Donnerstag, Oktober 29, 2009

...und dann kam Polly


... und dann kam der Einheitsbrei. Ben Stiller spielt mal wieder Ben Stiller, so wie wir ihn aus unzähligen Filmen der jüngeren Vergangenheit kennen und dazu haben wir auch noch ein Skript, das nicht wirklich lustig ist. Aber erst einmal der Reihe nach. In ...und dann kam Polly spielt Stiller den frisch verheirateten Riskmanager Reuben Feffer, der ein klitzekleines Problem hat: Schon am ersten Tag der Flitterwochen geht seine Ehefrau mit einem Tauchlehrer fremd und beschließt, bei diesem zu bleiben. Zurück in New York macht er sich auf Anraten seines Freundes Sandy Lyle (Philip Seymour Hoffman) auf, sich im Nachtleben etwas abzulenken. Dort trifft er auf seine ehemalige Klassenkameradin Polly Prince (Jennifer Aniston), die einen ganz anderen Lebensweg eingeschlagen hat als Reuben. Aber irgendwie scheinen sich Gegensätze doch anzuziehen und nach einigen kleinen Startschwierigkeiten kommen die Beiden zusammen. Just in diesem Moment taucht Reubens Noch-Ehefrau wieder auf und nun muss er sich zwischen zwei Frauen entscheiden. Wie schon kurz erwähnt, spielt Stiller wieder den schrägen, neurotischen Vogel, der mit sich selbst und seinem Leben nicht richtig klarkommt und am Ende dann doch das hübsche Mädchen abbekommt. Bis es soweit ist, muss er sich in ...und dann kam Polly mit abgedroschenen Gags rumschlagen, ein Klo verstopfen, das Häkeltuch der Omma schänden und allerlei anderen Genrekram machen, der hier aber so gar nicht zünden will, was wohl auch an seinen Mitspielern liegt. Philip Seymour Hoffman spielt hier zwar den abgehalfterten Kinderschauspielstar, der mit einigen Tiefschlagzoten auf sich aufmerksam macht, ist aber sonst komplett fehlbesetzt und unterfordert. Jennifer Aniston, die nie mit wirklich großem Schauspieltalent gesegnet wurde, darf hier wenigstens in ihrer leicht ausgeflippten Rolle aufgehen und schön aussehen, rettet den Film aber auch nicht. Ähnliches gilt für Alec Baldwin, der hier als Reubens Boss ab und an mal auftaucht. Im Großen und Ganzen ist der Film also lauwarme Genrekost, die man sich einmal angucken wird und danach sicherlich keine große Lust auf ein zweites Date verspührt. Hier gibt es wesentlich bessere Filme. 05/10

Mittwoch, Oktober 28, 2009

US Boxoffice (23.10. - 25.10.)


Traditionell wird das Wochenende vor Halloween von Horrorfilmen bevölkert und auch in den US-Filmforen dreht sich im Grunde fast alles nur um Grusel, Suspense und Kürbisse. Doch im Vergleich zu den Vorjahren ist es diesmal kein Titel aus dem Saw-Franchise, sondern jener Überraschungshit, der schon seit einigen Wochen auf sich aufmerksam macht und sich dabei der Blair Witch-Formel bedient. Mal sehen, wie sich die Film am eigentlichen Halloweenwochenende schlagen werden, kriegen sie doch schie übermenschliche Konkurrenz durch den King of Pop.

Noch einmal hatte man ein Herz für Zombies und so konnte sich Zombieland den zehnten Platz und $ 4,21 Mio. sichern. Nach vier Wochen in den US-Kinos sind somit $ 67,21 Mio. in der Kaffeekasse.

Paarweise geht man bei Sony vor, denn auf dem Fuße folgt Cloudy with a Chance of Meatballs, der schon seit sechs Wochen in den US-Kinos zu sehen ist und noch einmal für $ 5,25 Mio. gut war, was zu einem US-Einspiel von $ 114,85 Mio. führt.

Ebenfalls aus der Sonyfamilie stammt The Stepfather (2009), der in der zweiten Spielwoche $ 6,23 Mio. für sich verbuchen konnte und damit auf ein zwischenzeitliches Einspiel von $ 20,08 Mio. kommt und dank DVD-Auswertung und Co. in den schwarzen Zahlen landen dürfte.

Universals Cirque du Freak: The Vampire's Assistant konnte sich nicht wirklich durchsetzen und muss sich mit gerade einmal $ 6,29 Mio. zufriedengeben. So schnell wie der Film in den Top 10 aufgetaucht ist, so schnell dürfte er dann auch eben jener verschwinden.

Gleiches gilt auch für den Animationsfilm Astro Boy, der mit 6,70 Mio. nun auch keine Bäume ausgerissen hat und für einen Film seiner Art am Ende irgendwo im untersten Mittelfeld landen dürfte, was das Einspiel angeht.

Couples Retreat läuft indes weiterhin ganz gut, sichert sich neuerliche $ 10,62 Mio. und steuert damit auf ein Einspiel im Bereich von $ 90 - 100 Mio. hin. Aktuell sind $ 77,74 Mio. auf dem Konto.

Sehr ordentlich ist auch das Abschneiden von Law Abiding Citizen, der sich unter den Top 4 behaupten konnte und $ 12,40 Mio. einsackt. Das führt dazu, dass der Geldspeicher bei Overture Films auf $ 40,01 Mio. angewachsen ist. Am Ende sind dann so um die $ 60 Mio. drin.

Warners Where the Wild Things Are wurde auf den dritten Platz verdrängt, tröstet sich aber mit $ 14,02 Mio. Problematisch bei dem Film ist ein wenig, dass er stärker Erwachsene anspricht und weniger Familien mit Kindern. Insofern wird es schwer, einen langen Atem zu beweisen. Auf dem Konto befinden sich $ 53,56 Mio.

Nur auf den zweiten Platz kam Saw VI, der mit $ 14,12 Mio. deutlich unter dem Franchiseschnitt gestartet ist und die Auflösungserscheinungen des Franchises manifestieren sich damit schon zum Start und nicht wie bei den anderen Titeln durch heftige Drops. Geld wird die Chose zwar noch immer abwerfen aber nicht mehr so viel wie früher.

Naja und über Paranormal Activity muss man keine großen Worte mehr verlieren. Getragen von einer riesigen viralen Hypewelle strömen die Amis in die Kinos, um sich wie schon bei Blair Witch schlotternde Knie abzuholen. Wer's mag, bitte. In Zahlen ausgedrückt sind das weitere $ 21,10 Mio. und ein Zwischenergebnis von $ 61,58 Mio.

Schon heute, sprich am Mittwoch, läuft in den USA die Michael Jackson-Dokumentation This Is It an, der gleichzeitig den einzigen landesweiten Neustarter markiert. 3481 Kopien werden im Umlauf sein und im Vorfeld gab es schon einige Meldungen, dass der Film recht bombastisch einschlagen dürfte, wenn man Vorverkäufe von Tickets als einen Indikator wertet. Mal sehen, wie die ersten Zahlen aussehen.

Das Ende von Katalogtiteln auf DVD in den USA?

Turner Classic Movies & Universal Studios Home Entertainment
Team Up to Offer Made-to-Order DVDs of Rare Films
 
Digitally Remastered Titles Never Available Before on DVD to Include Extensive Features from TCM Archives
 
New Titles Available Each Quarter, Including Five Memorable Horror Titles,
Three Early Cary Grant Vehicles and a Timeless Holiday Classic
 
TCM to Present Special Telecasts of the Films
 
Turner Classic Movies (TCM) and Universal Studios Home Entertainment (USHE) have entered into an extensive new partnership to offer classic movie fans rare vintage films, all digitally remastered, on DVD on a made-to-order basis.  The TCM Vault Collection Presented by Universal marks USHE’s first foray into the manufactured-on-demand (MOD) arena.  TCM began offering MOD featuring lost titles from the RKO library.
 
TCM and USHE are working to remaster a number of great titles never before available on DVD, with several never available on home video at all.  The first titles made available include five chilling horror films, three early Cary Grant pictures and the unsung 1940 holiday classic Rememberthe Night, starring Barbara Stanwyck and Fred MacMurray and scripted by the great Preston Sturges.  The films will be made available by request on DVD via TCM.com for the first time during the fourth quarter of 2009.  TCM host Robert Osborne will provide introductions for selected titles, which will also include supplemental materials compiled by TCM and extensive material from the TCM archives.  In addition, TCM will present exclusive premieres of the movies over the next six months.
 
“Many terrific films have been unavailable on home video for far too long, especially the holiday classic Remember the Night,” Osborne said.  “It’s wonderful that today’s movie fans will be able to enjoy these rare movies.  TCM and Universal have worked hard to restore them digitally and provide historical context, bonus content and behind-the-scenes information, something DVD collectors are sure to appreicate.  I’m proud to be part of this great project with TCM and Universal.”
 
For Universal, the agreement is a great way to reach avid film fans.  “Universal is very proud of its prestigious collection of Hollywood screen gems,” said Craig Kornblau, president, Universal Studios Home Entertainment. “Like us, TCM is deeply dedicated to honoring Hollywood’s golden age.  This collaboration presents the perfect opportunity to share Universal’s rich cinematic legacy and celebrate vintage works with classic film fans.”
 
The launch of TCM/Universal DVDs will be divided into three initial releases:
Universal Cult Horror Collection (films also available as singles )
DVD Availability: Oct. 31
TCM Premiere of Murders in the Zoo: Oct. 31
Suggested  Retail Price:  Collection - $49.99; Individual Titles - $19.99
This collection will include five rarely seen horror gems from the Universal vault, most appearing on home video for the first time.  Special features include over a hundred photos, posters and lobby cards, trivia, articles and more.
Murders in the Zoo (1933) – Censors had a heyday with this horror film about a zoologist and sportsman who uses his zoo animals to kill his wife’s lovers.  Lionel Atwill plays the villain, with Kathleen Burke as his wife, a young Randolph Scott as the hero and the ever lovable Charles Ruggles providing comic relief as the zoo’s press agent.  Among the men playing Burke’s doomed lovers is John Lodge, who later left acting to enter politics, becoming governor of Vermont.
Mad Doctor of Market Street (1942) – Lionel Atwill plays a mad scientist who places people into suspended animation and then revives them.  When he is accused of murder following the death of one of his subjects, he flees on a ship, becomes stranded on a tropical island and soon becomes revered as a god by the natives.  Una Merkel, Nat Pendleton and Claire Dodd co-star.
The Strange Case of Dr. RX (1942) – A mysterious killer bumps off acquitted murderers who have all been represented by the same laywer, played by Samuel S. Hinds.  Lionel Atwill, Patric Knowles and Anne Gwynne co-star, with Shemp Howard (on hiatus from his work with The Three Stooges) providing comic relief.
The Mad Ghoul (1943) – This creepy tale follows a mad professor, played by George Zucco, who has discovered an ancient Egyptian gas that turns anyone who sniffs it into a heart-eating zombie.  David Bruce plays the doctor’s assistant who gets dosed with the gas and goes on a murderous rampage.  Evelyn Ankers and Robert Armstrong co-star.
House of Horrors (1946) – The legendary Rondo Hatton, whose acromegaly deformed his face and made him a frequent Hollywood villain, marked one of his last roles with this offbeat film.  Martin Kosleck plays a mad artist who, after saving Hatton and making a bust of his face, uses the disfigured hulk to murder art critics.  Hatton died of a heart attack the year this film was released.
 
Remember the Night (1940)
DVD Availability: Nov. 22
TCM Telecasts: Dec. 6 and Dec. 24
Suggested Retail Price:  $19.99
This heart-warming holiday romance – penned by Preston Sturges – marked the first of four on-screen pairings of Fred MacMurray and Barbara Stanwyck and came four years before their iconic work in Double Indemnity.  MacMurray plays a prosecutor who finds himself falling in love with a shoplifter (Stanwyck) during a court recess at Christmas time.  The atmospheric film co-stars Beulah Bondi, Elizabeth Patterson and Sterling Holloway and was directed by Mitchell Leisen.
 
Remember the Night is rarely seen and received a brief home-video release on VHS.  It is being now remastered and brought back to life so it can take its rightful place as a signature holiday classic.  Special features on the DVD will include an introduction by Robert Osborne; still galleries, including behind-the-scenes photos; never-before-seen interview segments on the work of director Mitchell Leisen from the TCM Archives; and the original movie trailer, trivia, biographies and more.
 
Cary Grant Collection (films also available as singles)
DVD Availability: January 2010
Three early Cary Grant films will populate this boxed set:
The Eagle and the Hawk (1933) – This vivid World War I drama stars Frederic March as a disillusioned but fearless squadron leader and Cary Grant as his bullied gunner-observer.  The gripping interpersonal drama, anti-war sentiments and outstanding aerial dogfights give this film an impact that remains vital today.  Carole Lombard and Jack Oakie round out a top-notch cast.  The great directorMitchell Leisen, who is billed as associate director, is believed to have directed most of this film.
The Devil and the Deep (1932) – This melodrama is headlined by Tallulah Bankhead, Gary Cooper, Cary Grant and Charles Laughton.  The setting is the northern coast of Africa, where submarine commander Laughton is stationed and where his wife, Bankhead, is splitting her time between suitors Cooper and Grant.  This marked Laughton’s first American film and one of his most underappreciated performances.
The Last Outpost (1935) – Cary Grant plays a British officer saved from a Kurdish tribe by fellow officer Claude Rains.  But when Grant unknowingly falls in love with Rains’ wife, tragedy looms.  Gertrude Michael and Kathleen Burke co-star under the dual direction of Charles Barton and Louis Gasnier.
 
Future Universal collections and titles for rollout on DVD and TCM include vintage films from Fred MacMurray and Claudette Colbert, Deanna Durbin, director Douglas Sirk and many more.

Was soll man sagen? Nach Warner, die mit ihrem Warner Archive dieses Jahr gestartet sind, ist Universal jetzt das zweite Studio, welches Made-on-Demand Titel auf (höchstwahrscheinlich) DVD-Rs anbietet.

Nachdem Fox das Kataloggeschäft in diesem Jahr eingestampft hat, Warner - außer Versprechungen für 2010 und einer mickrigen Handvoll an Neu-VÖs - das Geschäft drastisch reduziert hat, MGM scheinbar auch nicht mehr existent ist, Paramount es erst gar nicht war, muss man jetzt auch um die paar verstreuten Universal DVDs bangen, die z.B. im Rahmen der Backlot Series veröffentlicht wurden?

Und was macht Sony? Als einziges Studio haben sie konkrete Pläne und Ankündigungen für tolle Boxsets in 2010 herausgegeben. Werden das die letzten Zuckungen sein, bevor der US-Katalogtitelmarkt komplett in Richtung DVD-R und Made-on-Demand umschwenkt?

Soll der Sammler jetzt lachen oder weinen? Lachen, weil endlich Titel veröffentlicht werden, die es vorher noch nicht auf DVD gab oder weinen, weil sie im Fall von Warner z.B. gar nicht extra restauriert auf DVD-R gebrannt werden, es fraglich ist, wie lange die DVD-Rs überhaupt halten, man von einem Anbieter abhängig ist, der den Preis im Grunde diktieren kann und man im Gegenzug ein in der Produktion spottbilliges Produkt bekommt?

Noch werden die Universal/TCM-DVD-Rs nur quartalsmäßig erhältlich sein, angeblich sogar restauriert werden und Extras enthalten aber der DVD-R-Virus greift immer weiter um sich.
Das Sammeln war jedenfalls schon einmal wesentlich schöner.

Invictus - Trailer ist da



Dienstag, Oktober 27, 2009

Trailer für Matt Damons "Green Zone"

Greengrass und Damon bleiben ihrer Devise treu. Diesmal jedoch vor dem Hintergrund des Irakkriegs. Schaut gut aus. Worth a look.

Montag, Oktober 26, 2009

Damon und Brolin in True Grit?



Matt Damon and Josh Brolin are in discussions with Joel and Ethan Coen to join Jeff Bridges in “True Grit,” the re-imagining of the iconic 1969 Western that Paramount Pictures will put into production next March for late 2010 release.
The Coens, who previously attached their “Big Lebowski” star Bridges to play U.S. marshal Rooster Cogburn, are in talks with Damon to play the lawman (played by Glen Campbell in the original) who teams with Cogburn and a 14-year old girl to track her father’s killer into hostile Indian territory.

In a turnabout, Brolin is in talks to play the killer. The actor’s recent rise was greatly helped playing the good guy in the Coens' Oscar-winning contemporary Western “No Country for Old Men.” Jeff Corey played the killer in the original, and Robert Duvall and Dennis Hopper also played outlaws.

They haven't yet cast the young girl.
The Coens are producing with Scott Rudin and Steven Spielberg. The Coens wrote a script which is more faithful to the Charles Portis novel that inspired the original.

Though their current pic "A Serious Man" isn't chock full of stars, the Coens continue to draw top actors who want to work in their films.

Damon just wrapped the Clint Eastwood-directed “Invictus” and is shooting the George Nolfi-directed “The Adjustment Bureau.” He's also set to re-team with Eastwood in “Hereafter.” Brolin is shooting the Oliver Stone-directed “Wall Street 2: Money Never Sleeps,” and then will star in the Asger Leth-directed drama “Cartel.”

Both actors are repped by WME.
Quelle: Variety

Da braut sich etwas Interessantes zusammen, wenn jetzt auch noch Damon und Brolin für True Grit gewonnen werden könnten. Wenngleich Damon in einem Western etwas ungewohnt sein dürfte, hat er nicht so das richtige "Image", während Brolin wunderbar in die Umgebung passen dürfte. Mal sehen, ob sie schlußendlich zusagen und bei der Neuverfilmung an der Seite von Bridges mit an Bord sein werden.

Ricky Gervais wird Golden Globes Host



Ricky Gervais has signed to host the 67th annual Golden Globe Awards, marking the first time the kudofest has had a host since 1995.
In a statement, Gervais said he felt the show offered him “free reign.”
“Not only is this the biggest Hollywood celebration of the industry which includes both film and TV, but also an environment where I feel I can get free reign as a host,” said Gervais. “I have resisted many other offers like this, but there are just some things you don't turn down.”
Nominations will be announced December 15. This year's show will be broadcast live from 5-8 p.m. (PT) and 8-11 p.m. (ET) from the Beverly Hilton Hotel.
Quelle: Variety

Definitv ein guter Schritt. Sehe Gervais sehr gerne und freue mich auf eine unterhaltsamere Globes-Verleihung als in der Vergangenheit, wo man gar keinen Host hatte.

Telefon



ls die Sowjets in den 70er Jahren mit Entspannungspolitik begonnen haben, drehten einige alte Genossen frei, die als stalinistische Hardliner den Westen noch immer unterjochen wollten. Um einen Alleingang dieser Personen zu verhindern, begann man mit innenpolitischen Säuberungen. Doch der Genosse Nicolai Dalchimsky (Donald Pleasence) konnte sich früh genug in die USA absetzen. Mit im Handgepäck: der Code zur gefährlichsten Waffe der Sowjetunion; ein Telefonbuch. Mit einem Anruf werden sowjetische Schläfer aktiviert, die daraufhin Selbstmordanschläge auf US-Militäreinrichtungen verüben. Dalchimskys Ziel: der 3. Weltkrieg. Um dies zu verhindern, entsendet der KGB Major Grigori Borzov (Charles Bronson), der zusammen mit der Agentin Barbara die Verfolgung Dalchimskys aufnimmt...
Gute Idee, stellenweise mittelmäßige Umsetzung. So lautet das knappe Fazit zu diesem Thriller von Don Siegel, der definitiv mit einer spannenden Story aufwartet, sich teilweise aber zu sehr dem Detail hingibt und dadurch etwas schwerfällig wirkt. Speziell die Aktivierung der Schläfer wird teilweise viel zu ausführlich gezeigt. Mag dies zu Beginn des Films ja noch zweckdienlich sein, ist es dann aber mittendrin schon lästig, wenn man minutenlang zusieht, wie eine aktivierte Agentin erst nach einem Zünder buddelt, um dann in aller Seelenruhe die Drähte zu bearbeiten und schlußendlich die Sprengladung aktiviert. An dieser Stelle ist der Zuschauer doch viel mehr an Bronsons Person und der Jagd nach Dalchimsky interessiert. Diese ist klassisch dargestellt, wie man sie aus verschiedenen anderen Thrillern kennt und natürlich kann man sich denken, wie die Sache ausgehen wird - nicht nur in Bezug auf Dalchimsky. Auch wenn, wie eingangs erwähnt, die Story durchaus spannend und interessant ist, steht sie doch auf etwas wackligen Beinen und man sollte nicht ganz so viele Gedanken an sie verschwenden. Schade ist auch, dass Pleasances Charakter im Grunde so wenig Screentime hat und so sein bedrohliches Potential nicht vollkommen ausspielen kann. Immerhin brilliert Bronson wieder in seiner stereotypen Rolle des wortkargen Helden. Fans des 70s Kinos dürfen diesen Film sicherlich nicht verpassen und auch für den Rest lohnt das Einschalten, bekommt man doch trotz der Kritikpunkte noch immer solide Kost: 06/10.

Sonntag, Oktober 25, 2009

Charlie Chan in London


Mitte der 20er Jahre wurde in den USA eine Figur geboren, die in den folgenden Jahren und Jahrzehnten in mehr als 50 Fällen auf der Leinwand zu sehen war und sicherlich mit dazu beigetragen hat, dass das Image der Asiaten zu jener Zeit ein wenig aufpoliert wurde. Nichtsdestotrotz gibt es Stimmen, die die Charlie Chan-Filme kritisch auffassen, denn anstatt eines asiatischen Schauspielers, erlangte der Schwede Warner Oland in der Rolle des chinesischen Detektivs den Status einer Persönlichkeit - zu dieser Zeit übrigens nicht unüblich, dass weiße Schauspieler asiatische Titelrollen gespielt haben. Des Weiteren gibt es auch eine kontroverse, inwiefern die Darstellung des Charakters als eindimensional und stereotyp zu werten sei. Fakt ist jedoch, dass durch die Figur des Charlie Chans das Bild der Asiaten im amerikanischen Film insofern verändert wurde, als dass sie nicht mehr nur als mysteriöse Gestalten herhalten mussten, die meist als bedrohliche Bösewichter auf der Leinwand zu sehen sein, sondern auch als überaus intelligente, gütige und ehrenhafte Menschen.

Charlie Chan in London, der 1934 von Fox produziert wurde, gilt dabei als erster noch existenter Film der Reihe - alle vorherigen Verfilmungen gelten als verloren - und verschlägt den sympathischen Detektiv, wie man ja fast vermuten kann, nach London. Dort wird er von Pamela Gray gebeten, den Fall ihres Bruders noch einmal zu untersuchen, der wegen Mordes verurteilt wurde und in nunmehr drei Tagen gehängt werden soll. Nach kurzer Bedenkzeit willigt Chan ein und fährt zum Ort des Verbrechens: einem großen Herrenhaus auf dem Lande, wo sich auch noch alle Zeugen des Tatabends befinden. Chans Ermittlungen stoßen schnell auf Widersprüche und wühlen viel Staub auf, sodass auch der eigentliche Mörder noch einmal aktiv wird, während Chan ihm langsam eine Falle stellt.

Krimifans werden an diesem Film und auch an der ganzen Serie sicherlich ihre Freude haben, denn hier wird das klassische Krimieinmaleins durch die Figur des Chans gekonnt verfeinert, der aufgrund seiner Höflichkeit und Unscheinbarkeit schnell unterschätzt wird, während er im Hintergrund seinen Ermittlungen nachgeht und dabei nicht nur mit Methoden aufwartet, die der feinen Gesellschaft gänzlich unbekannt sind, sondern auch der britischen Polizei, die sich fleißig Notizen macht. Dabei bewegt sich der Film meist auf dem passenden Level zwischen Suspense und Rätselraten auf der einen Seite und auflockernden Szenen und leichtem Humor auf der anderen Seite. Letzteres natürlich oft aufgrund der aufeinanderprallenden Kulturen und, das kann man dem Film nicht ankreiden, nicht auf Kosten der Person des Chans. Keine Sorge also vor flachen r/l-Gags, wenngleich Chan natürlich mit einem gewissen Akzent ausgestattet ist, der aber nicht auf lustig getrimmt ist. Am Ende kommt jedenfalls ein toller Krimi bei raus, der Lust auf die gesamte Filmserie macht und wenn man mal die Chance hat, den Film zu sehen, sollte man sie ruhig ergreifen. 7,5/10


Auch dieser Post entstammt meinem Thread im Schnittberichte-Forum, wo ich wöchentlich einen "Klassiker" meiner Wahl vorstelle: Hier klicken!

Samstag, Oktober 24, 2009

US Boxoffice (16.10. - 18.10.)


Der goldene Oktober manifestiert sich bei uns zwar nicht am Wetter, in den USA dafür an den Umsätzen in den Kinos. Denn hier gab es am letzten Wochenende Rekordergebnisse, was an zwei Neustartern und einem Überraschungshit liegt, die das gesamte Boxoffice angehoben haben. Satte 38% lag man über dem vergleichbaren Zeitraum des letzten Jahres und die Vorzeichen für dieses Wochenende sind auch alles andere als übel.

Platz 10, damit zum letzten Mal in dieser Auflistung, ist The Invention of Lying, dessen neuerliche $ 1,91 Mio. nicht der Rede wert sind und das Gesamteinspiel auch nur marginal verbessern. Aktuell steht man bei $ 15,50 Mio.

Nur unwesentlich besser steht Surrogates dar, der $ 1,92 Mio. für sich verbuchen konnte und damit auf $ 36,33 Mio. kommt. Doof nur, dass hier Kosten von ca. $ 80 Mio. im Raum stehen. Da muss der Film noch einige DVDs verkaufen, bis sich die Produktion gelohnt hat.

Von solchen Problemen wird man bei Toy Story / Toy Story 2 (3D)natürlich verschont, drehen die Filme doch nur eine Ehrenrunde und verkaufen sich dabei ganz prächtig. Neuerliche $ 3,02 Mio. für das Double Feature, was damit ebenfalls auf $ 28,55 Mio. kommt.

Letzte Woche noch auf der 2, plumpst Zombieland jetzt recht hart nach unten und darf sich mit $ 7,62 Mio. trösten. Aber hier ist auch schon alles in trockenen Tüchern, denn die $ 60,64 Mio. stehen Kosten von $ 24 Mio. gegenüber.

Auch bei Cloudy with a Chance of Meatballs wird die Luft langsam dünner. Immerhin hat man es dank der neuen $ 8,02 Mio. auf $ 108,20 Mio. und ist damit der 21. Film des Jahres, der den Sprung über diese Marke geschafft hat. Nun hat der Film noch fast seine komplette internationale Auswertung vor sich.

Kein ganz so großer Wurf ist hingegen The Stepfather (2009), der mit 11,58 Mio. abgeschlagen im Mittelfeld angelaufen ist und mal wieder aufzeigt, dass es sich nicht immer lohnt, alte Horrorfranchises aufzuwärmen. Vielleicht gewinnt der Film durch das nahende Halloween noch zwei, drei Besucher.

Für den letztwöchigen Spitzenreiter ging es drei Plätze hinunter und Couples Retreat findet sich damit auf dem vierten Platz wieder und bekommt $ 17,23 Mio. ab und liegt mit $ 62,62 Mio. gut im Rennen und wird uns sicherlich noch zwei Wochen in den Top 10 Gesellschaft leisten.

Der Überraschungshit ist weiterhin Paranormal Activity, der von einer riesigen Hypewelle getragen wird und somit auf erstaunliche $ 19,62 Mio. kommt und das ist sicherlich noch nicht das Ende, bekommt der Film doch erst an diesem Wochenende seinen richtigen wide-Release. Auf dem Konto sind dann schon $ 33,17 Mio.

Überraschend war aber auch das gute Abschneiden von Law Abiding Citizen, der dem Indie Overture mit $ 21,04 Mio. das beste Startergebnis beschert und damit gute Chancen hat, nah an die Kosten von gut $ 50 Mio. zu kommen.

Auf den ersten Platz hat sich aber Spike Jonzes Where the Wild Things Are geschoben und das mit sehr soliden $ 32,71 Mio. Bleibt abzuwarten, wie sich der Film in den kommenden Tagen und Wochen schlagen wird, denn die Kosten belaufen sich auf geschätzte 100 Mio.

Das Starterfeld an diesem Wochenende ist jedenfalls recht eindeutig gelagert, mit dem Fokus auf Horror und Grusel aber nichtsdestotrotz gibt es auch ein paar Ausnahmen. So schickt Fox das Biopic Amelia ins Rennen, dem potentiellen Oscarkandidaten für Hilary Swank. 818 Kopien sind hier im Gepäck. Bei Universal setzt man auf das Element des Fantastischen und hat Cirque du Freak: The Vampire's Assistant im Angebot, der 2754 Kinos bespielen darf. Der Indie Summit indes wartet mit einem Animationsfilm auf: Astro Boy kommt mit 3014 Filmrollen daher. Lionsgate setzt auf altbekannte Mittel. Saw VI kommt in die Kinos und das mit 3036 Kopien.

Dienstag, Oktober 20, 2009

Sherlock Holmes - Trailer B



Neuer Trailer, der bisher noch nicht gezeigte Szenen enthält. Find ihn aber noch immer doof.

Montag, Oktober 19, 2009

Von Donnersmarck bekommt erstes Hollywood-Projekt?


In a move that puts Angelina Jolie starrer "The Tourist" on track for a February production start, director Florian Henckel von Donnersmarck has emerged as the top choice to direct the Spyglass thriller.

While von Donnersmarck hasn't formally entered into negotiations yet, studios are expected to begin jockeying for the film that is likely to be ready for a 2011 release.

Jolie is poised to make "Tourist" her next project over several other offers, including Universal's sequel to "Wanted." Spyglass came to her weeks ago, but her participation was contingent on finding the right director. After meetings with several helmers, von Donnersmarck was deemed that guy on Friday night, insiders said.

If a deal comes to fruition, "The Tourist" would be the first for von Donnersmarck since the German helmer's 2006 breakout "The Lives of Others," which won the Academy Award for foreign-language film.

Jolie, who most recently wrapped the Phillip Noyce-helmed "Salt" for Columbia Pictures, will play a female Interpol agent who draws an unwitting American tourist into her attempt to locate a criminal who was once her lover. Worthington, the Australian thesp who next appears as the star of the James Cameron-directed "Avatar," will play the American tourist.

Spyglass is producing in partnership with StudioCanal, with Gary Barber, Roger Birnbaum and Jonathan Glickman producing.

"The Tourist" is a remake of the 2005 French thriller "Anthony Zimmer," which was most recently developed for Tom Cruise to topline with Charlize Theron for director Bharat Nalluri. Julian Fellowes penned a script that was rewritten by "Valkyrie" scribe Christopher McQuarrie.

After Cruise instead chose to team with Cameron Diaz in the James Mangold-directed Fox film "Knight and Day," Worthington came aboard to replace Cruise in the title role. The project languished, however, until Spyglass drew interest from Jolie.

Jolie is repped by Media Talent Group, von Donnersmarck by UTA.
Quelle: Variety
Es ist natürlich klar, dass es erfolgreiche europäische Schauspieler und Regisseure nach Hollywood zieht. Dass es bei von Donnersmarck dann aber so lange gedauert hat, ist schon ein wenig verwunderlich. Jedenfalls scheint es, als würde er das Tourist-Projekt übernehmen, welches in der jüngeren Vergangenheit ja eher durch seine wilden Castinveränderungen aufgefallen ist. Cruise und Theron raus, Jolie und Worthington rein. Das ist der aktuelle Stand bei diesem Thriller. Mal sehen, ob es dann am Ende auch bei den jetzt genannten Namen bleibt.

Verflucht, verdammt und Halleluja


Terence Hill gehört, wie auch Bud Spencer, zu den Idolen meiner Kindheit und mit ihren ausufernden Prügelorgien bin ich u.a. groß geworden. Doch Verflucht, verdammt und Halleluja schien ich bisher immer verpasst zu haben, was nun kürzlich nachgeholt wurde. Die Prämisse war auch gar nicht übel, denn Enzo Barboni zeichnet sich ja für einige tolle Genrebeiträge verantwortlich, so z.B. die genialen Trinity-Western und auch wenn in diesem Film nur Hill allein zu sehen ist, heißt das ja nicht, dass der Film unbedingt schlecht ist. Die Geschichte ist auch nicht übel. Denn anstatt Hill, wie z.B. in den genannten Trinity-Western, als typischen Bewohner des Westernspektrums zu zeigen, taucht er hier als britischer Ehrenmann, der nach dem Tod des Vaters in den Westen zurückkehrt und einen gewaltigen Kulturschock erlebt. Aufgenommen wird er zu allem Überfluss auch noch von einer Verbrecherbande - Papas alte Kumpanen, die ihm das Leben im Westen beibringen wollen, selbst aber auch begreifen müssen, dass sich die guten, alten Zeiten dem Ende nähern aber noch einmal muss die pure Männlichkeit gezeigt werden, denn Hills Charakter verguckt sich in ein fesches Mädel, welches jedoch einem gemeinen Raubein versprochen ist und da hilft das gute Benehmen wenig. Die Story hat definitiv Potential, ist es eben auf der einen Seite ein Abgesang auf den klassischen Western und auf der anderen Seite ein humorvoller Prügelfilm inkl. Zusammenprall der Kulturen, bei dem es aber vor allem an der Umsetzung mangelt. Schier endlos kommt einem die Eröffnungssequenz vor und während Leone/Valerii diese im ersten Nobody-Film nahezu perfekt inszeniert haben, lässt man diese Finesse hier vermissen und wartet schon fast sehnsüchtig auf das Eintreffen von Hills Charakter. Dann beginnt der Film auch langsam, ins Rollen zu kommen, stottert aber schon wenig später ein wenig vor sich her, weil dann doch immer wiederkehrende Elemente auftauchen, die meist mit der Westernuntauglichkeit von Hills Charakter einhergehen. Dies ist zwar nett anzusehen, in der Häufigkeit aber ein weiterer Minuspunkt und als sich der Film dann zum großen Finale aufmacht, erfolgt der dann gezeigte Schnitt einfach zu schnell und lässt die Balance zwischen den Filmteilen vermissen. Ein großer Knackpunkt ist weiterhin, dass der Film mit 120 Minuten definitiv zu lang ausgefallen ist, und stellenweise deutlich an Dynamik vermissen lässt. Auf der Schauspielseite gibt es dafür keine wirklichen Abzüge, sieht man neben bekannten Genregesichtern, Pizzuti und Borgese z.B., mit Harry Carey Jr. auch einen alten US-Veteran, der wohl sichtlich Spaß an einem Western All'Italiana hatte. Leider, leider nützt das alles nichts, denn der Film krankt trotzdem viel zu stark an den genannten Punkte, weshalb es am Ende nur zu 06/10 Punkten reicht.

Sonntag, Oktober 18, 2009

Der Wachsblumenstrauß


Wer kennt sie nicht, diese ältere britische Dame, Miss Marple genannt, die nicht nur den Verbrechern in ihrer Umgebung das Fürchten lehrt, sondern auch die örtliche Polizei, allen voran Inspektor Craddock, angesichts ihrer Dickköpfigkeit verzweifeln lässt. Murder at the Gallop ist dabei die zweite Marple-Verfilmung mit Margaret Rutherford in der Hauptrolle, basiert aber, wie auch der dritte Film der Reihe, auf einem Hercule-Poirot-Fall, was aber der allgemeinen Vergnügtheit nicht abträglich ist.

Die Story von Der Wachsblumenstrauß, so der etwas in die Irre führende deutsche Titel, ist rasch erklärt. Miss Marple (Margaret Rutherford) und ihr Freund, der Bibliothekar Mr. Stringer (Stringer Davis) sind gerade dabei, Spenden zu sammeln und kommen auch an dem Herrenhaus des zurückgezogen lebenden Mr. Enderby vorbei. Da die Türe offen steht, riskieren sie einen Blick. Just in diesem Moment stürzt der alte Herr die Treppe hinunter und stirbt vor ihren Augen. Nach kurzer Tatortbesichtigung glaubt Marple nicht an einen natürlichen Tod, kommen ihr die Umstände doch aus einem ihrer Kriminalromane bekannt vor und beginnt, gegen den Rat von Inspektor Craddock, eigene Ermittlungen anzustellen. Schnell hat sie die Erben Enderbys unter Verdacht, bekommt doch jeder von ihnen eine beträchtliche Summe vermacht und als dann auch noch die Schwester Enderbys, eine aus der Erbengemeinschaft, ermordet aufgefunden wird, scheint der Fall eindeutig und Marple quartiert sich in einem Reithotel ein, dessen Eigentümer einer der Hinterbliebenen ist und wo sich aufgrund des ersten Todesfalles zur Zeit alle Erbberechtigten und damit die Verdächtigen aufhalten...

Marple ist Kult und so kommt es auch, dass die Filme in absoluter Regelmäßigkeit auf den 3. Programmen in Dauerrotation laufen, denn trotz des beträchtlichen Alters haben sie wenig von ihrem Charme eingebüßt. Das liegt weniger an den Kriminalfällen, die natürlich recht durchdacht, gut gemacht und auch spannend sind - Krimifans freuen sich natürlich über das Rätselraten, wer denn nun der Täter sein mag - aber meist werden die Filme, kennt man die Lösung erst einmal, uninteressant und geraten schnell in Vergessenheit. Bei Marple ist dies anders, denn hier bleibt vor allem Margaret Rutherford in Erinnerung. Es ist diese schrullig sympathische Art, die sie der Figur der Marple verleiht, die sich im Gedächtnis festbrennt. Mit viel Witz, Geschick und Ausdauer bringt diese vermeintlich unscheinbare, gar plump wirkende Person, die Verbrecher hinter Schloss und Riegel und spielt sich in die Herzen des Publikums. Deshalb schalten die Leute auch nach 40 Jahren immer noch ein, denn hier bekommt man nahezu perfekte Unterhaltung geboten, die 90% des restlichen "Primetime"-Programms locker in die Tasche steckt. Sicherlich nicht der beste der vier Marple-Filme aber trotzdem einfach toll: 08/10

Auch dieser Post entstammt meinem Thread im Schnittberichte-Forum, wo ich wöchentlich einen "Klassiker" meiner Wahl vorstelle: Hier klicken!

Freitag, Oktober 16, 2009

US Boxoffice (09.10. - 11.10.)



Der Oktober scheint durchaus golden zu werden in den USA, denn die bisherigen Kinoergebnisse sind positiv zu werten und die Neustarter verkaufen sich durch die Bank gut, bauen auch in den folgenden Wochen nicht wirklich groß ab und bescheren den Studios somit gute Einspielergebnisse. Dazu geistert auch noch ein kleiner Film durch die Kinos, der gerade von einer riesigen Hypewelle getragen wird und die Limited-Release-Rekorde knackt. Da man das Eisen schmieden muss, so lange es noch heiß ist, wird der Film natürlich ordentlich gepusht, während ein anderer, heiß ersehnter Streifen am kommenden Wochenende in die Kinos kommt.

MGMs Fame (2009) fliegt nach der dritten Woche aus aus den Top 10 und muss sich mit neuerlichen $ 2,54 Mio. abfinden, womit das Musical auf $ 20,03 Mio. kommt, was angesichts der prekären Finanzsituation des Studios auch keine große Hilfe ist.

Michael Moores Capitalism: A Love Story ist auch kein richtiger Publikumsmagnet und verliert nach der "Startwoche" doch recht deutlich an Boden und sichert sich so nur weitere $ 2,63 Mio., was zu einem Einspiel von $ 9,03 Mio. führt.

Auch nicht viel besser ist die Situation bei Whip It, Drew Barrymores Regiepremiere bei einem Kinofilm. Hier flossen am zweiten Wochenende nur noch $ 2,83 Mio. aufs Konto und somit steht der Film bei $ 8,79 Mio und muss die Kohlen mit der Heimkinoauswertung aus dem Feuer holen.

Mit einem noch größeren Einbruch in der Folgewoche muss The Invention of Lying klarkommen, der aufgrund der weiteren $ 3,34 Mio. auf $ 12,30 Mio. kommt. Da der Film im Mutterland Gervais aber auch ganz akzeptabel lief, dürfte man am Ende mit schwarzen Zahlen aus der Äffare kommen.

Für Surrogates wird das nicht ganz so leicht mit einem positiven Ergebnis, denn der Film ist nun wirklich kein großer Publikumsmagnet und so gab es am letzten Wochenende auch nur $ 4,27 Mio. für den Sci/Fi-Willis, der damit auf $ 32,73 Mio. kommt.

Ordentlich läuft hingegen das 3-D Double Feature von Toy Story / Toy Story 2, das in der zweiten Woche noch immer für $ 7,77 Mio. gut war und damit $ 22,77 Mio. einfahren konnte. Mal sehen, wie viel der dritte Teil am Ende einfahren wird, denn das ist ja nur nettes Vorgeplänkel.

Paranormal Activity ist dann auch der kleine Film von dem ich eingangs sprach, der einen ähnlichen Hype erlebt wie Blair Witch seiner Zeit und auch von der Machart durchaus vergleichbar ist. Bei gerade einmal 160 Kopien konnte er $ 7,9 Mio. für sich verbuchen und hat damit schon $ 9,11 Mio. auf dem Konto. Mal sehen, wann der Run ein Ende hat. Paramount bringt jedenfalls noch deutlich mehr Kopien in Umlauf.

Weiterhin in den Top 3 befindet sich Cloudy with a Chance of Meatballs, der sich noch immer prächtig verkauft, nur geringe Verluste einfährt und damit mit neuerlichen $ 11,53 Mio. nach Hause kommt und somit bei zwischenzeitlichen $ 95,78 Mio. steht.

Ebenfalls von Sony ist der Film, der den zweiten Platz einnimmt: Zombieland. Auch hier kann das Studio mehr als zufrieden sein, denn aufgrund der $ 14,80 Mio. kommt die Produktion schon jetzt auf $ 47,60 Mio. und hat die Kosten damit schon zweimal eingespielt.

Und auch bei Universal kann man sich nicht wirklich beschweren, denn Couples Retreat setzt sich mit $ 34,29 Mio. locker an die Tabellenspitze und beschert dem Studio dadurch das in diesem Jahr nicht so häufige Gefühl, mal wieder einen Nr. 1-Film in den eigenen Reihen zu haben.

Bei den Neustartern gibt es dann auch drei Filme, die an diesem Wochenende landesweit in die US-Kinos kommen. Den Anfang macht The Stepfather (2009), Remake des gleichnamigen 80er Jahre Films, der in 2734 Kinos zu sehen sein wird. Ebenfalls hart geht es beim Selbstjustizthriller Law Abiding Citizen zur Sache, der von Overture Films ins Rennen geschickt wird und in 2889 Sälen für Recht und Ordnung sorgen wird. Die Kinowelt wartet aber ganz gespannt auf Spike Jonzes Where the Wild Things Are, der auch standesgemäß mit 3735 Kopien auf die Massen losgelassen wird.

Edge of Darkness - Trailer


Mel Gibson is back vor der Kamera... sieht ja ganz passabel aus, etwas 08/15 aber passabel.

Donnerstag, Oktober 15, 2009

Ridley Scotts To-Do-Liste wird länger und länger


Columbia Pictures has acquired rights to remake the U.K. miniseries "Red Riding," and is negotiating with Steve Zaillian to write the script and Ridley Scott to direct.

The project, based on four David Peace novels, will be distributed in the U.S. this fall by IFC. Studio bought rights to the mini and the novel series.

Scott will produce through his Scott Free banner, along with Zaillian, through his Film Rites banner, and Andrew Eaton of Revolutionary Films, which produced the mini. Garrett Basch of Film Rites will be executive producer.

The miniseries is a study of power and police corruption framed around the investigation of the disappearance of several young girls. For the pic, the setting will be transferred from Britain to the U.S. The mini clocked in at more than five hours, so Zaillian and Scott have their work cut out for them to compress it into one film.

Zaillian last worked for Columbia on a rewrite of the Michael Lewis book "Moneyball" to star Brad Pitt that the studio was ready to put into production until Steven Soderbergh did his own rewrite that prompted the studio to halt the film days before it was skedded to begin production.

Scott and Zaillian previously collaborated on the films "American Gangster" and "Hannibal." Zaillian at present is adapting Par's drama "I Hear You Paint Houses" for Martin Scorsese.

WME reps Scott and Zaillian.

Quelle: Variety

Die Situation an sich ist ja schon ein wenig speziell. Da laufen die Originalfilme in diesem Jahr noch in den US-Kinos an, wenngleich natürlich in nur wenigen Lichtspielhäusern, während man bei Columbia schon das Remake in Planung hat und Ridley Scott mal wieder als Name gehandelt wird. Dessen nächste Projekte, glaubt man dem, was so in der Fachpresse geschrieben wird, reichen auch bis in den nächsten 30 Jahre. Mal sehen, was aus der ganzen Geschichte am Ende wird.

Mittwoch, Oktober 14, 2009

Frank Borzage Vol. 1+2 von BFI im November

Ein Blick zu unseren britischen Freunden lohnt manchmal, denn dort gibt es einige interessante Label, die hochwertige Klassiker-VÖs in Arbeit haben. So auch die DVD-Abteilung des BFI (British Film Institute), die am 02.November zwei (Mini-)Sets mit Filmen von Frank Borzage veröffentlichen wird. Besitzer des luxuriösen US-Sets von Fox wird dies weniger interessieren, waren die Titel doch dort auch schon enthalten aber für den Rest dürften die Boxen durchaus attraktiv sein.

Volume One brings together two lavishly produced landmarks of the silent period – 7th Heaven (1927) and Street Angel (1928).

The second volume contains two more classics from the period that saw Borzage transition from silent pictures into sound. They are Lucky Star (1929) and Liliom (1930).

Special features on Volume Two:

* Lucky Star commentary by Tom Gunning
* The River (1929), (55 mins) – Borzage’s once-lost masterpiece lovingly reconstructed by Hervé Dumont


Both volumes contain an illustrated booklet with essays and film notes. The films are presented in their original 1.20:1 aspect ratio with optional hard of hearing subtitles on volume 2.

Quelle: DVDTimes


Es ist PODCAST-Zeit



Omahabitch und ich haben sich mal wieder virtuell zusammengesetzt, um ein paar Themen zu besprechen. Darunter u.a. die neuen Trailer zu The Crazies (2010), A Nightmare on Elm Street (2010) und The Imaginarium of Dr. Parnassus. Daneben gibt es auch eine Diskussion über Pixars Oben und zu guter letzt, reden wir über den Animationsfilm im allgemeinen.

Wer Interesse hat, folge dem Link zu Omahas Blog.

Montag, Oktober 12, 2009

OSS 117 - Der Spion, der sich liebte


Jedes Kind dürfte 007 kennen, Englands schlagkräftigsten Agenten, dem die Frauen zu Füßen liegen und der jeden Bösewicht gekonnt zur Strecke bringt. Auch die Franzosen vertrauen bei ihrer Abwehrarbeit auf einen Mitarbeiter mit einer dreistelligen Zahlenkombination. Doch im Gegensatz zu 007 ist OSS 117 vor allem eins: sehr französisch. Basierend auf den gleichnamigen Romanen gab es Verfilmungen des Stoffs schon in den späten 50er und 60er Jahren, die aber allesamt mehr oder weniger in Vergessenheit gerieten, bis man sich 2006 aufmachte, OSS 117 wieder in den Einsatz zu schicken. Anstatt auf Hightech und CGI zu setzen, ging man jedoch back to the roots und inszenierte OSS 117 - Der Spion, der sich liebte, so der durchaus dämliche deutsche Titel, so authentisch, dass der Begriff Retro längst nicht mehr ausreicht. Angelegt als Agentenpersiflage, wird man hier auf geniale Art und Weise in die 50/60er Jahre zurückversetzt und verfolgt das Treiben von OSS 117 (Jean Dujardin), der vor lauter Selbstbewusstsein kaum gerade laufen kann und dessen Kombinationsgabe so genial ist, dass er den Fall um verschollene Waffen, fundamentalistische Aufständige und seinen toten Partner natürlich mehr durch Zufall statt Genialität löst. Auch seine zwischenmenschliche Seite ist perfekt ausgeprägt und sein Gespür, sich in fremden Kulturkreisen, hier in Ägypten, zurechtzufinden, lässt sich kaum übertreffen, besonders, wenn er den Muezzin umboxt, der OSS 117 aus den tiefen Träumen gerissen hat. Nicht immer funktioniert der Witz des Films und es gibt Passagen, die plätschern ein wenig vor sich her aber trotzdem wird einem auch dann nicht langweilig, kann man sich noch immer an dem tollen Produktionsdesign erfreuen, den schönen weiblichen Darstellern oder dem fetzigen Score und am Ende, wenn die Welt gerettet wurde, kommt man zu dem Ergebnis: OSS 117 ist einfach toll und speziell Freunde von Agentenfilmen bzw. Liebhabern des Kinos der 50/60er Jahre werden voll auf ihre Kosten kommen. 07/10.

Samstag, Oktober 10, 2009

US Boxoffice (02.10. - 04.10.)



Mea culpa aber gestern nicht dran gedacht, heute keine Zeit, gibt es die Top 10 dieses Wochenende nur in Bildform. Aber hat auch seine Vorteile. Ihr braucht mein Geschreibsel nicht durchlesen um die Zahlen zu sehen.

Mittwoch, Oktober 07, 2009

Adrien Brody gegen die Predatoren...


In a surprise, Adrien Brody has been set by 20th Century Fox to play the heroic mercenary who battles alien hunters in "Predators," the reinvention of the "Predator" franchise that is being creatively spearheaded by Robert Rodriguez.

Brody will star with Alice Braga, Danny Trejo, Walton Goggins, Oleg Taktarov, Mahershalalhashbaz Ali and Louiz Ozawa.

Nimrod Antal is directing the film, production of which is about to get under way on location in Hawaii and at Rodriguez's Troublemaker Studios in Austin, Texas. Fox has set "Predators" for release on July 9, 2010.

Though best known for his Oscar-winning turn in the Roman Polanski-directed "The Pianist," Brody is playing a character close to the one that Arnold Schwarzenegger did in the 1987 original. He's a mercenary who tries to keep his team alive when its members are hunted by the aliens.

Fox has high hopes to spring a new franchise, and Brody has signed options to return for future installments, sources said.

Brody and his Paradigm reps lobbied hard for the role, which is his first action hero turn.

Quelle: Variety

Kein Scherz sondern vollkommener Ernst. Man darf wirklich gespannt sein, was bei dem Film an Ende rauskommt. Die eingefleischten Fans rümpfen sicherlich schon die Nase und ich kann auch nicht anders, als zu sagen, dass ich doch verdammt skeptisch bin. Aber sollen sie erstmal den Film drehen. Meckern kann man hinterher ja noch immer.

Dienstag, Oktober 06, 2009

Ein paar wenige News zu Warner in 2010



Während Warner ihre DVD-R-VÖs zweimal pro Monat um weitere Titel aufstockt, kam auf normaler Retail-Seite schon lange gar keine Ankündigung mehr. Aber man hat die Arbeit an gepressten VÖs nicht komplett eingestellt, wie fleißige Leser von The Bits sicherlich mitbekommen haben.

Erst einmal zum im Warner-Chat angekündigten 5. Film Noir-Set. Es kommt definitiv in 2010 und wird, wie auch schon die Nr. 4 der Serie, 10 Filme auf 5 DVDs enthalten, die jeweils dafür produziertes Bonusmaterial an Bord haben werden. Leider will Warner zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Titel oder das VÖ-Datum bekanntgeben.

Wenn wir schon beim Thema Film Noir sind, gibt es auch gute Neuigkeiten zu Michael Curtiz' The Breaking Point (1950). Hier wurden wohl die Rechteprobleme geklärt und man bereit den Titel für eine klassische DVD-VÖ im Jahr 2010 vor. Es gibt Überlegungen, den Film evtl. mit in das schon genannte Noir-Set zu integrieren, wenngleich eine Einzel-VÖ wahrscheinlicher ist.

Ebenfalls konnte man die Rechtsstreitigkeiten bei Mervyn LeRoys No Time for Sergeants (1958) beilegen und plant auch hier, den Titel 2010 als gepresste DVD zu veröffentlichen und man hofft des Weiteren, Andy Griffith für entsprechendes Bonusmaterial zu gewinnen.

Zu guter letzt ein kleines Update zum Delmer Daves Western The Hanging Tree (1959) mit Gary Cooper. Die Restaurierungsarbeiten haben sich als aufwändiger herausgestellt als geplant. Man muss also noch ein wenig Zeit investieren. Eine VÖ als gepresste DVD ist weiterhin angedacht.

Montag, Oktober 05, 2009

Michael Mann macht Film über Robert Capa


Columbia Pictures and director Michael Mann will team to tell the story of renowned war photographer Robert Capa, using the snapshot of a torrid two-year romance with Gerda Taro during the Spanish Civil War.

The studio has acquired “Waiting for Robert Capa,” a Spanish language novel by Susana Fortes, and set Jez Butterworth to adapt it.

Mann will produce through his Forward Pass banner. He will also direct.

The story begins in Paris in 1935, where Capa, a refugee from Fascist Hungary, met Taro, a refugee from Nazi Germany, met with the intention to become photographers. The outbreak of the Spanish Civil War one year later began Capa’s emergence as the most renowned war photographer ever, and established Taro as the first frontline female battle photographer. She was killed in the battle of Brunete in 1937.

Mann, who last directed “Ali” and produced “Hancock” for Columbia, had long wanted to find a way to make a film about Capa and found his way in through the Fortes novel. Capa was shattered by Taro’s death, and though he’d later romance the likes of Ingrid Bergman, Capa never married. When he was blown up by a land mine during the French Indochina War, the only photo found in Capa’s wallet.

Some 4300 photos taken mostly by Capa and Taro during the Spanish Civil War were recently discovered, and the images will be the subject of a show to be held at the Institute of Contemporary Photography next year.

Mann, who last directed the Johnny Depp-starrer “Public Enemies” for Universal Pictures, intends to make a gritty, low budget film. He chose Butterworth based on his play “Jerusalem,” and for a James Brown biopic that Butterworth wrote with brother John-Henry Butterworth. The writers also teamed on the script for “Fair Game,” the Doug Liman-directed adaptation of Valerie Plame memoir which stars Naomi Watts and Sean Penn.

Quelle: Variety
Wenn Mann mal von seinem Digitalfimmel bei period pieces ablassen könnte, würden seine Filme wohl noch wesentlich besser sein aber an sich klingt dies nach einem ganz interessanten Projekt. Mal gucken, wer die Hauptrolle erhalten wird und was Low Budget in diesem Fall wirklich bedeutet.

Samstag, Oktober 03, 2009

Shutter Island - Zweiter Trailer



Gefällt mir definitiv besser als der erste Trailer. Angucken. Macht Spaß auf den Film:

Freitag, Oktober 02, 2009

US Boxoffice (25.09. - 27.09.)



An der Spitze nichts Neues. Das ist das Fazit der letzten Woche, da sich die Neustarter allesamt nicht durchsetzen konnten, was unter anderem auch dazu führte, dass der Umsatz allgemein um gut 5 Prozent zurück ging. Im Grunde könnte es sogar so weit kommen, dass wir beim nächsten Mal wieder die gleiche Nummer 1 haben, denn auch die Neustarter für dieses Wochenende gehören nicht gerade zu den potentesten Vertretern ihrer Art. Aber wie gewohnt rollen wir das Feld erst einmal von hinten auf.

Nach sechs Wochen in dieser Liste ist die Zeit für Inglourious Basterds gekommen, Abschied zu nehmen. Noch einmal hat es für $ 2,68 Mio. gereicht, was das Gesamteinspiel auf $ 114,42 Mio. hebt. Saubere Leistung und für Tarantino, lässt man die Inflation außen vor, das bisher beste Einspiel in den Staaten.

Für 9 ist die Zeit wohl ebenfalls abgelaufen und so nimmt man mit, was man bekommen kann und das sind $ 2,96 Mio., was dazu führt, dass man auf insgesamt $ 27,23 Mio. kommt, was prinzipiell ganz in Ordnung ist.

Ganz in Ordnung ist das Abschneiden von Jennifer's Body sicherlich nicht. Zwar kommt man dank der $ 3,66 Mio. auf zwischenzeitliche $ 12,47 Mio., was angesichts von geschätzten Kosten von $ 16 Mio. ganz okay ist, aber der Anspruch war sicherlich wesentlich größer.

Ebenfalls im ganz okay-Bereich befindet sich Love Happens, der $ 4,31 Mio. mitnimmt und somit das Einspiel auf $ 14,71 Mio. ausbauen kann. Auch hier belaufen sich die Kosten wohl auf weniger als $ 20 Mio.

Pandorum, der vom Indie Overture in die US-Kinos gebracht wurde, landet mit $ 4,42 Mio. als erster Neustarter abgeschlagen im Nirgendwo. Mit diesem Umsatz kann man dann sowieso keine Bäume ausreißen, wenn sich die Kosten wirklich auf $ 40 Mio. belaufen sollten.

Tyler Perry's I Can Do Bad All By Myself ist weiterhin ganz ordentlich dabei, verliert aber auch wöchentlich gut an Boden, sodass bei diesem Mal nur noch $ 4,76 Mio. drin waren, sodass der Film insgesamt $ 44,55 Mio. einfahren konnte und Lionsgate sicherlich tiefschwarze Zahlen beschert.

Ganz gut schlägt sich Soderberghs The Informant!, der mit 37% auch nur recht wenig einbüßen muss im Vergleich zur Vorwoche, was sich in einem neuerlichen Einspiel von $ 6,62 Mio. niederschlägt. Damit sind schon $ 20,70 Mio. auf dem Konto und ein bis zwei Wochen wird der Film sicherlich noch in den Charts verbleiben.

Kein wirklicher Knaller ist MGMs Fame (2009), der mit $ 10,01 Mio. den dritten Platz belegen konnte, damit aber auch keine wirkliche Hilfe für das angeschlagene Studio ist. Zum Glück soll die ganze Chose mit $ 18 Mio. nicht wirklich teuer gewesen sein.

Teuer war dafür Surrogates mit Bruce Willis, der mit $ 14,90 Mio. auch enttäuschend gestartet ist und damit auch nie im Leben in die Nähe der Kosten von knapp $ 80 Mio. kommen wird. Aber damit ist er in prominenter Gesellschaft, denn ähnlich gelagerte Filme sind in jüngster Vergangenheit reihenweise gescheitert.

Wie eingangs schon erwähnt, ist Cloudy with a Chance of Meatballs wieder auf dem ersten Platz zu finden und das mit sehr guten $ 25,04 Mio., was einem Verlust von gerade einmal 17% entspricht. Damit sind nach zwei Wochen $ 60,47 Mio. auf dem Konto. Das läuft, wird man sich bei Sony sagen.

Die Konkurrenz an diesem Wochenende ist vielfältig aber wenig bissig. Michael Moors Capitalism: A Love Story bekommt einen landesweiten Release spendiert und läuft in 962 Kinos und könnte die Top 10 ein wenig aufmischen. Bei Warner gibt es mit The Invention of Lying eine Komödie mit Ricky Gervais, die 1707 Kopien an Bord haben wird. Fox Searchlight hat ebenfalls eine Komödie an Bord, nämlich Whip It mit Ellen Page. Hier sind es 1720 Lichtspielhäuser. Pixar schickt zwei altbekannte Filme als Doublefeature in 3-D in die Kinos: Toy Story/Toy Story 2. Sie laufen in 1745 Sälen. Eindeutiger Favorit dürfte aber Sonys Horrorkomödie Zombieland sein, der in 3036 Kinos zu sehen sein wird.

Demolition Man


Wenn man von sog. guilty pleasures spricht, kommt man bei mir sicherlich nicht an Demolition Man vorbei, einem Film, den ich im Grunde jedes Mal gucke, wenn er im TV läuft und mich dabei immer wieder aufs Neue unterhält. Das liegt jetzt weder an einer äußerst intelligenten Story, noch an oscarreifen Schauspieldarbietungen, sondern an dem funktionierenden Mix aus Fund, Action und einer Prise Sci/Fi inkl. Gesellschaftsutopie. Während im 20. Jahrhundert noch die Gewalt herrschte, ganze Straßenzüge Los Angeles ein Schlachtfeld waren und der Gangster Simon Phoenix (Wesley Snipes) die Stadt in Angst und Schrecken versetzte und nur vom nicht minder gefährlichen Cop John Spartan (Sylvester Stallone) gestellt wurde, hat sich die Welt im 21. Jahrhundert verändert und Los Angeles ist eine friedlebende Gesellschaft geworden, wo Vandalismus das einzige Verbrechen wird. In diese Zeit verschlägt es nun Simon Phoenix, der nach seiner Festnahme eingefroren wurde und bei einer Bewährungsanhörung fliehen konnte und seinen Feldzeug der Gewalt fortsetzt. Spartan, der aufgrund der Missachtung sämtlicher Vorschriften und dem angeblich billig in Kauf genommenen Tod von Unschuldigen ebenfalls ins Tiefgefriergefängnis gesteckt wurde, muss jetzt aufgetaut werden, um u.a. an der Seite von Lenina Huxley (Sandra Bullock) Phoenix das Handwerk zu legen, da die Polizei des 21. Jahrhundert mit der Lage vollkommen überfordert ist. Dass hinter der ganzen Geschichte noch viel mehr steckt, kommt dann natürlich im Laufe der Zeit ans Tageslicht. Hier haben wir ihn, den kruden Mix aus Sci/Fi, Action und Comedy und irgendwie funktioniert das Kuddelmuddel, denn besonders das Duo Stallone Bullock harmoniert prächtig, während Snipes den durchgeknallten Sträfling spielen darf, der so richtig die Sau rauslässt. Die Gags resultieren natürlich einmal aus genrebedingten Onelinern, die hier aber im Kontext durchaus selbstironisch gesehen werden dürfen und natürlich aus dem Kulturschock, der aus dem Auftauen im 21. Jahrhundert resultiert. Und da hat man sich schon ein paar ganz interessante Details einfallen lassen, die dieses Utopia gar schrecklich wirken lassen. Natürlich kommt auch die Action nicht zu knapp, wenngleich hier ein humaner Härtegrad angeschlagen wird, der auch besser zum Grundtenor passt, als eine wilde Gewaltorgie mit blutigen Shootouts. Ja, ich mag den Film und er bekommt auch dick 07/10.