Montag, Juni 29, 2009

Point Blank


Wir bewegen uns etwas weiter auf der Zeitleiste voran und setzen nun mit einem interessanten aber durchaus auch ungewöhnlichen Film fort. Die Rede ist von John Boormans 1967er Point Blank mit Lee Marvin in der Hauptrolle. Das prägende an diesem Film ist sicherlich nicht die Story, wenngleich diese auch mit einem Paukenschlag beginnt, sondern viel eher die Art der Inszenierung, die auch aus heutiger Sicht noch durchaus ungewohnt, man könnte sogar sagen, merkwürdig zu sein scheint. Die Geschichte dreht sich dabei um Walker (Lee Marvin), einem Gangster, so zumindest der Eindruck den wir erhalten, wenn viel mehr als seinen Nachnamen werden wir eh nicht über ihn erfahren, der zusammen mit einem alten Bekannten, Reese (John Vernon) und seiner Frau Lynne ein krummes Ding dreht, das aber am Ende ordentlich schiefläuft. Walker wird von Reese erschossen und dieser haut zusammen mit Walkers Frau ab. Wenige Filmminuten später stellt sich aber heraus, dass Walker nicht tödlich verwundet wurde und nun sinnt dieser auf Rache, unter anderem auch, weil Reese ihn um seinen Teil der Beute, $ 93,000, gebracht hat. Unterstützt wird Walker von einem mysteriösen Unbekannten, der gleich die ganze Organisation, zu der Reese mittlerweile gehört, ausgeliefert bekommen will.

Ja, die Story ist zu Beginn kryptisch und liest sich nicht nur so. Was wirklich geschehen ist, offenbart sich dem Zuschauer erst Stück für Stück und auch das letzte Puzzlestück wird erst ganz am Ende offenbart aber darauf habe ich gar nicht angespielt, als ich davon gesprochen habe, dass der Film bisweilen ungewöhnlich ist. Letzteres liegt daran, und das merkt man schon in den ersten Minuten, denn Flashbacks und auch Parallelmontagen gehören zu Boormans bevorzugten Stilmittel. Immer wieder springt er in den Zeiten umher und für den Zuschauer ist es teilweise schwer, sich zurechtzufinden. Zumal manchmal auch Realität und Fantasie zu verwischen scheinen und man somit in die Gedanken- und Gefühlswelt Walkers eintaucht. Dazu kommt des Weiteren, dass Walker kein gesprächiger Mensch ist und in dem Film zum Teil extrem viel Stille herrscht, die Protagonisten einfach nur anwesend sind, nichts sagen und sich im Grunde auch nicht bewegen und trotzdem versteht man die Dinge, die gerade vor einem passieren. Man fühlt sich bisweilen an Westernhelden erinnert und Walker stammt auch aus einer Zeit, wo man noch die Colts hat sprechen lassen. Gleichzeitig ist aber auch der Einfluß des Film Noirs nicht zu übersehen, schwebt doch über dem ganzen Film dieser Mantel des Nihilismus und die Story und Figuren hätten genauso gut aus einem Film der 40er/50er Jahre stammen können. Dazu kommt auch der Score von Johnny Mandel der diese Stimmung noch weiter trägt.

Dass der Film aber aus den 60ern stammt, sieht man dann eben doch daran, wie hier mit der Inszenierung gespielt wird und die Szene, die mir von der Machart am besten gefallen hat, ist sicherliche jene schon kurz nach Beginn, als Walker durch die Unterführung läuft und man daraufhin nur seine Schritte hört und eine tolle Montage beginnt, in der gezeigt wird, wie sich Walker auf den Weg zu seiner Frau macht und man diese dabei in Parallelmontage hört und je näher Walker seinem Ziel kommt, desto lauter werden die Schritte und dies kulminiert in einer doch brachialen Sequenz, die mir echt in Erinnerung bleiben wird. Gleichzeitig unterstreicht diese aber auch den Charackter Walkers, der hier wirklich ausgezeichnet von Lee Marvin verkörpert wird, dessen ganze Art einfach in die Rolle passt und dieser die Glaubwürdigkeit verpasst, die es braucht, damit das Gezeigte nicht unfreiwillig komisch erscheint. Toller, intensiver Mix aus Action, Thriller und Drama. Würde mich aktuell zu 09/10 hinreißen lassen.

Auch dieser Post entstammt meinem Thread im Schnittberichte-Forum, wo ich wöchentlich einen "Klassiker" meiner Wahl vorstelle: Hier klicken!

Samstag, Juni 27, 2009

US Boxoffice (19.06. - 21.06.)


Auch die Damen der Zunft gehen im Sommer gerne ins Kino, besonders wenn es Filme gibt, die speziell auf sie zugeschnitten sind. So einer hat dann auch das letzte Wochenende dominiert aber wenn wir ehrlich sind, ist das doch alles nur ein müdes Vorgeplänkel für das jetzt kommende Wochenende, wenn die großen Roboter losgelassen werden und die ersten Anzeichen von unter der Woche lassen Großes erahnen. Doch dazu an geeigneter Stelle mehr. Insgesamt hat sich das Business auch ein wieder erholen können, nachdem die Zahlen der letzten Wochenenden im Vergleich zu denen aus dem Vorjahr nicht ganz so gut aussahen.

Time to say goodbye für Terminator Salvation, der es nur noch auf den letzten Platz geschafft hat und uns damit endgültig verlassen wird. Neuerliche $ 3,28 Mio. für die nicht wirklich zufriedenstellende Produktion und damit kommt man gerade einmal auf $ 119,73 Mio. in den Staaten.

Eine noch schlimmere Quote hat Murphys Imagine That, der den kompletten Bauchklatscher hingelegt hat und sich mit $ 3,29 Mio. begnügen muss und damit auf lächerliche $ 11,54 Mio. kommt. Fragt sich, wann Eddie Murphys Filme nur noch direct-to-video sein werden.

Weiter mit dem nächsten Flop: Land of the Lost spielt $ 4,36 Mio. ein und die Mission Schadensbegrenzung läuft noch immer in vollem Gange, wenngleich auch die internationalen Aussichten nicht so rosig sein dürften. Zwischenzeitlich können $ 44,06 Mio. verbucht werden, was angesichts von Kosten in Höhe von ca. $ 100 Mio. eher suboptimal ist.

Auch der Dauerbrenner des bisherigen Jahres, Star Trek, muss langsam auf Normalflug umstellen und so gibt es nur noch $ 5,51 Mio. für das Franchisereboot. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass man mit Warp 10 auf $ 240,26 Mio. geflogen ist aber der Thron wackelt, ganz stark sogar.

Inzwischen auch schon seit fünf Wochen dabei, will auch Night at the Museum: Battle of the Smithsonian nicht so recht an Boden verlieren und klammert sich an $ 7,81 Mio. Damit kommt man immerhin schon auf $ 156,46 Mio. und wird am Ende auch dank der internationalen Zahlen in die Gewinnzone schippern und den Sommerausflug als Erfolg verbuchen.

Noch ist der Zug nicht abgefahren aber The Taking of Pelham 1 2 3 muss aufpassen, dass man den Anschluß nicht verpasst, denn der Film verliert um 49% und kommt so nur noch auf $ 12,03 Mio. Noch reicht es für ein Ticket in den Top 5 aber da man nur $ 44,07 Mio. vorweisen kann bis dato, wird es bei der Endabrechnung eher düster aussehen.

Auch kein wirklicher Hit ist Year One bis jetzt, der mit $ 19,61 Mio. am ersten Wochenende irgendwo im Genredurchschnitt versinkt und damit kaum Chancen hat, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Auch die Kritiken sind mit dem Film nicht gerade gnädig gewesen. Vielleicht läuft's ja auf dem DVD-Markt später besser.

Pixars Up hingegen zeigt Durchhaltevermögen und hat weiterhin Drops im Bereich um 20%. Das führt dazu, dass man erneut $ 23,49 Mio. einsammeln kann und sich damit weiterhin anschickt, ein formidables Ergebnis einzufahren. Die studiointernen Top 3 sind mehr als nur machbar. Ach ja, aktuell sind $ 226, 27 Mio. in den Kassen.

Ebenfalls ein Kandidat für die $ 200+ Mio.-Gruppen in diesem Jahr ist Warners The Hangover, der seinen phänomenalen Siegeszug fortsetzt. Deshalb gesellen sich auch $ 26,75 Mio. zu den schon bisher eingespielten Talern und der Geldspeicher hat einen Pegelstand von $ 152,82 Mio. Noch einmal. Wer bitte, hätte das vorher gedacht?

Platz 1 geht an Sandra Bullock und Ryan Reynolds für The Proposal. Mit $ 33,63 Mio. hat Frau Bullock den bisher besten Start ihrer Karriere hingelegt und auch sonst stehen alle Zeichen auf Grün, denn die Disneyproduktion hat auch die kommenden Tage eher wenig Konkurrenz und könnte deshalb die $ 100 Mio.-Marke knacken.

Auch wenn man an diesem Wochenende nur von einem Film spricht, muss man der Fairness halber auch noch den anderen Neustarter erwähnen, der am Freitag an den Start ging. Die Rede ist von My Sister's Keeper, dem neuen Film von Cameron Diaz aber ob man mit dem schwierigen Thema wirklich ein Publikum findet im Sommer steht auf einer anderen Seite geschrieben. 2606 Kopien sind hier im Gepäck. Dass kaum jemand über den Film reden wird, ist aber schon jetzt klar, startet doch Michael Bays Transformers: Revenge of the Fallen, bzw. ist schon angelaufen und das mit gut $ 60 Mio. am Mittwoch und $ 28 Mio. am Donnerstag und alle Welt wartet jetzt auf das 5-Tages-Ergebnis, welches Sonntag bereitgestellt wird. Dass der Film, im Gegensatz zum ersten Teil, eher abgewatscht wird von der Kritik, stört dabei nicht. Die 4234 Kinos, in denen er gezeigt wird, sprechen auch eine eindeutige Sprache.

Freitag, Juni 26, 2009

Amelia - Erster Trailer

Hier nun der erste Trailer für Fox Searchlights diesjährigen Oscaranwärter Nr. 1 Amelia mit Hilary Swank und Richard Gere und weiteren bekannten Gesichtern. Sieht sicherlich ganz ordentlich aus aber auch nicht wirklich aufregend oder übermäßig ansprechend:

Donnerstag, Juni 25, 2009

The Box - Trailer


Nachdem Richard Kelly mit Donnie Darko auf sich aufmerksam gemacht hat und quasi von 0 auf 100 schoss, sind die Erwartungen an seinen zweiten post-Darkofilm natürlich hoch, zumal Southland Tales zumindest fragwürdig war. Nun also The Box mit Cameron Diaz:

Mittwoch, Juni 24, 2009

Die Academy erweitert die Best Picture Nominees auf 10

Oscar is opening up his playing field in a big way next year.

The Motion Picture Academy announced Wednesday that for the first time in more than 65 years, the field of best picture nominees will be expanded to 10 contenders for the 82nd Annual Academy Awards.

“Having 10 best picture nominees is going allow Academy voters to recognize and include some of the fantastic movies that often show up in the other Oscar categories but have been squeezed out of the race for the top prize,” said Acad prexy Sid Ganis in announcing the shift. “I can’t wait to see what that list of 10 looks like when the nominees are announced in February.”

The last time the Oscar race featured 10 best pic contenders was the 16th annual contest in 1943, when "Casablanca" emerged with the top prize. There were 10 best pic noms for most of the Academy Awards' first decade. In 1935 there was a bumper crop of 12 nominees.

Acad's decision will undoubtedly add heat to next year's Oscar campaigning, especially in a year when no obvious front-runners have emerged in the first half. The move also comes on the heels of biz complaints that the Acad's rule of limiting the pic nominees to the top five vote-getters elbows out some of the more popular titles, such as last year's B.O. champ "The Dark Knight."

Oscar noms will be announced Feb. 2 with the awards handed out March 7 at the Kodak Theater in Hollywood.

Quelle: Variety

Auch wenn es eigentlich viel zu früh ist, um schon jetzt über die nächste Oscarverleihung zu sprechen, muss es an dieser Stelle einfach geschehen, denn die AMPAS hat heute bekanntgegeben, zukünftig wieder 10 Best Picture Nominierungen zuzulassen. Die Frage ist nun, was steckt dahinter? Ein Versuch, die letztjährige The Dark Knight Schmach zukünftig zu vermeiden oder schlicht ein simples Zugeständnis an die Industrie, damit die ihre Multimillionendollarproduktionen pushen können? Es wird sich zeigen, ob sich die Kategorie damit abwertet, wenn nun plötzlich auch 08/15-Hollywoodgedöns der Marke Blockbuster vermehrt darin auftaucht. Richtig nachvollziehbar ist die Entscheidung auf keinen Fall.

Finchers Facebook Film?


Columbia Pictures is in advanced talks with David Fincher to direct "The Social Network," the Aaron Sorkin-scripted film for Columbia Pictures about the formation of Facebook.

The film will focus on the evolution of Facebook from its 2004 creation on the Harvard campus by sophomore Mark Zuckerberg to a juggernaut with more than 200 million members.

Scott Rudin and Michael De Luca are producing with Trigger Street's Kevin Spacey and Dana Brunetti.

The aim is to begin production later this year.

Fincher last directed "The Curious Case of Benjamin Button."

Quelle: Variety

Auch hier ist es irgendwie ein wenig schwer vorstellbar, wie der finale Film aussehen wird, wenngleich die Geschichte der Macher sicherlich interessant dein dürfte. Aber wie ob das auch einen spannenden Plot abgibt?

Dienstag, Juni 23, 2009

Mehr DVD-News von Warner

Im Oktober scheint man bei Warner wieder aktiv zu werden, denn erneut hat man eine für manche Leser eventuell interessante Box angekündigt. Es handelt sich um die TCM Spotlight: Esther Williams Volume 2 - Collection, die ab dem 06. Oktober in den US-Läden zu finden ist. Auch wenn ich nicht wirklich viel mit den Filmen von ihr anfangen kann und ich mir eher eine weitere Film Noir-Box, Signature Collections oder Forbidden Hollywood-Gedöns wünschen würde, ist es immerhin ein gutes Zeichen, dass man das Retail-Geschäft dann doch noch verfolgt und nicht alles als Warner Archive-Disc versauern lässt. Toll ausgestattet ist das Set dann übrigens auch:

Million Dollar Mermaid (1952):

Special Features:
· AUDIO ONLY: Lux Radio Theater presentation of Million Dollar Mermaid starring Esther Williams and Walter Pidgeon
· Classic M-G-M Tom & Jerry cartoon “The Little Wise-Quacker” (1952)
· Classic M-G-M short subject “Reducing” (1952)
· Original theatrical trailer

Thrill of a Romance (1945)

Special Features:
· Outtake Musical Numbers:
“Gypsy Mattinata” (Lauritz Melchior)
“I Should Care“ (Tommy Dorsey and his Orchestra)
“Please Don’t Say No” (The King Sisters)
· Classic M-G-M short subject “The Great American Mug” (1945)
· Classic M-G-M Tex Avery cartoon “Wild and Woolfy” (1945)
· Original theatrical trailer

Easy to Love (1953):

Special Features:
· Classic M-G-M Short “Romantic Riviera”(1953)
· Classic M-G-M Barney Bear cartoon “Cobs and Robbers” (1953)
· Original theatrical trailer

This Time For Keeps (1947):

Special Features:
· Outtake musical number: “Little Big Shot” (Jimmy Durante)
· Classic M-G-M short subject “Now You See It” (1947)
· Classic M-G-M Tom & Jerry cartoon “Dr. Jekyll and Mr. Mouse” (1947)
· Original theatrical trailer

Fiesta (1947):

Special Features:
· Classic M-G-M short Goodbye, Miss Turlock (1947)
· Classic M-G-M Tex Avery cartoon Hound Hunters (1947)
· Original theatrical trailer

Pagan Love Song (1950):

Special Features:
· Seven deleted musical outtakes including
o Why Is Love So Crazy
o Sea of the Moon
o Tahiti Version One
o Tahiti Version Two
o Music on the Water Version One
o Music on the Water Version Two
o The House of the Singing Bamboo
· Classic M-G-M cartoon “The Chump Champ” (1950)
· Classic M-G-M short subject “Curious Contests” (1950)
· Original theatrical trailer

Montag, Juni 22, 2009

Toller Pacific-Trailer/Teaser

Hier ein toller Teaser/Trailer zu HBOs The Pacific, der "Nachfolgeserie" zu Band of Brothers. Looks fantastic!

Samstag, Juni 20, 2009

Der Leichendieb


Hierbei handelt es sich um eine RKO-Produktion aus dem Jahre 45 und die Tatsache, dass der Film von RKO produziert wurde, macht die Sache für einen Fan in unserer Zeit ein wenig komplizierter, da das einstige Studio Ende der 50er Jahre unterging und die Rechtesituation außerhalb der Staaten etwas diffus zu sein scheint - in Deutschland scheint Kinowelt ein Großteil der Rechte zu besitzen. In den USA ist die Sache dagegen simpler, denn hier sind alle Filmrechte im Besitz von Warner Bros. Doch kommen wir einmal zum Film zurück und hier haben wir es durchaus mit einer interessanten Konstellation zu tun, spielen doch die beiden Horrorikonen ihrer Generation mit. Während Boris Karloff hier der Star der Produktion ist und auch groß das Kinoplakat ziert, ist Bela Lugosi nur in einer kleineren Nebenrolle zu sehen und auch nicht so einfach zu erkennen. Die Geschichte von The Body Snatcher basiert auf einer Short Story des schottischen Autors Robert Louis Stevenson, die, glaubt man einmal der Inhaltsangabe von Wikipedia, nahezu detailgetreu adaptiert wurde. Produziert wurde das Ganze dann auch noch von Horroraltmeister Val Lewton, der bei RKO für eine ganze Reihe von Genreklassikern mitverantwortlich war.

So spielt der Film, der zwar als Horrorfilm gelabelt ist aber viel eher in die Kategorie des Suspensethrillers passen würde, im Edinburgh des Jahres 1831 und wir werden schnell in die eigentliche Geschichte eingeführt. Grabräuber, die Nachts die Toten wieder ausbuddeln, treiben ihr Unwesen und verkaufen die Leichen an die Ärzte Schottlands, damit diese an ihnen forschen können. Einer von ihnen ist Dr. MacFarlane, ein höchst renomierter Arzt, der sich von Cabman John Gray (Boris Karloff), einem unscheinbaren aber doch unheimlichen Kutschfahrer mit Lehrobjekten beliefern lässt. Zwischen den beiden Personen scheint ein starker Bann zu herrschen, der weit in die Vergangenheit zurückreicht und das spürt auch Fettes, einer von MacFarlanes Schülern und sein neuer Assistent, sehr bald, der den ganzen Leichendiebstahl zwar nicht gutheißt aber doch akzeptiert, besonders ab jenem Moment, als es darum geht, ein kleines Mädchen zu heilen, welches nach einem Unfall gelähmt ist. Die Geschichte spitzt sich jedoch zu, als die örtlichen Friedhöfe stärker bewacht werden, doch MacFarlane und Fettes brauchen weitere Lehrobjekte, um sich u.a. auf die anstehende Operation des Mädchen vorzubereiten. Cabman Gray ist auch dazu bereit, doch alle Beteiligten zahlen einen großen Preis und ein glücklicher Ausgang der Geschichte scheint nunmehr unmöglich zu sein.

Wie schon weiter oben kurz angeführt, lebt der Film nicht wirklich von den offensichtlichen Horrorelementen, sondern viel mehr von seinen Charackteren und dem Horror ihrer Persönlichkeiten. Besonders Boris Karloff sticht hier eindrucksvoll hervor, denn dass er viel mehr sein kann als nur das Frankensteinmonster, beweist er hier mit jedem seiner Auftritte. Mit einer Süffisanz in der Stimme präsentiert er uns hier den Cabman Gray, wie es ihm Spaß macht, aus seiner vermeintlich niederen Position das Heft in der Hand zu halten. Dazu kommt auch noch die etwas verworrene Vergangenheit von Gray und MacFarlane, die dazu beiträgt, dass man sich als Zuschauer nie ganz sicher sein kann und so präsentiert sich der Film auch mehr als Charackterstudie zweier Menschen, wo es um Ideale, Ängste und Dominanz geht. Nichtsdestotrotz muss auch das Äußere stimmig sein, um beim Zuschauer ein Unbehagen vorzubringen und das schafft Regisseur Robert Wise. Wahrlich insperiert vom deutschen Expressionismus, setzt er gerne Schattenspiele ein und lässt so das Edinburgh der 1830er Jahre noch trostloser und einsamer erscheinen als es wahrscheinlich je war. Darüber hinaus ist auch der Einsatz der Musik und Soundeffekte ein probates Mittel, um Suspense zu erzeugen und ja, das leise Trappeln der Pferdehufe in der Nacht lässt uns schon erahnen, wer gleich vor der Tür stehen wird und gibt es einen schöneren Mord als jenen, der im Dunkel der Nacht passiert und man nichts sehen kann und der Zuschauer trotzdem genau weiß was passiert, weil hier der Ton die Tat erzählt? Meiner Meinung nicht, zumindest nicht in dem Kontext und auch das Ende kann sich sehen lassen. Es ist zwar simpel aber wirkungsvoll und lässt den Film konsequent enden.
Kurz und knapp in Zahlen ausgedrückt: 8,5/10

Freitag, Juni 19, 2009

US Boxoffice (12.06. - 14.06.)


Es hat nun also endlich geklappt und wir haben seit dem Frühjahr wieder einen Film, der es geschafft hat, an zwei aufeinanderfolgenden Wochenende auf dem ersten Platz zu sein und gleichzeitig unterstreicht der Film damit sein (Überraschungs)Hitpotential. Dieses Wochenende ist es dann auch noch einmal vergleichsweise ruhig, denn auch die nächsten Neustarter sind keine gesetzten Topkandidaten. Erst danach wird es in den Kinos wieder hoch hergehen. Aktuell befindet man sich auch in einer kleinen Talsohle was die Einspielergebnisse angeht aber wie gesagt, der Sommer ist ja noch lange nicht vorbei.

Vorbei ist dafür das Engagement von Drag Me to Hell in den Top 10, denn beim dritten Auftauchen in den Charts gab es nur noch $ 3,93 Mio. zu verbuchen, was zu einem Gesamteinspiel von $ 35,21 Mio. führt. Der Film dürfte auf dem Heimkinomarkt eine wesentlich bessere Performance hinlegen.

Auch weitere ehemalige Wochenendsieger befinden sich auf dem Weg nach unten und so begrüßen wir Angels & Demons auf dem neunten Platz. So fließen $ 4,11 Mio. auf das Konto, welches mit $ 123,21 Mio. angefüllt ist. Dem gegenüber stehen aber noch weitere $ 316 Mio. aus dem weltweiten Einspiel, denn dort ist der Film aktuell unangefochtener Spitzenreiter. Insgesamt sind es also $ 441 Mio.

Auch Terminator Salvation läuft Gefahr, schon nächste Woche aus den Charts zu purzeln. Wirklich rund lief die Ganze Kinogeschichte in den USA in diesem Jahr nicht und so sind dank der $ 4,79 Mio. vom Wochenende $ 113,92 Mio. eingespielt. Zum Glück läuft's auch hier international besser, kommen so noch einmal $ 164 Mio. dazu.

Ein etwas anderes Bild dagegen bei Star Trek, der vor allem in den USA für Furore gesorgt hat, während er international nicht wirklich auftrumpfen konnte. Neuerliche $ 5,45 Mio. gab's für ihn und das zwischenzeitliche Einspiel ist bei $ 231,88 Mio. Somit ist man noch immer USA-Spitzenreiter. Weltweit kam man jedoch nur knapp auf $ 118 Mio. So unterschiedlich sind manchmal die Geschmäcker.

Mal wieder auf die Nase gefallen ist Eddie Murphy und man darf sich fragen, wer diese Filme überhaupt finanziert. Blamable $ 5,50 Mio. für seine Familienkomödie Imagine That und wir können weiter live zusehen, wie eine ehemalige Ikone der 80er und 90er stetig an Wert verliert.

Für unseren ersten richtig großen Flop der Saison verlief es am zweiten Wochenende auch nicht wirklich gut, man verlor gut 54% und muss sich mit $ 8,99 Mio. zufriedengeben. Das bedeutet für Land of the Lost, dass nunmehr $ 34,82 Mio. umgesetzt wurden. Die Gewinnzone ist noch meilenweit entfernt.

Nachdem der Film zu Beginn recht stark abgebaut hat, hält sich Night at the Museum: Battle of the Smithsonian nun doch verbissen im vorderen Mittelfeld auf und sammelt so $ 9,62 Mio. ein. Das reicht zwar weiterhin noch lange nicht, um an den Vorgänger heranzukommen aber immerhin sind $ 143,46 Mio. auf dem Konto. Weltweit ist der Film ja auch schon am Laufen und so gesellen sich noch $ 175,90 Mio. dazu.

Auch der zweite Neustarter konnte nicht wirklich überzeugen, was aber auch nicht verwunderlich ist. Tony Scotts The Taking of Pelham 1 2 3 kann $ 23,37 Mio. vorweisen und liegt damit irgendwo im Nirgendwo. Dadurch, dass der Film fast $ 100 Mio. gekostet haben soll, muss er sich noch ordentlich ranhalten und auf halbwegs gute Zahlen weltweit hoffen, bzw. später auf die DVD-Auswertung.

Auf den ersten beiden Plätzen blieb alles beim Alten. Erneut sichert sich Up relativ ungefährdet den zweiten Platz und liefert weiterhin eine beeindruckende Performance ab. Knapp 30% Einbruch bedeuten $ 30,76 Mio. Einspiel und damit hat sich der Film nach drei Wochen schon auf $ 187,43 Mio. katapultiert und dürfte im Pixar internen Rennen eventuell auch unter die Top 5 kommen. Die $ 200 Mio.-Marke fällt sowieso schon unter der Woche.

Belebt durch gute Kritikerstimmen und begeisterte Zuschauer kann sich The Hangover auf dem ersten Platz halten, sammelt erstaunliche $ 32,79 Mio. ein und kommt damit schon auf $ 104,77 Mio. Damit haben wir es nun endgültig mit dem ersten Überraschungshit des Sommers zu tun, der auch noch ordentlich Platz nach oben hat. Ein zweiter Wedding Crashers?

Wie schon eingangs erwähnt, ist die Konkurrenz an diesem Wochenende von vergleichsweise harmloser Natur. Harold Ramis' Vorzeitkomödie Year One rollt an den Start aber die ersten Stimmen klingen wenig überzeugend. 3022 Kopien hat der Film im Gepäck. Für die Damen des Landes hat Disney/TouchStone The Proposal in petto. Eine harmlose RomCom mit Sandra Bullock und Ryan Reynolds. Zu sehen in 3056 US-Kinos.

Cold Souls - Trailer



Paul Giamattis Seele wurde geklaut und nach Russland verkauft. Das glaubt ihr nicht? Seht selbst:

After the Sunset


Manchmal, wenn man einfach nur unterhalten werden möchte, schraubt man seine Ansprüche automatisch ein wenig zurück und achtet dabei auf ganz andere Dinge. Man erstellt quasi eine eigene Checkliste für den leichten Popcornfilmgenuss. Die könnte dann ungefähr so aussehen: Exotische Sets - Bahamas, checked; attraktive Darsteller(innen) - Salma Hayek meist nur im Bikinioberteil + Naomie Harris, checked; eine lockere Geschichte mit netten Gags - eine Heistkomödie; checked. Wie wir gerade gesehen haben, erfüllt After the Sunset all jene Eckdaten und der Film ist fürwahr nicht übel, sofern man nichts Atemberaubendes erwartet. Erzählt wird hier die Geschichte des Berühmten Räuberpärchens Max (Pierce Brosnan) und Lola (Salma Hayek), die es speziell auf wertvolle Diamanten abgesehen haben. Ihr größter Widersacher ist FBI-Agent Stan Lloyd (Woody Harrelson), der jedoch jedes Mal ausgetrickst wird. Nach ihrem letzten großen Coup zieht es unser sympathisches Gaunerpärchen in den Vorruhestand auf die Bahamas, doch plötzlich taucht Stan im Paradies auf und beschuldigt Max, dass dieser ein erneutes Ding plane. Und in der Tat liegt gerade ein Kreuzfahrtschiff vor Anker, welches eine wertvolle Diamantenausstellung beherbergt. Was nun auf den Bahamas folgt, ist ein Katz- und Mausspiel und auch die örtliche Polizei, in Form der attraktiven Sophie (Naomie Harris), wie auch die lokale Untergrundgröße Henri Mooré (Don Cheadle), werden zu neuen Mitspielern und am Ende kommt es sowieso wieder ganz anders als geplant. Verantwortlich für diesen harmlosen Spaß ist Brett Ratner, der ja in Hollywood auch einen eher zweifelhaften Ruf besitzt aber hier eigentlich soweit alles richtig gemacht hat. Wie eingangs schon erwähnt, darf man hier natürlich keine Neuerfindung des Rads erwarten und natürlich bietet das Subgenre der Heistfilme auch wesentlich bessere Vertreter aber nichtsdestotrotz funktioniert der Film als unterhaltsamer Wegbegleiter an tristen Tagen, denn diese lockere Mischung, die ich oben kurz angeführt habe, geht hier einfach auf. Die Story ist gerade richtig ironisch genug, um sich über eventuelle Ungereimtheiten keinen Kopf machen zu müssen, die Schauspieler sind gut aufgelegt und es macht Spaß, dem Treiben auf der Insel zuzuschauen, denn der Witz und die Leichtigkeit stehen hier eindeutig im Vordergrund. Besonders Woody Harrelson liefert hier eine nette Performance ab, während man das ganze Gedöns rund um Don Cheadles Charackter auch hätte weglassen können. Dazu hat man sich am Ende auch noch einen kleinen Gag einfallen lassen, der die Geschichte mit einem Schmunzeln rund abschließt. Harmlose Unterhaltung muss manchmal eben auch sein und so gibt es für After the Sunset: 5,5/10.

Donnerstag, Juni 18, 2009

Mission Impossible IV: 2011 soll er kommen


"Mission: Impossible IV," which once seemed truly impossible, is taking shape at Paramount.

Tom Cruise and J.J. Abrams have agreed to co-produce the sequel, which is aimed at a 2011 release.

The return of Cruise to Par itself is surprising in view of the circumstances surrounding his departure in August 2006. Apparently irked by the heft of Cruise’s deal, among other issues, Viacom chief Sumner Redstone abruptly terminated the 14-year relationship between the star and the studio. Cruise’s then-CAA agent, Rick Nicita, termed Redstone’s decision “shockingly offensive and graceless.”

The rift led to Cruise becoming the chief of United Artists and taking a more active role in production decisions. Redstone, meanwhile, has sought to heal the relationship. At a recent appearance, he described the star as “a great actor and a good friend.”

The “Mission” installment would augment Paramount’s formidable array of sequels, which will include “Star Trek 2” and a third “Transformers.”

Work on “Mission: Impossible IV” would inevitably be delayed by the busy schedules of the participants.

Abrams will be responsible for guiding the “Star Trek” sequel, while Cruise recently committed to an untitled pic (formerly called “Wichita”) for 20th Century Fox that will be directed by James Mangold and co-star Cameron Diaz.

Cruise and Denzel Washington are also awaiting a rewrite on the David Cronenberg-directed “The Matarese Circle,” the MGM thriller based on the Robert Ludlum novel.

Quelle: Variety

Schön, dass die Mission Impossible-Reihe dann wohl fortgesetzt wird, denn die bisherigen Filme, sieht man einmal vom doofen zweiten Teil ab, sind doch feine Unterhaltung. Mal sehen, wer sich auf den Regiestuhl schwingen wird.

Mittwoch, Juni 17, 2009

Sean Penn nimmt kreative Pause

Sean Penn's busy shooting schedule has suddenly gone dark.

In an announcement that has caught two studios by surprise, Penn has pulled out of two films, citing personal reasons.

Penn has informed Universal and Imagine that he will be unable to star in the Asger Leth-directed drama "Cartel," which was to be his next movie. His role will be recast. Studio is putting together a list of actors now and hopes to stick with an early fall start date.

Scripted by Peter Craig, the movie follows a man who journeys to protect his son after his wife is murdered by Mexican cartels.

Penn will also be unable to make the start date of MGM comedy "The Three Stooges." He was to star as Larry in the pic, directed by Peter and Bobby Farrelly. "Stooges" also stars Jim Carrey as Curly and Benicio Del Toro as Moe. It's unclear if the studio will recast or wait for Penn to return to work.

Penn has completed two films for River Road, both earmarked for release next year. "Fair Game," the Doug Liman-directed drama about outed CIA agent Valerie Plame, co-stars Naomi Watts. The Terrence Malick-directed "The Tree of Life" also stars Brad Pitt.

During the Cannes Film Festival, Penn was revealed to be in talks to star in "This Must Be the Place," which will mark the English-language feature debut of Italian filmmaker Paolo Sorrentino, with a script co-written by Sorrentino and Umberto Contarello (Daily Variety, May 17). Pic was to be produced by Nicola Giuliano of Indigo Film and Andrea Occhipinti of Lucky Red. Financing and scheduling were not yet complete on that film, but Penn still intends to make the film at some point.

Penn is taking an undetermined sabbatical -- possibly as much as a year -- to focus on his family.

Quelle: Variety

Mal gucken, wie das mit den Projekten - Cartel und The Three Stooges weitergeht, für die er eigentlich schon gecastet war. Ansonsten wünsche ich ihm, dass das mit der Pause auch den erhofften Erfolg mit sich führt.

Dienstag, Juni 16, 2009

Natalie Portman in Aronofskys "Black Swan" gecastet


Darren Aronofsky's "Black Swan" could soon be taking flight.

After being set up in early 2007 at Universal, the project -- a supernatural thriller set in the world of New York City ballet -- has been reconstituted after being put into turnaround by the studio. It has been making the rounds to studios and specialty divisions, several of which are keenly interested.

Among the elements giving it a boost: Natalie Portman is attached to play the lead.

Several other changes have occurred since the Aronofsky-helmed project was first developed by Universal.

Mark Heyman, a development exec at Aronofsky's Protozoa Pictures, has done a rewrite of John McLaughlin's original script for the pic, which Mike Medavoy's Phoenix Pictures and Protozoa are producing.

Aronofsky, meanwhile, has gone on to helm the critical and commercial favorite "The Wrestler," putting him in high demand.

CAA packaged and is selling "Swan"; it also reps Portman and Aronofsky.

"Swan" centers on a veteran ballerina (Portman) who finds herself locked in a competitive situation with a rival dancer, with the stakes and twists increasing as the dancers approach a big performance. But it's unclear whether the rival is a supernatural apparition or if the protagonist is simply having delusions.

Those who've read the script say it's a spine-tingler with elements of "The Others," the Nicole Kidman breakout in which viewers are left to discern what's real and what's imagined.

If a sale happens imminently, "Swan" could begin shooting as early as this year. Aronofsky has not committed to a movie that's ready to go, though he has been developing the "Robocop" reboot at MGM.

Quelle: The Hollywood Reporter

Lese jetzt zum ersten Mal von diesem Projekt und finde es auch gleich wesentlich interessanter als das Robocop-Remake. Dazu ist Natalie Portman eine tolle Frau und Schauspielerin. Jetzt mal sehen, ob ein Studio das Projekt kaufen wird. Ich hoffe doch, denn: Gute GruselThriller braucht das Land.

Film über OnlineCasinos?

Was es nicht alles gibt:

Paramount has put its chips down on an untitled pitch about the world of online casinos based in Costa Rica. Leonardo DiCaprio is attached to star and produce through his Appian Way shingle.

The untitled project hails from scribes Brian Koppelman and David Levien ("Rounders," "The Girlfriend Experience," "Ocean's Thirteen"). Appian Way's Jennifer Davisson Killoran will produce.

Koppelman and Levien are working with DiCaprio and Appian on the thriller "Beat the Reaper." It's based on the novel by Josh Bazell and is in development at New Regency.

DiCaprio will be onscreen next in the fall in Martin Scorsese-helmed "Shutter Island."

Quelle: Variety

Hmmm, klingt jedenfalls sehr speziell und dürfte wohl in die Richtung Spielerdrama gehen nur diesmal mit jemandem, der Online zockt? Na jedenfalls ist DiCaprio schwer beschäftigt in der Zukunft. Bin ja mal gespannt, was aus dieser Geschichte am Ende wird.

Montag, Juni 15, 2009

Neues von der DVD-Front

Aktuell ist es ja ziemlich ruhig rund um den Klassikermarkt in den USA. Während Warner größtenteils mit ihrer Archive-Collection ein eigenes Süppchen kocht, welches sehr fragwürdig ist, hält zur Zeit nur Sony die Fahne hoch.

Aber, das kann oder wollte Warner dann doch nicht auf sich sitzen lassen und hat (endlich) wieder neue Retail-Releases angekündigt, wenngleich das noch immer kein Vergleich zu früheren Jahren ist.

Wie dem auch sei, dürfen sich John Ford-Fans den September markieren - genauer gesagt den 15. September - , denn dann wird Wagon Master auf DVD veröffentlicht. Leider gibt es aktuell noch keine News bzgl. der Ausstattung aber immerhin ein Cover der DVD.



Gut getimt für Halloween geht es dann im Oktober mit einer Horror-Box weiter, die ab dem 06.10. erhältlich sein wird. Es handelt sich dabei um die Karloff & Lugosi Horror Classics, die mit folgenden vier Filmen daherkommen wird:

The Walking Dead (1936)
Special Feature:
--Commentary by historian Greg Mank

Frankenstein-1970 (1958)

Special Feature:
--Commentary by historians Charlotte Austin and Tom Weaver

You’ll Find Out (1940)



Zombies on Broadway (1945)

Sonntag, Juni 14, 2009

Das Ungeheuer


Irgendwann endet jede Schauspielkarriere einmal und meistens ist es auch so, dass die Rollen zum Ende nicht wirklich besser werden. Das ist heute so und das war auch schon früher so. Joan Crawford kann davon auch ein Lied singen, denn irgendwie hat sie sich in dieses außergewöhnliche Machwerk von Freddie Francis, Kennern der Materie ist er unter anderem durch seine Arbeiten für die Hammerstudios geläufig, verirrt. Hier lässt er jedoch den Trog auf das arme Publikum los und das weiß nicht, ob es lachen oder weinen soll. Die Story ist jedenfalls schnell erklärt. Drei Studenten erforschen im tiefsten Mittelengland eine Höhle und stoßen dabei auf eine Sensation: Eine Kreatur, halb Mensch, halb Affe. Dummerweise ist sie nicht sehr freundlich und bringt sogleich einen der jungen Männer um. Nichtsdestotrotz ist die Wissenschaft hellhörig geworden, scheint es sich hierbei um den Missing Link zwischen Mensch und Affe zu handeln und allen voran macht sich Dr. Brockton (Joan Crawford) auf, um das Geschöpf zu erforschen. Die Einwohner des Örtchens finden das gar nicht toll und torpedieren die Arbeit Brocktons um zu beweisen, dass der Trog ein blutrünstiges Monster ist. Prinzipiell hab ich ja nichts gegen Menschen, die meinen, mit einer getunten Gorillamaske in britischen Höhlen rumturnen zu müssen. Kriminell wird das Ganze erst, wenn sie auf die Menschheit losgelassen werden wie in diesem Filmlein. Dabei ist es gar nicht so schlimm, dass während des Films, der immerhin über 90 Minuten geht, nicht so viel passiert. Schlimm ist es erst, wenn etwas passiert, denn dann liegt der Zuschauer lachend neben der Couch. Das fängt ja schon bei dem Affenmann an, wird dann aber noch getoppt durch Dialoge, die aus der Feder eines Kindes stammen könnten, inklusive der stereotypen Charaktere, die einem schon nach wenigen Minuten auf den Geist gehen. Den Vogel schießt der hysterische Wissenschaftsgegner ab, der am Ende auch seinen großen Einsatz bekommt. Zwischendrin wird der Zuschauer mit pseudowissenschaftlichen Tests ruhiggestellt inkl. eines genialen Knet-Stopmotionflashbacks des Trogs mitsamt Dinosauriern und Lavaflüssen. Jawoll, so sieht ein billiger Film aus, dem es eigentlich an Allem mangelt. Quasi ein Fest für beinharte Trashfans. 02/10, denn irgendwie hat der Film etwas "Animalisches". :D

Samstag, Juni 13, 2009

US Boxoffice (05.06. - 07.06.)


Das war vielleicht ein Herzschlagfinale am letzten Wochenende. Meine Güte, da hatte die Welt für einen kurzen Augenblick echt gedacht, ein Film könnte es nach Wochen endlich mal wieder schaffen, die Spitzenposition in der zweiten Woche zu verteidigen, doch dann kam mit den Actuals, sprich den aktuellen Zahlen, doch wieder alles anders und dabei habe ich letzte Woche noch von Wackelkandidaten gesprochen. Ich schelm.

Knapp hat es noch für den zehnten Platz gereicht, doch Dance Flick ist noch einmal in dieser illusteren Runde dabei. Neuerliche $ 1,96 Mio. flossen aufs Konto, welches bis dato $ 22,63 Mio. ausweisen kann. Schön, dass solche Art Film aktuell kein Publikum mehr findet.

Wesentlich besser verlief es übrigens auch nicht für My Life in Ruins, der zwar den Versuch aufgestellt hat, irgendwie mit der fetten griechischen Hochzeit auf sich aufmerksam zu machen, gereicht hat es aber nicht wirklich: $ 3,22 Mio. sind's am Ende geworden.

Relativ flott ging's dann auch für Angels & Demons abwärts, der inzwischen Angst haben muss, schon nächste Woche aus den Top 10 zu fliegen. Gerade einmal $ 6,55 Mio. waren am vierten Wochenende noch drin, die sich zu den bisher eingespielten Dollarn gesellen, die zusammen im Geldspeicher liegen. Der aktuelle Wasserstand: $ 116,17 Mio. Zum Glück gibt es zweites Depot, dort findet man das weltweite Einspiel und addiert man jene beiden zusammen, hat man stolze $ 410 Mio.

Auch der Pakt mit der Hölle hilft da nicht viel und Drag Me to Hell muss mit Verlusten kämpfen. Am Ende springen $ 7,04 Mio. raus und immerhin kann man das Portemonnaie so auf $ 28,23 Mio. aufblasen.

Land unter bei Terminator Salvation, denn hier wird stetig an Boden verloren und so kann man in der dritten Woche nur noch $ 8,25 Mio. vorweisen, sodass das Gesamteinspiel gerade einmal auf $ 105,57 Mio. angewachsen ist. Zieht man die weltweiten Zahlen dazu, sind es $ 208 Mio.

Bisheriger Klassenbester in den USA ist Star Trek, der die Spitzenposition erneut ausbauen kann, auch wenn es "nur" noch $ 8,31 Mio. sind. Nichtsdestotrotz hat man so schon beachtliche $ 222,71 Mio. erkämpfen können und weitere zwei bis drei Wochen wird uns der Film auch noch erhalten bleiben.

Ein klein wenig konnte sich Night at the Museum: Battle of the Smithsonian stabilisieren und so werden neuerliche $ 14,63 Mio. in die Taschen gespült. Damit macht man das beste aus der Situation und nimmt so viel Geld ein wie nur möglich. Der jetzige Zwischenstand: $ 127,33 Mio.

An dieser Stelle darf ich dann den ersten kapitalen Flop der Sommersaison präsentieren: Land of the Lost mit Will Ferrell, der es gerade einmal auf schlappe $ 18,84 Mio. und wird damit nie im Leben in die Nähe der Kosten von knapp $ 100 Mio. kommen. Wäre ja auch ungewöhnlich gewesen, eine Saison ohne großen Negativausreißer zu haben.

Ganz knapp wurde Up am Ende geschlagen und ihm die erneute Bestplatzierung verwährt, doch die $ 44,14 Mio. trösten darüber mehr als nur hinweg. Damit schießt der Film schon in der zweiten Woche auf $ 137,21 Mio. und er wird uns sicherlich auch noch die kommenden Tage ordentlich viel Freude machen, denn die Verlustraten sind sehr gering.

Somit ging der Sieg an The Hangover von Warner, der quasi als Geheimfavorit auf den ersten Platz geschossen ist und das mit grandiosen $ 44,98 Mio. Er was anscheinend Zeit für die passende R-Rated Komödie im Dschungel der Superhelden- und Actionfilme. Mal sehen, wie der Film am zweiten Wochenende performen wird. Die Kosten wird er jedenfalls locker einspielen.

Als Neustarter gibt es an diesem Wochenende zwei weitere größere Fragezeichen. Da hätten wir auf der einen Seite einen Film mit Eddie Murphy, der schon lange keinen wirklichen Hit mehr hatte und so dürfte Imagine That auch nur ein weiterer, trauriger Versuch sein an alte Tage heranzukommen - in 3008 Kinos. Auch Tony Scotts The Taking of Pelham 1 2 3 Remake klingt nach keinem großen Fest und wenn, dann dürfte es nur hauchdünne für den ersten Platz reichen. Die 3074 Kopien sprechen da auch eine deutlichere Sprache.

Freitag, Juni 12, 2009

Drehbuchautoren für Bond 23 ausgewählt


Producers Michael G. Wilson and Barbara Broccoli of EON Productions and MGM are moving forward on the next 007 installment, hiring "Frost/Nixon" scribe Peter Morgan, Neal Purvis and Robert Wade to write the script for the 23rd James Bond film.

Purvis and Wade most recently worked on "Quantum of Solace" and "Casino Royale."

Daniel Craig is already set to reprise his role as 007, and Wilson and Broccoli are producing. No start date has yet been set, but sources said EON and MGM are eyeing a 2011 release.

"Peter, Neal and Robert are extraordinarily talented and we're looking forward to working with the three of them," Wilson and Broccoli said in a statement.

Both "Quantum of Solace" and "Casino Royale" were co-productions between MGM and Sony, with the latter distributing. The new film will be the first to return as a full MGM release. The first 20 pictures in the franchise were distributed by MGM.

Morgan, who wrote both the play and film "Frost/Nixon" and "The Last King of Scotland" and "The Queen," has most recently been working on "The Special Relationship" for HBO, and "Hereafter" for DreamWorks. He'll begin writing on the Bond film after completing those projects.

Aside from the Bond films, Purvis and Wade have been working on "The Brazilian Job," the sequel to "The Italian Job," on which they were also writers.

Morgan's repped by UTA and ITG, Purvis and Wade by WME and Casarotto Ramsay & Associates.

Quelle: Variety

Mit Peter Morgan hat man jedenfalls einen interessanten Mann an Bord, dessen bisherige Arbeiten eigentlich recht wenig mit Bond zu tun hatten und vielleicht verleiht er dem 23. Film der Reihe auch eine gewisse Würze. Allgemein bin ich gespannt, wie die Serie weitergehen wird und wehe, ihr fallt in Brosnan'sche Zeiten zurück!

Donnerstag, Juni 11, 2009

Shutter Island - Trailer ist da

Da ist er endlich: Der Trailer zu Scorsese Shutter Island. Ungewohnt, solch einen Film von Marty zu sehen aber hey, ich freue mich trotzdem wie das bekannte Schnitzel.

Mittwoch, Juni 10, 2009

9 - 09/09/09

Futurama kehrt zurück ins Fernsehen - ab 2010


In another case of an animated primetime series resurrected from the dead, 20th Century Fox TV plans to produce 26 new episodes of "Futurama."

Comedy Central will begin airing the new episodes in mid-2010. Voice actors Billy West (who played Philip Fry), Katey Sagal (Leela) and John DiMaggio (Bender) have all signed on to return.

Created by Matt Groening and David X. Cohen, "Futurama" originally aired on Fox from 1999 to 2003.

Twentieth Century Fox TV later produced four new "Futurama" segs for DVD, which first spurred talk of a series revival. But it took Comedy Central to seal the deal. The cabler acquired the rights to all 72 off-net episodes of "Futurama," as well as the DVD episodes, in January 2008.

Since then, both 20th and Comedy Central have been kicking around ways to make a "Futurama" order make financial sense for both the studio and cable net.

As part of the deal, 20th still has an option to license the new episodes' original runs to a broadcast network (such as Fox). If the show does go to broadcast, Comedy Central's license fee will be reduced.

"It's a deal we're all happy with," said Comedy Central programming senior VP David Bernath. "It's a bigger win for us promotionally if we wind up going first ... but if we wind up in second position, then the economics work out for us as well."

Comedy Central's "Futurama" rights run well into the next decade, which is why the net was so invested in the production of new episodes, Bernath said.

"One of the things that excited us even at the time when we bought the initial 72 episodes was the possibility of new production and new episodes," he said.

Twentieth Century Fox TV has called shows back from the grave before: "Family Guy" returned thanks to that show's strong DVD sales. And although not nearly as dead and buried as "Family Guy" and "Futurama," the studio's "King of the Hill" was also canceled and then uncanceled by Fox at least twice in its lifespan.

"Futurama" follows the tale of Fry, a pizza delivery boy who winds up accidentally frozen -- before waking up 1,000 years later. He befriends one-eyed alien Leela, as well as cranky robot Bender.


Quelle: Variety

Ich kenne zwar die Futurama-Spielfilme noch nicht aber trotzdem freue ich mich, dass eine neue Staffel produziert wird, wenngleich ich natürlich hoffe, dass sie nicht so einfallslos sind wie die ganzen aktuellen Simpsonsfolgen.

Dienstag, Juni 09, 2009

Liam Neeson im A-Team-Film?


Liam Neeson is in negotiations with 20th Century Fox to star in its long-gestating bigscreen adaptation of "The A-Team" as Col. John "Hannibal" Smith. Bradley Cooper is in early talks to play Lt. Templeton "Faceman" Peck in the Joe Carnahan-directed pic based on the 1980s TV series.

Production begins in late August for a June 11, 2010, release.

Ridley Scott is producing with Jules Daly and series creator Stephen J. Cannell, with Tony Scott exec producing through Scott Free. Carnahan and Brian Bloom polished a script by Skip Woods, whose recent script credits include "G.I. Joe: The Rise of the Cobra" and "Wolverine."

Neeson is in talks to play Hannibal, the role originated by George Peppard, while Cooper would play "Faceman," the role played by Dirk Benedict.

Neeson and Fox are working out money issues. He is coming off the global hit "Taken" and most recently completed "Chloe" and "Clash of the Titans," playing Zeus in the latter.

Cooper has established himself as a commodity after his starring role in Todd Phillips-directed hit "The Hangover." He just completed playing the title role opposite Sandra Bullock in "All About Steve."

Carnahan, Fox and Scott Free have kept the series premise -- four war vets wrongly convicted of armed robbery escape from a military prison to become do-gooder mercenaries -- but they've replaced the campy nature of the series with a tone closer to those of "Mission: Impossible" and "Ocean's Eleven."

Still to be cast are the roles of Capt. "Howling Mad" Murdock, played by Dwight Schultz in the original, and Sgt. "B.A." Baracus, the role that made Mr. T an '80s icon.

Quelle: Variety

Seit Monaten, wenn nicht sogar seit Jahren, wird über dieses Projekt geredet, spekuliert und gelästert und im Grunde wurde eigentlich schon fast jeder Schauspieler Hollywoods für eine der offenen Rollen gehandelt. Ob Liam Neeson und Bradley Cooper die richtige Wahl sind, keine Ahnung? Ich hoffe nur, man bleibt der Prämisse der Serie treu und ballert zig tausend Magazine leer, ohne auch nur irgendetwas zu treffen. :D

Sonntag, Juni 07, 2009

Stirb langsam - Jetzt erst recht


Was der Crew um John McTiernan anno 95 gelang, widerspricht eigentlich dem Gesetz der Serie, denn mit Stirb langsam - Jetzt erst recht konnte sich das Franchise quasi selbst erneuern, drohte es doch nach dem zweiten Teil in vorgefertigten Bahnen zu versinken. Ist Die Hard noch einer der besten, wenn nicht sogar der beste Genrevertreter seiner Art, kopiert Die Hard 2 viele Elemente des Erstlings, doch bei Die Hard: With a Vengeance ging man auf der einen Seite andere Wege, während man sie auf der anderen Seite konsequent fortgesetzt hat. Der Film beginnt mit einer Explosion und das in zweierleit Hinsicht. Während zu Lovin' Spoonfuls Summer in the City eine Bombe in New York hochgeht, zaubert uns auch das Drehbuch in der ersten, knappen Dreiviertelstunde eine Storyline vor die Nase, die vor allem eins ist, nämlich clever. Da stimmt einfach Alles: Timing, Plot und Inszenierung sowie die Balance zwischen Action und Humor. Der Clou ist dabei, dass John McClane (Bruce Willis) diesmal nicht durch enge Luftschächte krabbeln muss, sondern ganz New York als Spielwiese hat und trotzdem spielt man mit dem Faktor Raum ähnlich clever wie schon im ersten, bzw. auch im zweiten Teil. Dazu kommt die Kombination mit Zeus (Samuel L. Jackson) als schwarzem "Buddy", der jene Konstellation, die in den Vorgängern nur angedeutet wird, zu Ende führt. So entsteht nicht nur eine gewisse Spannung aus der Grundstory an sich, sondern auch durch die beiden gegensätzlichen Personen. Dass sich im weiteren Verlauf des Films der komplette Beginn als roter Hering herausstellt, ist dann quasi das Tüpfelchen auf dem I, denn die Überleitung zur eigentlichen Story verläuft nahezu perfekt und der Zuschauer kann sich gut mit den beiden Protagonisten und deren Achterbahnfahrt identifizieren, durchlebt er doch beim Anschauen Ähnliches. Es ist einfach einer dieser Filme, die man sich immer und immer wieder anschauen kann und die Mundwinkel wollen und wollen sich nicht nach unten senken. Hollywoods Actionkino hat hier eine weitere seiner Visitenkarten hinterlegt. Schade, dass das in letzter Zeit immer seltener wurde: 09/10.

Samstag, Juni 06, 2009

US Boxoffice (29.05. - 31.05.)


Der King lebt und damit meine ich nicht Elvis Presley, sondern vielmehr den Animationskönig Pixar, der eindrucksvoll bewiesen hat, dass Animationsfilme nicht nur finanziell erfolgreich sein können, sondern auch inhaltlich zum Besten gehören, was Hollywood gerade zu bieten hat. Wenig verwunderlich also, dass es an der Spitze der Charts erneut einen Positionswechsel gab, wenngleich die nächsten zwei bis drei Wochen ein wenig mehr Ruhe in die US-Kinos bringt, bevor die zweite Blockbusterwelle anrollt.

Das gab's in diesem Jahr so weit ich weiß auch noch nicht. Da schleppt sich Obsessed auf den zehnten Platz und bekommt nur $ 657.001 ab. Naja, immerhin sind $ 67,50 Mio. auf dem Konto. Das wird die Mannen schon trösten.

Nach fünf Wochen hat es sich ausgeromcomt und Ghosts of Girlfriends Past bereitet sich auf das Heimkinogeschäft mit. Trotzdem nimmt man noch einmal $ 1,91 Mio. mit und kann so auf $ 50,02 Mio. kommen.

Auch bei X-Men Origins: Wolverine ist die Luft raus und man steht kurz vor dem Absturz ins Niemandsland der Kinocharts. Noch konnte man sich auf den achten Platz retten und das mit $ 3,87 Mio. Damit stehen nach fünf Wochen $ 170,84 Mio. in den Büchern.

Kaum drin und schon wieder auf dem weg raus: Dance Flick von Paramount. Noch hat es zu $ 4,74 Mio. gereicht aber schon bald ist man weg vom Fenster. Aktuell sind $ 19,08 Mio. eingespielt.

Die Zeit bei den Engeln ist vorbei, als nächstes warten die Dämonen: $ 11,35 Mio. waren es für Angels & Demons und damit hat der Film wenigstens den Sprung über die $ 100 Mio.-Marke geschafft, als neunter Film des Jahres. In den Büchern stehen $ 104,91 Mio. doch wesentlich interessanter wird es, betrachtet man das internationale Einspiel des Filmes: $ 361 Mio. hat man ingesamt weltweit einspielen können und hat damit zur Zeit die Spitzenposition inne.

Zur Zeit erfolgreichster Film in den USA ist hingegen Star Trek, der auch dank der neuerlichen $ 12,61 Mio. ein Zwischenfazit bei $ 209,31 Mio. ziehen kann und damit ist man bisher der einzige Film, der in diese Sphären vordringen konnte im Jahr 2009. Und ein wenig Luft nach oben ist auch noch.

Trotz sehr guter Kritiken konnte sich Sam Raimis Drag Me to Hell nicht wirklich durchsetzen und muss mit dem undankbaren vierten Platz klarkommen. Mit $ 15,83 Mio. am Startwochenende lag man auch deutlich unter dem Genreschnitt und vielleicht sollte man sich beim nächsten Mal ein paar mehr Gedanken zum Starttermin machen. Früher im Jahr wäre da sicherlich mehr dringewesen.

Mehr erhofft hatte man sich ja auch eindeutig von Terminator Salvation, doch die Erwartungen, sowohl auf inhaltlicher wie finanzieller Ebene, kann der Film nicht erfüllen und so muss man mit dem zufrieden sein, was man bekommt. In dem Fall sind es $ 16,43 Mio. und so weist der Kontoauszug $ 90,95 Mio. aus. Allzu weit wird es der Actioner nicht mehr schaffen.

Ob man im Nachhinein so glücklich über das Startdatum von Night at the Museum: Battle of the Smithsonian sein wird, wage ich ja zu bezweifeln, kann der Film jedenfalls bei weitem nicht an die Performance des Erstlings kommen und verliert 55% im Vergleich zu Vorwoche. In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies ein neuerliches Einspiel von $ 24,35 Mio. und man hat zwar schon $ 104,15 Mio. auf dem Konto, doch wirklich viel mehr wird es auch hier nicht werden. Nicht einmal $ 150 Mio. wird man schaffen.

Ganz anders dürfte es bei Pixars Up aussehen, denn der Film hat am Startwochenende nicht nur $ 68,11 Mio. hingelegt, sondern kann auch perfekte Kritiken aufweisen und auch die Zahlen, die er unter der Woche präsentieren konnte, sprechen eine eindeutige Sprache. Es würde mich daher nicht wundern, sollte es der Film schaffen, die Spitzenposition zu verteidigen.

Das liegt vor allem an einer eher schwachen Konkurrenz. Dabei ist die Rede gar nicht von My Life in Ruins, der von Fox Searchlight ins Rennen geschickt wird, denn der Film hat mit 1164 Kopien auch gar nicht den Anspruch auf den ersten Platz. Das könnte schon eher The Hangover von Warner schaffen, denn die R-Rated Komödie wird in 3269 Kinos zu sehen sein. In meinen Augen hat der Film das gewisse Überraschungspotential, während ich z.B. Land of the Lost von Universal, die in das Wochenende als Favorit geht, eher als Wackelkandidaten ansehe, der trotzdem 3521 Filmrollen im Gepäck hat. Eventuell irre ich mich aber auch.

Freitag, Juni 05, 2009

Eastwoods Mandela-Projekt bekommt Titel und Datum


Warner Bros. will open Clint Eastwood's "Invictus," the Nelson Mandela pic toplining Morgan Freeman, on Dec. 11.

Matt Damon also stars.

Film's working title had been "The Human Factor," adapted from John Carlin's tome "Playing the Enemy: Nelson Mandela and the Game That Made a Nation."

"Invictus" follows Mandela's attempt to use the 1995 Rugby World Cup to heal his nation following his release from prison, the fall of apartheid and his election as president of South Africa.

Damon portrays Francois Pienaar, the captain of the South African rugby team.

Eastwood drew the title of the film from a short poem often recited by Mandela. "Invictus," penned by William Ernest Henley, speaks to the will to survive in the face of adversity.

"Invictus" isn't the first picture to claim Dec. 11. Also opening that weekend is Peter Jackson's "The Lovely Bones," from Paramount and DreamWorks.

The Dec. 11 release puts "Invictus" and "Lovely Bones" in the heart of awards season.

Eastwood, Hollywood's most prolific director in the past several years, opened two films in fall 2007 and another two in 2008, "Changeling" and "Gran Torino."

"Gran Torino," in which Eastwood also starred, is the filmmaker's most successful box office title to date, earning $148 million domestically and $112.5 million overseas, where he also enjoys iconic status.

Warners, which has long been in business with Eastwood, released "Gran Torino."

As of now, "Invictus" is set to open wide, although that could change.

Quelle: Variety

Wir merken uns also folgende Daten: Der Film heißt ab jetzt Invictus und startet in den USA am 11. Dezember, zusammen mit Lovely Bones von Peter Jackson, btw. Da wäre man doch gern in den Staaten zu der Zeit. :)

Donnerstag, Juni 04, 2009

Terminator - Die Erlösung


Die Ankündigung, es würde ein vierter Terminatorteil erscheinen, stieß bei den Fans auf ein geteiltes Echo. Zu sehr hatte man noch den kontrovers gehandelten dritten Teil vor Augen und jetzt soll die ganze Geschichte auch noch ohne die Gallionsfigur des Franchises, Arnold Schwarzenegger, aufgezogen werden? Dass dann auch noch McG, dessen Filmographie eher Angst als Zuversicht vermittelt, auf dem Regiestuhl platznehmen würde, war wie der Tropfen auf den heißen Stein und natürlich war die Neugierde groß, wie Terminator - Die Erlösung ins Terminatoruniversum einzuordnen sei. Vorweg als mein Rat, um den Kinobesuch schadlos zu überstehen, sollte man sich von dem Typus Terminator im Geiste verabschieden, denn das, was man da gleich vorgesetzt bekommt, hat mit den ursprünglichen Filmen nur noch ein brüchiges Endoskelett gemeinsam. Viel mehr darf man sich auf einen Endzeitactioner einstellen, der zufällig von Skynet und seinen Terminatoren bevölkert wird. Dafür gibt es aber ordentlich Schauwerte und es zischt, kracht, explodiert fast im Sekundentakt, sodass die Kinosessel ordentlich ins Schwingen kommen und der Zuschauer gleich mit. Audiovisuell macht der Film schon was her, dazu kommt das trist graue Endzeitbild und doch will so keine wirklich bedrohliche Atmosphäre aufkommen. Es wird zwar viel Augenmerk auf F/X, Produktionsdesign und Ähnliches gelegt aber irgendwie fehlt den Maschinen vor allem das Element der Bedrohung, dieser schiere, gefühlslose Tötungswille, wie wir ihn noch aus den ersten beiden Teilen kennen. Da wird zwar ordentlich gekämpft aber die Maschinen treffen sowieso fast nie das Ziel und sind dann stellenweise leicht zu überrumpeln. Ein Zugeständnis an das PG-13-Rating oder Unvermögen bei Skript und Regie? Ich tendiere ja zu Letzterem, denn der Film wimmelt vor eklatanten Schwächen, die an dieser Stelle anzusetzen sind. Das beginnt schon bei den Charakteren. Auf Nebenpersonen wird prinzipiell gar nicht eingegangen, sie werden als pures Mittel zum Zweck hingestellt und so auch flott abgearbeitet, anstatt einen interessanten Subplot daraus zu entwickeln. Dazu kommt dann auch noch, dass Christian Bale (John Connor) als einzig großer Name im Projekt verdammt blass wirkt und sich von Sam Worthington ausspielen lässt. Es hat ganz den Anschein, als wenn Bale keine große Lust hatte. Eventuell ärgert er sich auch nur über die riesengroßen Plotholes, die einem so eklatant ins Auge stechen und besonders beim Finale des Filmes echt zum Schreien sind. Da fragt man sich stellenweise, ob man als Zuschauer für dumm verkauft werden soll. Aber und das kann man dem Film dann wieder positiv ankreiden, wurde mir wenigstens nicht langweilig, was vielleicht auch an der Spielstätte Kino lag, denn je länger ich über den Film nachdenke, desto mehr wird die Wertung gedrückt. Aktuell 5,5/10. Vielleicht bekommen sie ja einen besseren zweiten Teil der neuen Trilogie hin. Man sollte nur versuchen, McG vom Regiestuhl fernzuhalten.

Mittwoch, Juni 03, 2009

Jonah Hex - Ein paar Bilder von Brolin und Fox



Aktuell wird ja die Western-Comicverfilmung Jonah Hex abgedreht und natürlich sickern dann auch die ersten Bilder durch. Hier zum Beispiel vom Hauptdarsteller Josh Brolin:
Und für die männliche Fraktion, besser spät als nie, ein Bildlein von Megan Fox:

Weitere Bilder, aber nur von Brolin, gibt es zum Beispiel bei slashfilm.

Dienstag, Juni 02, 2009

Todd Field adaptiert Western für Universal


Universal has set Todd Field to adapt "The Creed of Violence," the Boston Teran novel that the studio acquired last fall in a significant pre-emptive deal made when the book was being shopped to publishers.

Michael De Luca has signed on to produce the Western epic.

Field has committed only to write at this point, but he is selective about assignments and rarely scripts projects he doesn't direct. His most recent writing efforts were "Little Children" and "In the Bedroom," and he is also booked to write and direct an adaptation of Cormac McCarthy's "Blood Meridian" for producer Scott Rudin.

"Creed of Violence" is the second novel by Teran, the secretive writer who penned the cult-fave tome "God Is a Bullet."

"Creed" takes place in 1910, as two men -- a desperado and a government agent with a secret connection to him -- try to thwart an arms smuggling ring.

The novel will be published by Counterpoint in the fall.

Field is repped by Endeavor.

Quelle: Variety

Meiner bescheidenen Meinung nach kann es ja nie genügend Western in der heutigen Zeit geben und insofern freue ich mich über jenes Filmprojekt und besonders über Todd Field, der mindestens einmal als Drehbuchautor an Bord ist und hoffentlich einen packenden Genrebeitrag zu Papier bringen wird.