Teaser Trailer

Comedy-Mastermind Mike Judge ist zurück und präsentiert hier den ersten Teaser Trailer zu seinem nächsten Film Extract:

Public Enemies - Trailer 2



Warum nicht gleich so? Die Quali ist zwar nicht glasklar, der Trailer aber wesentlich besser als der erste. Ich freu mir:

Taking Woodstock - Jetzt auch mit Poster

PEACE

Mittwoch, April 08, 2009

Keine Piraten mehr für Verbinski


It's no longer a pirate's life for Gore Verbinski.

After spending the better part of the last six years directing the "Pirates of the Caribbean" trilogy, which grossed $2.6 billion worldwide, Verbinski has informed Disney and producer Jerry Bruckheimer that he will not helm a fourth installment that's expected to set sail in 2010 with Johnny Depp back as Captain Jack Sparrow.

Sequel is in development but not yet greenlit. It's unknown how Verbinski's ankling will affect the pic's schedule.

Verbinski will instead focus on other projects that include "Bioshock," a Universal Pictures adaptation of the bestselling vidgame that has a John Logan script and is likely to be Verbinski's next film as a director.

"I had a fantastic time bringing 'Pirates' to life, and I am eternally grateful to Jerry, Johnny and the rest of the creative and production team," Verbinski said. "I'm looking forward to all of us crossing paths again in the future."

Verbinski is still working with Depp, though. He has been directing "Rango," a CG-animated film for Paramount Pictures, with Depp voicing the title character. Logan wrote the script based on an idea by Verbinski. Paramount has set a March 2011 release.

Verbinski's U-based Blind Wink Prods. is developing several other potential directing vehicles, including "Clue," a live-action murder mystery based on the Hasbro board game, and a drama based on a Wall Street Journal article about the online fantasy role-playing world and its debilitating impact on the real lives of players. Steven Knight ("Eastern Promises") is penning the latter.

CAA reps Verbinski.

Quelle: Variety

Es ist nachvollziehbar, dass man nach drei Filmen zum Thema PotC keine wirkliche Lust mehr auf ein viertes Engagement hat und insofern ist es sicherlich auch für das Projekt ganz gut, dass mit einem neuen Regisseur eventuell auch neue Ideen eingebracht werden. Verbinskis Bioshock-Adaption interessiert mich dagegen eigentlich weniger, vielleicht auch deshalb, weil ich überhaupt kein Gamer bin. Nichtsdestotrotz bin ich mal auf die ersten Bilder gespannt.

Dienstag, April 07, 2009

The Brothers Bloom - (Neuer) Trailer


Auch wenn dieser Trailer sich im Grunde nicht vom ersten Trailer unterscheidet, blogge ich ihn trotzdem, da ich den Film meines Erachtens, abgesehen von meiner Top 10 für dieses Jahr, noch gar nicht erwähnt habe und das ganze Projekt doch durchaus vielversprechend ist:

Zweites "Where The Wild Things Are" Poster

Montag, April 06, 2009

Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter


Oh Gott, was war denn das? Wem mit dem Einsetzen des Abspannes nicht ähnliche Gedanken durch den Kopf schießen, der sollte ernsthaft seine Geschmacksnerven neu justieren lassen, denn Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter gehört sicherlich zu den schlechtesten A-Produktionen der jüngsten Vergangenheit und anstatt den Beginn einer Trilogie zu markieren, dürfte der Drops schon nach dem ersten Film gelutscht sein. Irgendwo im Fahrwasser der Herr der Ringe-Trilogie wurde dieses Vehikel hingerotzt und schon die ersten Filmminuten offenbaren alle Schwächen, die sich durch das weitere Werk ziehen werden. Allein der Look und der Schnitt des Prologs lassen eher einen Trashfilm erahnen, denn ein Fantasyepos und nachdem kurz die Vorgeschichte geklärt wurde, wird man in die eigentliche Story entlassen, die sich in einer Welt ansiedelt, wo ein finsterer Herrscher (John Malkovich, der wohlwissend nur ein paar Mal durchs Bild stapft) sein Unwesen treibt und verschiedene Völker unterdrückt. So unter anderem auch ein kleines Dorf, in dem der (bratzige) Bauernjunge Eragon haust, der ein Drachenei findet und so nicht nur zu einem Drachenreiter mutiert, sondern auch zur einzigen Hoffnung gegen das Böse. Zusammen mit einem ehemaligen Reiter (Jeremy Irons) lernt er die Grundzüge seiner Aufgabe und muss schon bald in die Schlacht ziehen. Dass der Film wie Frankensteins Monster wirkt, das sich aus verschiedensten Genrebeiträgen zusammensetzt, lässt sich ja noch irgendwie ein wenig verschmerzen, solange das Gezeigte auch ansehnlich in Szene gesetzt wurde aber hier erlebt Eragon dann den zweiten Beinbruch, denn die komplette Inszenierung ist nicht nur dröge, sondern schlicht langweilig. Das Gebotene wirkt stupide abgedreht, versprüht weder Witz noch einen Hauch von Innovation und zusammen mit den Schauspielern, die hier meistens auch nur emotionslos über die Leinwand stapfen, ergibt sich somit eine Melange des Grauens. Die kindischen Auseinandersetzungen zwischen Eragon und seinem Lehrmeister, bzw. Eragons infantiles Verhalten, stoßen dabei genau so auf, wie die brachialen Logikfehler und Sprünge in der Geschichte. Rückblickend kann man sich echt nur fragen, wie der Film so von der Studioseite durchgewunken wurde und aufs Publikum losgelassen werden konnte. Ganz fies, mies: 02/10.

Sonntag, April 05, 2009

Creep


Lola rennt... im U-Bahnschacht und so ganz werde ich das Gefühl nicht los, dass die gute Frau Potente sich verlaufen hat und eher zufällig auf das Set gestolpert ist. Wie dem auch sei, bekommt der geneigte Filmfreund hier einen waschechten Horrorfilm präsentiert - mit all seinen Problemen, die ihm dann auch das Genick brechen. Die Story lässt sich dabei in wenigen Worten zusammenfassen. In der Londoner Unterwelt geht ein mörderisches Wesen umher, dass schon in der Exposition zwei arme Rohrreiniger anfällt - gut, dass niemand diese Menschen später vermisst, sonst wär es essig mit der gespenstigen Atmosphäre, wenn da die Suchtrupps durch die Schächte schleichen würden - und sich später an die arme Kate (Franka Potente) heranmacht, die doch eigentlich nur George Clooney (sic) in einem Club abpassen wollte, um dann eventuell in seinem Bett zu landen (doppel-sic). Dass die Guteste nicht gerade clever ist, lässt sich schon nach wenigen Minuten Screentime erahnen und sowieso sollte man sich von seinen grauen Zellen während der gesamten Spielzeit verabschieden, denn die gesamte Konstruktion steht auf einem so wackligen Fundament, dass der kleinste Gedankenanstoß fatale Folgen haben könnte. Insofern begnügen wir uns mit dem, was der Film bietet und das ist dann meist auch übliche Genrekost. Ist die gute Kate erst einmal allein im U-Bahntunnel, so gibt es die üblichen Musik-Shocks, wenn eine Ratte, ein Hund, ein Windhauch oder was auch immer, die Stille durchbricht. Das mag Genrenovizen noch erschrecken, während der Rest ein wenig gelangweilt aus der Wäsche schaut. Immerhin lässt die düstere und dreckige Umgebung durchaus Atmosphäre aufkommen und da stört es auch wenig, dass plötzlich immer mehr Figuren auftauchen, um dann wieder mehr oder weniger eindrucksvoll zu verschwinden. Man trifft sogar alte Bekannte aber das mit den grauen Zellen habe ich ja schon angemerkt. Anscheinend war sich die Crew dann selbst nicht mehr ganz so sicher, wie das alles weitergehen soll und dann wurde die Splatterkeule ausgepackt und das Monster, was dort unten sein Unwesen treibt - Gollums Zwillingsbruder wohlgemerkt -, enttarnt und hat man vorher noch weggeblendet, wenn gemordet wurde, hält man nun voll drauf, wenn der Degenerierte die Kehlen schlitzt. Ein wenig Backstory, um das ganze Treiben ein wenig zu erklären, wurde eher bruchstückhaft eingesetzt, damit man nicht ganz in Erklärungsnot gerät und so rennt, schreit und schnetzelt man sich dem Ende entgegen und bleibt dabei natürlich dem guten allten Horrormotto treu: Logische Verhaltensweisen sucht man vergeblich aber das wäre auch doof, so wär der Film doch nach knapp fünf, spätestens nach vierzig Minuten vorbei gewesen. So darf man das Ganze bis zum Ende miterleben und immerhin haben die Macher dann noch ein wenig Galgenhumor bewiesen. Das ändert aber nichts an der Note: 04/10 für Creep.

Freitag, April 03, 2009

Ein paar DVD-News aus den Staaten

Aktuell ist eher wenig los auf dem US-Klassik-DVD-Markt. Das kann natürlich auch an der wirtschaftlichen Situation liegen aber nichtsdestotrotz ist das für uns Fans von alten Schinken eher suboptimal und auch Warners Archive-Programm ist ja noch nicht für internationale Kunden zugänglich, sodass man noch auf klassische Retail-Veröffentlichungen angewiesen ist. Insofern habe ich wieder ein paar Ankündigungen abgewartet, zumal auch nichts wirklich Drigendes darunter war, die ich nun hier erwähnen möchte.

Den Anfang übernimmt 20th Century Fox, die in der Vergangenheit eigentlich ganz fleißig auf diesem Sektor waren aber nachdem wohl wichtige Managerpositionen im Bereich Katalogtitel ausgetauscht wurden, muss man sich hier wohl eher auf schwärzere Zeiten einstellen. Nichtsdestotrotz wird es ab dem 16. Juni 2009 eine The Diary of Anne Frank (50th Anniversary Edition)geben, die auch als Blu-ray das Licht der Welt erblicken wird.


* Audio Commentary with George Stevens Jr, and Millie Perkins
* Introduction: George Stevens Jr. and World War II
* The Making of The Diary of Anne Frank: A Son’s Memories
* The Diary of Anne Frank: Memories from Millie Perkins and Diane Baker
* Shelley Winters and The Diary of Anne Frank
* The Score of The Diary of Anne Frank
* The Diary of Anne Frank: Correspondence
* Fox Legacy with Tom Rothman
* Diary of Anne Frank: Echoes from the Past
* Diary of Anne Frank: Excerpt from "George Stevens: A Filmmaker’s Journey
* George Stevens Press Conference
* Millie Perkins Screen Test
* Movietone News: Millie Perkins, 18, To Be Anne Frank In Film Of Diary


Der markierte Teil ist übrigens blu-ray exklusiv.

Immerhin ist man im Hause MGM ein wenig ins Archiv gekrabbelt und bringt am 12. Mai vier Western bzw. Kriegsfilme auf DVD heraus, die aber ohne Extras auskommen müssen. Nichtsdestotrotz sind da ein paar interessante Titel dabei:

The King and Four Queens (1956)


North West Frontier (1959)


Time Limit (1957)


Young Billy Young (1969




Auch bei Sony war man nicht ganz untätig und spendiert den Fans eine lange gewünschte Box mit Jack Lemmon-Filmen. Das Ganze steht dann ab dem 09. Juni bei den Händlern unter dem Namen: The Jack Lemmon Film Collection. Sechs DVDs wird die Collection beinhaltet, sodass bei fünf Filmen auch eine Bonus-DVD dabei sein dürfte. Bis jetzt ist aber noch nicht raus, was sich auf der Scheibe befinden wird. Deshalb an dieser Stelle erst einmal nur die Titel der Filme:

Phffft (1954)
Operation Mad Ball (1957)
The Notorious Landlady (1962)
Under the Yum Yum Tree (1963)
Good Neighbor Sam (1964)




Last but not least wird auch Universal vier weitere Filme auf Silberscheibe pressen, wobei es sich dabei um drei Neuveröffentlichungen handeln wird. Das Ganze firmiert unter dem Banner der Backlot Series, die in diesem Jahr gestartet wurde und so kann man ab dem 07. Juli Folgendes kaufen:

Ali Baba and the Forty Thieves (1944)


The Trail of the Lonesome Pine (1936)


Lonely Are the Brave (1962)


Beau Geste (1939)




Alle Cover stammen wieder von www.classicflix.com.

Donnerstag, April 02, 2009

US Boxoffice (27.03. - 29.03.)


Monströs, dies dürfte das passende Adjektiv sein, um das vergangene Kinowochenende in den USA zu beschreiben. Um ganze 37% Stieg der Umsatz im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres, was vor allem an zwei Neustartern lag, die die kleine Durststrecke der vergangenen Tage und Wochen durchbrachen und die Zuschauer in ihren Bann zogen. Damit ist die Blockbustersaison wohl endgültig gestartet, denn auch die kommenden Aprilwochenenden bringen so manch größeren Neustarter mit sich. Doch erst einmal zurück ins Jetzt und zu den Top 10 des vergangenen Wochenendes.

Der Horror ist beendet, zumindest in dieser Liste, denn The Last House on the Left hat mit Müh' und Not den letzten Platz erkämpft und nimmt $ 2,64 Mio. mit nach Haus. Damit hat das Remake bisher $ 28,49 Mio. einfahren können.

Time to say Goodbye, Taken. Ja, nach neun Wochen wird uns der Film dann wohl verlassen müssen. Aber kein Grund den Kopf hängen zu lassen, denn mit neuerlichen $ 2,71 Mio. und einem Gesamteinspiel von $ 137,07 Mio. wird man nicht am Hungertuch nagen und die Zweitkarriere auf DVD gibt's ja ebenfalls noch.

Endlich hat es auch Watchmen geschafft in den erlauchten Kreis der $ 100 Mio.-Filme zu gelangen, denn mit den $ 2,73 Mio. vom Wochenende sind es $ 103,27 Mio. Zwischeneinspiel und die Gewissheit, dass Zack Snyder den bisher langsamsten Film abgedreht hat, der nach einem Starteinspiel von $ 50+ Mio. endlich die $ 100 Mio.-Marke geknackt hat - immerhin etwas rekordverdächtiges.

So wird das aber nichts mit einer Karriere als Schauspieler: Wrestling-Schwergewicht John Cena und sein zweiter Spielfilm 12 Rounds haben einen klassischen Fehlstart hingelegt und kamen gerade einmal auf $ 5,33 Mio. Ein Pinfall in der ersten Runde sozusagen.

Bergluft ist dünn. Das bekommt auch Race to Witch Mountain mit, dem allmählich die Puste ausgeht. Noch reicht das Ganze für $ 5,80 Mio. aber wir befinden uns ja auch nicht im Boxoffice-Himalaya, sondern in einem popeligen Mittelgebirge mit $ 53,46 Mio. Gesamtumsatz.

Eine ganz akzeptable zweite Woche hat Duplicity hingelegt, der sein Publikum wohl stellenweise gefunden hat und so neuerliche $ 7,67 Mio. für sich verbuchen kann. Damit wird man zwar keine Luftsprünge betreiben aber es ist besser als nichts und bei $ 25,75 Mio. auf dem Konto ist ja noch ein wenig Luft nach oben.

Gewinner des Wochenendes, sieht man einmal von den Neustartern ab, ist I Love You, Man, der mit gut 29% den kleinsten Drop über sich ergehen hat lassen und so $ 12,67 Mio. scheffelt und somit Steherqualitäten beweist. Bis jetzt sind $ 37,08 Mio. aufs Sparkonto geflossen.

Ein wenig verwundert es mich schon, dass Nic Cages Knowing dann doch so gut beim Publikum ankommt aber der Mann kann ja nicht immer Pech haben bei der Rollenauswahl und so nimmt der Sci/Fi-Thriller neuerliche $ 14,70 Mio. ein. Für das Indielabel Summit startet das Jahr somit perfekt, denn $ 46,22 Mio. sind schon in der Tasche.

Wo wir grad bei Überraschungen sind. Wer hätte gedacht, dass nach all den vielen Horrorfilmen im ersten Quartal dieses Jahres noch jemand Lust auf weitere Grusler hat? Wie dem auch sei, The Haunting in Connecticut kam auf beachtliche $ 23,00 Mio. und beweist wieder Eins, dass man nicht so viel nachdenken sollte.

Wie nicht anders zu erwarten war, konnte sich DreamWorks Animationsfilm Monsters vs. Aliens den ersten Platz sichern und das mit phänomenalen $ 59,32 Mio. Damit ist es das zweitbeste Abschneiden am Startwochenende für eine Nichtfortsetzung aus der Animationsschmiede. Einen Großteil haben die 3-D-Vorstellungen dazu beigetragen, die im Vorfeld auch massivst beworben wurde. Dies verfälscht die Sache insofern, als dass die Preise für diese Vorstellungen meist teurer sind als für einen normalen Kinobesuch und so weniger Zuschauer benötigt werden, um solch ein Einspiel zu erreichen. Wie immer werden die kommenden Tage, besonders das nächste Wochenende den weiteren Verlauf des Filmes bestimmen.

Die Konkurrenz ist diesmal zwar nicht zahlreich aber doch durchaus zu Gemeinheiten fähig. Zwei Filme starten landesweit und zielen dabei aber auf ähnliche Zuschauergruppen ab. Miramax hat die neuste Komödie Greg Mottolas - wir erinnern uns an Superbad - im Gepäck. Erneut mit einem R-Rating versehen, gibt es für Adventureland jedoch nur 1862 Kopien. Universal setzt dagegen auf Motorkraft und belebt ein Franchise wieder, indem sie zurück zu den Wurzeln gehen. Fast and Furious, der vierte Teil der Serie, vereint Vin Diesel und Paul Walker und will mit 3462 Filmrollen die Pole Position erobern.

Bruno - Der erste Trailer

Es wurde im Vorfeld schon viel über Bruno, Sasha Baron Cohens neusten Film, geschrieben, er bekam ein NC-17 Rating und die ersten Reaktionen nach Testvorführungen deuten auf einen Film hin, der Borat sogar noch einmal toppen kann. Dass es wieder richtig deftig wird, zeigt auch der erste Trailer, der jetzt im Web aufgetaucht ist:

Trio im Gespräch für Nolans Inception


Warner Bros. is in talks with Marion Cotillard, Cillian Murphy and Ellen Page to join the cast of "Inception," which Christopher Nolan wrote and will direct as his next film.

Leonardo DiCaprio has already been set to star.

WB bought the spec preemptively before other studios got a crack at the material, which kept Warner in business with the filmmaker after smash hit "The Dark Knight" (Daily Variety, Feb. 12).
More than one option

Production begins this summer for 2010 release.

The subject matter has been kept under tight wraps, with the studio describing the film as a contemporary sci-fi actioner set within the architecture of the mind.

Nolan will produce with Emma Thomas.

The film is Nolan's first with Cotillard and Page, but he is reteaming with Murphy, who played the villain Scarecrow in "Batman Begins," with a cameo in "The Dark Knight." Murphy just completed "Peacock" and "Perrier's Bounty."

Cotillard will next be seen in the Michael Mann-directed "Public Enemies" and just completed the Rob Marshall-helmed musical "Nine."

Page just teamed with Murphy in "Peacock" and starred in the Drew Barrymore-directed "Whip It!"

Quelle: Variety
Die Liste derer, die für Nolans neusten Streich im Gespräch sind, liest sich immer besser und obwohl zur eigentlichen Story noch kaum etwas bekannt ist, dürfte der Film schon jetzt einer der Most Wanted-Titel des nächsten Jahres sein. Natürlich bleibe ich am Ball, sobald es ein paar Neuigkeiten gibt.

Mittwoch, April 01, 2009

The Hangover - Trailer

Ja, man kann ja nicht ausschließlich kulturell wertvolle Filme schauen... und außerdem ist heute eh nicht viel los, abgesehen von diversen April Fools-Meldungen. Insofern, habt Spaß mit dem Trailer zu The Hangover:

Sonys Pläne für 2011: MIB 3, Ghostbusters 3, Spider-Man 4


Wie die Kollegen auf Slashfilm berichten, hat Sonys Präsident Rory Breuer während der ShoWest-Veranstaltung einige Pläne für das Jahr 2011 veröffentlicht und wie es scheint, werden drei Franchises angepeilt, die in jenem Jahr fortgesetzt werden sollen. Darunter sind unter anderem Men in Black 3, Ghostbusters 3 - für mich im Grunde das interessanteste Projekt von den hier erwähnten - und Spider-Man 4. Hier noch einmal der komplette Text:

Sony Pictures Entertainment president Rory Bruer mentioned during the introduction of the Sony ShoWest presentation that they have a lot of interesting films in the works for 2011. He brought up Spider-Man 4, which had already been announced, and then quickly mentioned that they have some surprises up their sleaves like Men in Black 3 and a new Ghostbusters movie, both of which are in active development.

Talk of a third Men in Black film began to circulate after producer Walter Parkes mentioned that it would be a possibility. But at the time, no script was in development. Also, this confirms that Sony is serious about producing a third Ghostbusters film.

Pineapple-Duo verschlägt es ins Mittelalter

James Franco is joining Danny McBride in "Your Highness," the Universal Pictures comedy to be directed by David Gordon Green.

Scott Stuber is producing through his U-based Stuber Co. Pic begins production July 20 in Belfast. Stuber, McBride and Green set the project at U last year (Daily Variety, May 30).

Scripted by McBride and Ben Best, the comedy follows two spoiled and arrogant princes in a medieval fantasy setting. When an evil wizard casts a spell on their father and kidnaps the older prince's fiance, they're forced to go on a quest to save their family and the kingdom.

Stuber Co.'s Jon Mone, McBride and Mark Huffam are executive producers.

Franco starred for Green in Columbia Pictures comedy "Pineapple Express," which also starred McBride.

Last seen in "Milk," Franco plays poet Allen Ginsberg in the Rob Epstein/Jeffrey Friedman-directed "Howl."

Quelle: Variety

Wenngleich ich Pineapple Express bis dato noch nicht gesehen habe, macht das Projekt allein aufgrund der heißen Inhaltsangabe und des Settings Lust auf mehr. Zumal ein bisschen Spaß nicht verkehrt ist, um das finstere Mittelalter aufzuhellen.