Freitag, Februar 27, 2009

The Wrestler



Have you ever seen a one trick pony in the field so happy and free?
If you've ever seen a one trick pony then you've seen me
Have you ever seen a one-legged dog making its way down the street?
If you've ever seen a one-legged dog then you've seen me


Wenn jene Zeilen Bruce Springsteens zu Beginn des Abspannes von Darren Aronofskys The Wrestler ertönen, dann ist der Zuschauer Zeuge der vielleicht beeindruckendsten Widerauferstehung der Filmgeschichte geworden. Denn während sich Randy "The Ram" Robinson mit seinem finalen Kampf seinem Schicksal stellt und der Film seinen sicherlich emotionalsten Moment erlebt, taucht Mickey Rourke aus den Trümmern seiner Karriere hervor und schreitet zurück ins Licht der großen Schauspielbühne. Es hätte auch keinen passenderen Schauspieler als Rourke geben können, denn die Parallelen zwischen Randy, der Ex-Wrestlingikone und Mickey, dem gefeierten Jungschauspieler, können stärker nicht sein. Als Idole der 80er Jahre erlebten sie in jenem Jahrzehnt ihre Blüte und verwelkten fortan stetig, um sich im Jetzt mit sporadischen Auftritten und Nebenjobs am Leben zu halten. Hier begegnen wir Randy, der in seinem Van schlafen muss, da er die Miete für seinen Trailer nicht zahlen kann, der in einem Supermarkt als Aushilfe jobbt und nebenbei noch immer in den Ring steigt, und sei es auch nur für knapp hundert Zuschauer. Tiefer kann er nicht mehr sinken und obwohl er wie ein getretener Hund daher kommt, bewahrt er, auch dank der großartigen Regie Aronofskys und Rourkes grandiosen Spiel, seinen Stolz und seine Menschlichkeit. Um so schwieriger ist es für den Zuschauer, sein Dasein zu verfolgen, da man weiß, dass er in seinem Herzen ein überaus lieber Mensch ist, der mit seinen Wrestlingkollegen einen herzhaften Umgang pflegt und auch mit den Kindern in der Nachbarschaft spielt. Doch das Leben stellt ihn vor scheinbar unlösbare Aufgaben, sei es die verkorkste Beziehung zu seiner Tochter oder ein mögliches Comeback in den Ring und auch die Chance, dem Ganzen mit Hilfe der Stripperin Cassidy (Marisa Tomei - ebenfalls grandios) zu entkommen, ergreift er nicht. Vielleicht aus Angst vor einem weiteren Scheitern? Während Stallone seinem Rocky zu diesem Zeitpunkt eine fulminante Auferstehung beschert hat, im wahrsten Sinne mit Pauken und Trompeten, bleibt Aronofsky auf dem Boden der Tatsachen und führt The Wrestler konsequent zu Ende. So konsequent, dass man in den Schlußminuten einen Klos im Hals hat. So MUSS Kino sein und willkommen zurück, Mickey Rourke. 09/10

These things that have comforted me, I drive away
This place that is my home I cannot stay
My only faith's in the broken bones and bruises I display

Donnerstag, Februar 26, 2009

US Boxoffice (20.02. - 22.02.)

Die Amerikaner haben so ihre Eigenheiten wenn es um bestimmte Kinofilme geht und dies wird ganz deutlich, wenn man sich das letzte Wochenende vor Augen ruft bzw. genauer gesagt den Film, der es dominiert hat. Irgendwie schafft es dieser Tyler Perry immer wieder mit seinen Werken, die außerhalb der USA nicht einmal mit dem Hinterteil angeguckt werden - in seinem Heimatland ja aber irgendwie auch nicht richtig aber dann wieder doch - die Kinocharts zu stürmen und dies in einer eindrucksvollen Art und Weise. Natürlich, wie sollte es auch anders sein, lag das Gesamteinspiel erneut fast 30% über dem des Vorjahres...

Letzteres lag jetzt nun weniger an The International, der nicht so recht Fuß fassen konnte in den Kinos und so schon vor seinem Abschied steht. Da werden auch die $ 4,46 Mio. kaum Trost spenden und gerade einmal $ 17,03 Mio. haben den Weg aufs Konto gefunden bisher.

Dolle ist das Startergebnis von Fired Up! übrigens auch nicht, der mickrige $ 5,48 Mio. vorweisen kann und damit die geschätzten Kosten von knapp $ 20 Mio. auch erst mit der Vermarktung für das Heimkino oder das Fernsehen egalisieren wird. Das nächste Mal bitte gleich dtv.

Das Interesse an Confessions of a Shopaholic hält sich des Weiteren auch in Grenzen und so versucht man das Beste aus der Situation zu machen und angelt sich neuerliche $ 6,74 Mio. und kann das Konto somit auf $ 27,38 Mio. anfüllen. Eine Woche dürfte man noch am Leben bleiben, schätz ich.

Der Dauerbrenner des neuen Jahres ist bisher noch Paul Blart: Mall Cop, der nach sechs Wochen noch immer munter mitmischt und sich so an weiteren $ 6,82 Mio. erfreut, wodurch das bisherige Einspiel auf $ 121,20 Mio. angehoben wird. Noch ist man als einziger im Club der 100 Millioner aber schon diese Woche wird er Gesellschaft bekommen.

Nicht von diesem Kameraden, denn Friday the 13th (2009) hat eindrucksvoll bewiesen, dass der Film nur aus heißer Luft besteht und so brach das Vehikel lawinenartig um 80,4% zur Vorwoche ein und das sind $ 7,94 Mio. Nichtsdestotrotz hat man $ 55,12 Mio. umsetzen können und das mit dem Sequel zum Remake ist wohl auch in trockenen Tüchern.

Spätestens mit dem achtfachen Oscargewinn vom Sonntag wird Slumdog Millionaire weiter auf einer Erfolgswelle reiten und es würde mich nicht verwundern, wenn der Film noch einmal zulegen könnte. So sind es $ 8,38 Mio. vom Wochenende und der Film, der inzwischen seit 15 Wochen in mal mehr oder weniger vielen Kinos des Landes zu sehen ist, hat inzwischen $ 98,35 Mio. zusammen sammeln können.

Aus den Top 3 wurde hingegen He's Just Not That Into You geworfen, der aber noch immer für $ 8,56 Mio. gut war und somit die Fahne der Frauenfilme hoch hält. Nach drei Wochen sind $ 70,10 Mio. auf dem Konto und ein bisschen mehr wird es noch werden.

Auch einer der Überraschungstitel des noch jungen Jahres ist Taken, der aufgrund der $ 11,28 Mio. vom Wochenende auf $ 95,03 Mio. kommt und somit der von mir erwähnte Film ist, der als nächstes die Schwelle zu einem Einspiel jenseits der $ 100 Mio. überschreiten wird.

Gut hat sich übrigens auch Focus Features Coraline positioniert, der nur etwas über 20% einbüßen muss und damit knapp auf dem zweiten Platz gelandet ist mit $ 11,43 Mio. Damit sind auch hier schon $ 53,77 Mio. insgesamt eingefahren.

Wie eingangs schon erwähnt, hat sich Tyler Perry's Madea Goes to Jail mit heftigen $ 41,03 Mio. an die Spitze gesetzt und das wohl einzig und allein mit der Hilfe der schwarzen Bevölkerung. Dieses Einspiel ist auch gleichzeitig ein Startrekord für Perry selbst und so wird er auch in Zukunft mit seinen Filmen für Aufmerksamkeit sorgen, zumindest in den USA, denn in der restlichen Welt kennt die Filme kein Mensch.

In Sachen Konkurrenz sieht es dann auch eher mau aus am Wochenende. Unsere Freunde von Fox, das aktuell von den Fans wohl am meisten gehasste Studio, hat seinen Knaller Street Fighter: The Legend of Chun-Li am Start, der anscheinend so gut ist, dass er keine Pressevorstellungen benötigt. Auch die 1136 Kopien sprechen eine eindeutige Sprache. Was im letzten Jahr geklappt, klappt auch in diesem Jahr. Das dürften die Gedanken bei Disney sein, denn sie schicken nun Jonas Brothers: The 3D Concert Experience auf die Teenies los und die werden die 1271 Kinos bestimmt belagern.

Mittwoch, Februar 25, 2009

Cate Blanchett wird Maid Marian



Langsam kommt etwas mehr Bewegung in Ridley Scotts Robin Hood-Projekt. Nachdem er erst kürzlich klarstellte, von der ehemaligen Idee der Doppelrolle Abstand genommen zu haben, scheint es also eine klassische Neuerzählung des Stoffes zu werden und mit Cate Blanchett gibt es jetzt also den zweiten namhaften Neuzugang zum Cast zu verkünden. Im dazugehörigen Variety-Artikel finden sich dann auch noch ein paar Infos zur Produktion an sich, die in diesem Frühjahr starten soll.

Cate Blanchett will play Maid Marian alongside Russell Crowe's Robin Hood in the Ridley Scott-directed drama for Universal Pictures.

The picture, which had been called "Nottingham" but is undergoing a title change, begins production in early April.

Imagine Entertainment's Brian Grazer is producing with Scott and his Scott Free banner.

The drama, originally scripted by Ethan Reiff and Cyrus Voris and then rewritten by Brian Helgeland, has evolved into a "Gladiator" version of the Robin Hood legend. Crowe starred in that film and Scott directed it.

The film will be shot at a $130 million budget, benefiting from favorable exchange rates and tax credits that come from shooting in the U.K. Scott will be aiming for a PG-13 rating.

Crowe plays Robin of Loxley in an origin story of Robin Hood that hews close to historical facts of the period. Abandoned as a child, he finds community with the common people of Nottingham. Robin's abandonment and trust issues hamper his ability to fall in love. He meets his match in Marian, a strong, independent woman.

Sienna Miller was at one time attached to play the role, but exited late last year.

Grazer said Blanchett was a strong match for Crowe.

"They are both highly accomplished dramatic actors who are taken seriously playing rich characters in period pieces, but each has the ability to show you fun," Grazer said.

Blanchett was last seen in "The Curious Case of Benjamin Button" and teamed with George Clooney to provide the lead voices in the Wes Anderson-directed animated "Fantastic Mr. Fox."

Blanchett is repped by CAA.

Quelle: Variety

Agora - Episches aus der Feder Alejandro Amenábars

Dass das spanische Kino in den letzten Jahren sicherlich als eines der Aushängeschilder Europas bezeichnet werden kann, ist auch den Amerikanern nicht verborgen geblieben und nachdem Alejandro Amenábar mit The Others schon einmal einen US-Film gedreht hat, kehrt er 2009 mit einer epischen amerikanisch-spanischen Co-Produktion zurück: Agora mit Rachel Weisz. Die Geschichte spielt im römisch besetzten Alexandria und dreht sich unter anderem um Hypatia, gespielt von Weisz.
Fans epischer ausgestatteter Filme sollten sich unbedingt einmal den Teaser-Trailer anschauen:

Dienstag, Februar 24, 2009

Naomi Watts im neuen Woody Allen / Mögliches Engagement von Penn in 'Fair Game'


Zwei News, ein Post und zweimal Naomi Watts.

So wird die Dame wohl im übernächsten Woody Allen-Film zu sehen sein, undzwar ist sie dort in guter Gesellschaft, sind doch schon Josh Brolin und Anthony Hopkins mit an Bord. Wie bei Allen üblich, ist weder Titel noch Inhalt so richtig bekannt.

Naomi Watts is joining Woody Allen's latest film, starring alongside the already-announced Josh Brolin and Anthony Hopkins.

Mediapro, the Spain-based company behind "Vicky Cristina Barcelona," is financing the as-yet-untitled pic, which will be produced by Letty Aronson, Steve Tenenbaum and Jaume Roures.

Allen's next pic, "Whatever Works," will be released by Sony Pictures Classics in June.

Watts is currently filming "Mother and Child."

Quelle: Variety

Auch mit Sean Penn könnte sie zukünftig vor der Kamera stehen, ist dieser doch in Gespräch für Doug Limans Projekt Fair Game. Aktuell steckt man wohl noch in Verhandlungen aber die Eckdaten scheinen zu stimmen. Näheres kann man auf Variety nachlesen:

"Fair Game," the drama about the outing of CIA agent Valerie Plame Wilson, has come together with Naomi Watts starring, "Mrs. and Mrs. Smith" helmer Doug Liman directing and William Pohlad's River Road financing.

But the big question is whether Oscar-winning "Milk" star Sean Penn will close a deal to play Ambassador Joseph Wilson.

Penn is negotiating, but no deal has closed.Pohlad has a strong relationship with Penn: he was a producer on the Terrence Malick-directed "Tree of Life," which stars Penn and Brad Pitt, and Pohlad also was a producer and financier for "Into the Wild," which Penn directed.

Wilson watched his wife's CIA status become compromised after he wrote op-ed columns that accused the Bush Administration of manipulating intelligence about weapons of mass destruction to justify the invasion of Iraq.

The project, based on Plame Wilson's memoir, landed at Pohlad's River Road after Warner Bros. put the project in turnaround.

Pic is being produced by Weed Road's Akiva Goldsman and Jerry and Janet Zucker of Zucker Productions.

WB optioned the book and set Jez and John Butterworth ("Superbad") to write it at a time when Plame was still vetting the contents of book with the CIA in 2007. WB decided to let it go and the filmmakers and their CAA reps set it up with Pohlad.

Plame Wilson left the CIA in 2005 and she and her husband filed a civil suit against Vice President Dick Cheney, Karl Rove and Cheney's ex-chief of staff, Lewis "Scooter" Libby. While Rove and Deputy Secretary of State Richard Armitage admitted they leaked her agency status to journalists, Libby was convicted of lying to a federal grand jury about his role in compromising her covert status.

Then-President George W. Bush commuted Libby's 30-month sentence in 2007, but stopped short of granting him a full pardon, despite aggressive lobbying by Cheney before Bush left the White House in January.

Montag, Februar 23, 2009

Ein paar Neuigkeiten von der DVD-Front

Es ist ein bisschen ruhiger um die kleinen Silberscheiben geworden, sodass ich ein paar Ankündigungen abgewartet habe, um sie in einem Post zusammenzufassen. Größtenteils besteht das Ganze dann auch aus Altbekanntem, was nur in neuer Form auf DVD erscheint aber ein paar richtige Neuankündigen sind auch dabei und mit denen soll es dann auch starten.

Aus dem Hause Fox hat man in diesem Jahr fürwahr noch nicht viel gehört in Sachen Klassikreleases und intern soll es auch ganz schön rund hergehen. Nichtsdestotrotz erscheint jetzt ein lang angekündigter Film auf DVD. Die Rede ist von Fritz Langs Man Hunt, der ab dem 19. Mai käuflich erhältlich sein wird und auch einiges an Extramaterial an Bord hat:

* Commentary by Author Patrick McGilligan
* Rogue Male: The Making of Man Hunt
* Restoration Comparison
* Trailer
* Interactive Pressbook
* Still Gallery



Im Hause Criterion gibt es etwas von der Eclipse-Serie zu berichten, also jenen DVD-Veröffentlichungen, die nicht ganz dem Standard der Hauptkatalogtitel entsprechen, und hier wird es am 12. Mai ein Alexander Korda's Private Lives - Criterion Eclipse Series 16 - Set geben, welches folgende vier Filme enthalten wird:

The Private Life of Henry VIII (1933)
The Rise of Catherine the Great (1934)
The Private Life of Don Juan (1934)
Rembrandt (1936)




Bei Universal hingegen gibt es nur eine überarbeitete Version eines bereits erhältlichen Filmes. Dies könnte dann besonders für Fans von Doris Day interessant sein, denn Pillow Talk bekommt am 14. April eine 50th Anniversary Edition spendiert, jetzt auch mit Bonusmaterial:

* Feature Commentary with Film Historian Jeff Bond, Julie Kirgo and Nick Redman
* Chemistry 101: The Film Duo of Doris Day and Rock Hudson
* Back in Bed With Pillow Talk
* Theatrical Trailer



Paramount hingegen setzt auf Western und die vierte Welle an Titeln aus ihrer Centennial Collection wird zwei John Wayne-Klassiker enthalten: The Man Who Shot Liberty Valance und El Dorado. Auch hier ist der 19. Mai im Kalendar zu markieren.
Es ist ja schön, dass ihre Katalogtitel nun ein bisschen Bonusmaterial spendiert bekommen aber ich würde es eher begrüßen, wenn man sich mal an diejenigen Filme wagt, die entweder OOP sind oder noch in den Archiven liegen.

* Commentary by Filmmaker Peter Bogdanovich along with his archival recordings with John Ford, John Wayne and James Stewart
* Selected Scene Commentary with intro by Dan Ford along with his archival recordings with John Ford
* The Size of Legends
* The Soul of Myth
* James Stewart and Lee Marvin
* Galleries
* Theatrical Trailer



* Commentary by Filmmaker Peter Bogdanovich
* Commentary with critic and film historian Richard Schickel featuring actor Ed Asner and author Todd McCarthy
* Ride, Boldly Ride: The Journey to El Dorado:
* The Artist and the American West (1967) - Vintage Featurette
* Behind the Gates: AC Remembers John Wayne
* Original Theatrical Trailer
* Galleries

Nach den Oscars ist vor den Oscars

Sozusagen als Abschluss des gestrigen Abends, konnten die Zuschauer einen kleinen Ausblick auf einige der kommenden Filme des Jahres erhaschen. Unter anderem konnte man auch die ersten bewegten Bilder aus Michael Manns Public Enemies sehen aber auch auch vieles Anderes war zu bestaunen:

Academy Awards 09 - Die Nachlese


Das war sie also, die diesjährige Oscarverleihung, und somit geht - laut US-Kritikern - eine der schwächsten Awardseasons zu Ende. Nachdem die Oscars im letzten Jahr ein Quotenfiasko erlebten, hatte man sich nun Einiges einfallen lassen, um die Show interessanter zu gestalten. Vom Design der Bühne ähnelte das Ganze stark an die 30er und 40er Jahre und wirkte somit wesentlich offener. Offen war auch der Host Hugh Jackman für allerlei Späße und so gab es zur Eröffnung eine überaus amüsante Musicalnummer und auch während der Show blieb man dem Motto des Abends treu, was zwischenzeitlich in einer weiteren großen Tanzeinlage kulminierte, nebst Duett mit Beyonce. Im Grunde war dies auch die einzig große Überraschung, also wie die Show auf die Beine gestellt worden war, denn auf der Preisseite herrschte über weite Strecken Langeweile. Interessant übrigens, dass man in diesem Jahr den Entstehungsprozess eines Filmes nachstellen wollte, sodass z.B. die Drehbuchpreise ganz zum Anfang verliehen wurden und man sich durch Pre-Production, dem Dreh, über die Post-Produktion zu den Hauptpreisen geschlängelt hat.

Geht man jetzt durch die einzelnen Kategorien, so kann man erkennen, dass The Curious Case of Benjamin Button der Technikprimus des Abends war und so gab es Preise für das beste Makeup, die besten visuellen Effekte und das beste Produktionsdesign. Das war's dann aber auch schon und von den 13 Nominierungen blieb dann am Ende nicht viel übrig. Fast schon wie jedes Jahr, holten sich die Pixarboys für Wall-E den Preis des besten animierten Spielfilmes ab, während der Preis in der Kategorie Kurzfilm animiert nach Japan ging für La Maison on petits cubes - kein Scherz. Japan sorgte dann auch für die, in meinen Augen größte Sensation des Abends, denn auch der Preis für den besten nicht englischsprachigen Film ging in das Land der aufgehenden Sonne und so stach Okuribito Waltz with Bashir aus und die Academy darf sich erneut fragen, ob man diese Kategorie nicht grundlegend überarbeiten sollte. Gleiches gilt übrigens auch für den besten Song, wo man im Vorfeld schon Bruce Springsteens Golden Globe prämierten Titelsong zu The Wrestler ignorierte aber zwei Lieder als Slumdog Millionaire berücksichtigte. So war es auch ein Lied aus eben jenem Slumdog, der Peter Gabriel mit seinem Song für Wall-E, die kalte Schulter zeigte. Aber dieses Jahr hatte man sich sowieso auf Danny Boyles Slumdog Millionaire eingeschossen. Getreu dem Motto: Er kam, sah und siegte gab es am Ende 8 Goldjungen inkl. bestem adaptierten Drehbuch, bestem Schnitt, bester Regie und bestem Film.

Bei den Schauspielpreisen gab es dann auch den fest gebuchten Oscar für Heath Ledger als bester Nebendarsteller und damit den zweiten und letzten Preis für The Dark Knight neben Best Sound Editing. Als beste Nebendarstellerin wurde Penélope Cruz ausgezeichnet für ihre Rolle in Vicky Cristina Barcelona und hier bin ich sicher, dass wir auch im kommenden Jahr noch etwas von ihr hören werden in Sachen Filmpreisen. Endlich durfte dann auch Kate Winslet strahlen und wie immer hat die Academy ihr gutes Händchen bewiesen und es gab den Preis für eine Rolle in einem Film, der nu echt schlecht war aber das war's dann zum Glück auch für The Reader. Das Auferstehungsmärchen sollte dann übrigens doch nicht ganz sein und Sean Penn schnappte seinem Kumpel Mickey Rourke den Preis als bester Hauptdarsteller vor der Nase weg. Somit konnte sich auch Milk mit zwei Preisen den Abend versüßen - Bestes Drehbuch, das direkt für einen Film geschrieben wurde.
Übrigens ging Deutschland nicht ganz leer aus, und der Oscar für den besten Kurzfilm ging an Spielzeugland. Bernd Eichinger wird das aber sicherlich nicht trösten.

Hier nun noch einmal alle Gewinner im Überblick:

Best Picture: “Slumdog Millionaire”
Best Director: Danny Boyle, “Slumdog Millionaire”
Best Actor: Sean Penn, “Milk”
Best Actress: Kate Winslet, “The Reader”
Best Supporting Actor: Heath Ledger, “The Dark Knight”
Best Supporting Actress: Penelope Cruz, “Vicky Cristina Barcelona”
Best Adapted Screenplay: “Slumdog Millionaire”
Best Original Screenplay: “Milk”
Best Art Direction: “The Curious Case of Benjamin Button”
Best Cinematography: “Slumdog Millionaire”
Best Costume Design: “The Duchess”
Best Film Editing: “Slumdog Millionaire”
Best Makeup: “The Curious Case of Benjamin Button”
Best Music (Original Score): “Slumdog Millionaire”
Best Music (Original Song): “Jai Ho” from “Slumdog Millionaire”
Best Sound Editing: “The Dark Knight”
Best Sound Mixing: “Slumdog Millionaire”
Best Visual Effects: “The Curious Case of Benjamin Button”
Best Animated Feature Film: “WALL-E”
Best Foreign Language Film: “Departures”
Best Documentary Feature: “Man on Wire”
Best Documentary Short: “Smile Pinki”
Best Short Film (Animated): “La Maison en Petits Cubes”
Best Short Film (Live Action): “Toyland”

Sonntag, Februar 22, 2009

The Frighteners


Bevor Peter Jackson mit Der Herr der Ringe-Trilogie weltweit in aller Munde war, lieferte er schon Mitte der Neunziger seinen ersten Hollywoodfilm ab, wodurch er sich von den Independentproduktionen, mit denen er zuvor besonders bei Genrefans zu großer Bekanntschaft gelangte, löste. Die Rede ist von The Frighteners, der zwar in Jacksons neuseeländischer Heimat gedreht wurde, aber unter der Obhut der amerikanischen Universal Studios entstand und mit Michael J. Fox einen Darsteller als Protagonisten hatte, der durchaus zu den Stars der Branche gezählt werden konnte. Vielleicht lag es an Peter Jacksons Wurzeln, dass der Film zumindest im Kino kein wirklicher Erfolg wurde - seine alten Fans hofften eventuell, dass bei der Kombination von Jackson und dem Horrorgenre etwas Vergleichbares wie Braindead herausspringen würde, während der Ottonormalzuschauer wohl mit dem Mix aus Komödie und dem klassisch, ernsten Horror nichts anfangen konnte - aber nichtsdestotrotz gehört er wahrscheinlich zu den kleinen Perlen der neunziger Jahre. Erzählt wird hier die Geschichte von Frank Bannister (Michael J. Fox), der nach einem traumatischem Unfall, bei dem er seine Frau verlor, mit der Geisterwelt in Kontakt treten kann und seitdem seinen Unterhalt damit verdient, Häuser zu reinigen, die von Geistern, seinen Geisterfreunden, heimgesucht werden. Gemeinhin wird er in seinem Heimatort als Scharlatan verspottet, bis scheinbar plötzlich der Tod höchstpersönlich auftaucht, und einen Bürger nach dem anderen tötet. Einzig Frank ist in der Lage, diese Gestalt zu sehen und aufzuhalten. Wenn man sich The Frighteners anguckt, so könnte man meinen, das Ganze sei aus der Feder eines Tim Burton entstanden, denn dieser Mix aus klassischem Horror mit Komödie und Slapstick ist ja eher eines seiner Markenzeichen aber auch Peter Jackson hat es seit jeher verstanden, diese Elemente in seine Film einzubauen und so wechseln sich, vor allem zu Beginn, diese beiden Stilrichtungen ab, bevor der Film zum Finale hin dann einen wirklich düsteren Ton anschlägt, ohne aber den gesteckten Rahmen zu sprengen. Dabei beweist der Film vor allem eins: Der Phantasie Peter Jacksons sind kaum Grenzen entgegenzubringen - abgesehen einmal davon, was technisch realisierbar ist und was nicht - und so wartet The Frighteners mit einer Fülle an Spezialeffekten auf, die trotz seines Alters, noch immer überaus sehenswert sind und den Zuschauer so in ein phantastisch-verrücktes Abenteuer entführen, das nicht nur mit skurrilen Charakteren gespickt ist, sondern auch überaus unberechenbar erscheint, da man nie genau weiß, was sich Jackson hinter jeder Ecke hat einfallen lassen. Dies mag führwahr etwas konfus wirken und so wirklich wusste man zu Drehbeginn auch noch nicht, wie die Geschichte enden wird aber wer sich nicht von kleineren Stolpersteinen aus dem Gleichgewicht bringen lässt, wird hier einen wunderbar kruden Genremix zu sehen bekommen, der mit tollen Effekten, sympathischen Akteuren und unzähligen Ideen aufwarten kann und der ausschlaggebend für Jacksons weitere Entwicklung war. 08/10
PS: Wer den Film auf DVD haben will, der sollte unbedingt den Director's Cut mit dem Making Of erwischen, welches fast fünf Stunden lang ist und ausführlicher nicht hätte sein können.

Samstag, Februar 21, 2009

Funny People - Trailer zum neuen Apatow


Judd Apatow gilt ja in diesen Tagen als der Messias der Komödie und so sind alle gespannt, ob er auch mit seiner dritten Regiearbeit - eben jenem Funny People - an den Erfolg seiner beider Vorgänger anschließen kann. Insofern ist der Trailer ganz interessant aber dürfte bei weitem nicht das fertige Produkt widerspiegeln.

Freitag, Februar 20, 2009

Teaser zu Almodóvars Broken Embraces

Ein kurzer Teaser-Trailer zu Pedro Almodóvars kommenden Film Broken Embraces. Erneut mit Penélope Cruz in der Hauptrolle. Einfach wunderschön:

Donnerstag, Februar 19, 2009

US Boxoffice (13.02. - 15/16.02.)

Erst Freitag, der 13. dann Valentinstag und dann am Montag auch noch frei dank Presidents' Day. Kein Wunder also, dass die Kinosäle voll waren in den Staaten und die Menschen in die Lichtspielhäuser strömten. Einzig bei der Filmauswahl war man etwas geschmacksgestört aber nichtsdestotrotz kam das bisher stärkste Februarwochenende aller Zeiten heraus inkl. neuem Feiertagsgesamtrekord aller Filme. Wie bei 4-Day Wochenende üblich, dienen die normalen Zahlen für den Zeitraum von Freitag bis Samstag für die Top 10, während das 4-Tages Gesamtergebnis in Klammern daneben steht.

Just a little Push... und der Film liegt aus den Top 10, denn mit $ 6,86 Mio. ($ 7,98 Mio.) am zweiten Wochenende kommt man nicht mehr so weit. Das Interesse an Sci/Fi ist aktuell wohl nicht groß genug und so muss sich der Film mit einem Zwischeneinspiel von $ 20,38 Mio.

Alls im Lot hingegen bei dem Slumdog Millionaire, der es sich nicht hat nehmen lassen, noch einmal ein wenig zuzulegen und sich so neuerliche $ 7,28 Mio. ($ 8,71 Mio.) sichert. Damit dürfte es inzwischen auch so sicher sein wie das Amen in der Kirche, dass der Film die $ 100 Mio. Marke knacken wird, bei aktuell $ 88,10 Mio. ist das wahrlich keine zu kühne Aussage mehr.

Kaum drin und fast schon wieder raus. Das Schicksal meint es nicht gut mit The Pink Panther 2, der nicht einmal bei den $ 8,51 Mio. ($ 10,77 Mio.) Trost findet. Ein Blick auf den Kontostand deckt das ganze Elend auf: mickrige $ 24,09 Mio. lassen sich dort finden.

Auch kein großer Wurf ist Tom Tykwers The International, der sich am Startwochenende nur $ 9,33 Mio. ($ 10,70 Mio.) schnappen konnte und auch die Kritiker haben eher wenig Gefallen an dem Thriller gefunden. Große Namen reichen eben doch nicht.

Gemütlich auf Wolke sieben befindet sich Kevin James mit Paul Blart: Mall Cop, der dank der neuerlichen $ 10,98 Mio. ($ 13,57 Mio.) als erster Film des Jahres 2009 die Centurymarke durchbrochen hat und so bei $ 109,81 Mio. steht.

Von den sog. Holdovers hat sich Coraline noch mit am besten verkaufen können und so fließen $ 14,78 Mio. ($ 18,85 Mio.) aufs Firmenkonto von Focus Features und da die kommende Woche auch keine wirkliche Konkurrenz bringt, dürten sich zu den $ 39,09 Mio. sicherlich noch ein paar Dollar dazu gesellen.

Es hätte so schön werden können aber irgendwas hat den Siegeszug von Confessions of a Shopaholic verhindert und so ist der Film unter den Erwartungen geblieben und hat gerade einmal $ 15,07 Mio. ($ 17,81 Mio.) einspielen können. Nun ist Schadensbegrenzung angesagt.

Solche Probleme kümmern die Mannen von Fox ganz sicher nicht, denn ihr Taken verkauft sich weiterhin sehr sehr prächtig. Wieder hat man nur unter 10% einbüßen müssen, was in Zahlen ausgedrückt einem Einspiel von $ 18,99 Mio. ($ 21,82 Mio.) entspricht. Damit peilt man weiterhin höhe Sphären an und zu den $ 80,51 Mio. wird sich sicherlich noch ein bisschen Zaster verirren.

Vom Platz an der Sonne wurde He's Just Not That Into You verdrängt, der sich immerhin mit $ 19,52 Mio. ($ 22,33 Mio.) trösten darf und damit nach zwei Wochen auch schon knapp $ 60 Mio. eingespielt hat. Genauer gesagt sind es $ 57,81 Mio.

Deutlicher Sieger des Wochenendes war jedoch Friday the 13th (2009), der die Konkurrenz in Einzelteile geschlagen hat und sich mit $ 40,57 Mio. ($ 43,59 Mio.) locker an die Spitze setzen konnte. Die Zahlen vom Sonntag und Montag deuten aber auch ganz stark darauf hin, dass der Film am kommenden Wochenende einen erheblichen Umsatzrückgang erleben wird. Für eine Fortsetzung reicht das Erspielte aber trotzdem.

Wie schaut's an der Neustarterfront aus? Eher düster, gerade einmal zwei Filme treten in die Schlacht und die sind dann nicht einmal schlagkräftig ausgestattet. Sonys Genreschmiede Screen Gems lässt die Komödie Fired Up aufs Publikum los und das in gerade einmal 1810 Kinos, während man bei Lionsgate vollkommen auf die Kraft eines Tyler Perry setzt, dessen Filme ja schon das ein oder andere Mal überraschend stark auftrumpfen konnten und so hat Madea Goes to Jail 2032 Kopien an Bord.

Mittwoch, Februar 18, 2009

Hickhack um Rourke - Iron Man 2, ja oder nein?

Aktuell wohl eher nein, denn wie man auf Comingsoon.net lesen kann:

Mickey Rourke has told New York Magazine that it's looking like he won't be playing the villain in Iron Man 2:

But so what if ICM's David Unger doesn't look good in a dress — at least he's battling Marvel for a bigger paycheck for Rourke for his rumored role as a villain in Iron Man 2, right? "Right now, we're not doing Iron Man 2," Rourke told us grimly.

In January, the news broke that Marvel had offered the award-winning "Wrestler" star just $250,000 to play a villain in the sequel. Perhaps further negotiations didn't go so well? Also, Rourke is now firmly attached to star in Sylvester Stallone's The Expendables, which starts shooting shortly and might interfere with the Iron Man 2 shoot.

Stay tuned for possibly more on this...
Wollte man Rourke haben, würde man im Zweifelsfall mit einem größeren Paycheck wedeln aber scheinbar ist dem nicht so. Da sich aber in Tinseltown alles von heut auf morgen ändern kann, brühe ich einfach einen Tee auf und warte ab. Immerhin ist Mickey zusammen mit Sly in The Expendables unterwegs und selbst der Governator wird in einem Cameo durch den Film wackeln als, na was wohl... Governator eben.

Nottingham wird zu Robin Hood...

MTV talked to Ridley Scott, who revealed that some big chances have been made to the previously-titled Nottingham, the director's next project. Here are a few excerpts:

That statement is notable, not only in that those first two projects are moving forward, but that "Nottingham" has now officially been renamed to reflect its lead character. "Oh yes, I think we are just going to call it 'Robin Hood'," Scott revealed. "We start in almost 2 months."

In an attempt to clarify all the confusion from a few months ago about Russell Crowe playing multiple roles, Scott was eager to say that he had changed his mind, and that Crowe will simply portray the famed archer who rises from an unlikely background. "Robin Hood is in the army of Richard Coeur de Lion," he said of how we'll find the character early in the film "He is a bowman in the army of Richard Coeur de Lion."

"[Crowe as both Robin and the Sheriff of Nottingham] was an idea so far back, way back when at the time I had this proposed to me, and I read it and thought, 'I don't really know what it does for it, but it's alright'," Scott recalled of the now-abandoned idea. "It is better to simply have the evolution of a character called Robin Hood, who will come out of a point in the Crusades which is the end."

Quelle: Comingsoon
Im Grunde finde ich die Entscheidung ein bisschen schade, da mir die Idee der Doppelrolle gefiel, weil dadurch Raum zur Interpretation des Stoffes war und wie diese Verkörperung der zwei Personen gelöst worden wäre. So scheint es nur eine der typischen Robin Hood-Verfilmungen zu werden.

Dienstag, Februar 17, 2009

Unbekannter Anrufer

Tüt...tüt....tüt... kein Anschluss unter dieser Nummer! Mensch, was wäre blos aus diesem Film geworden, wenn dies jener Unbekannte(r) Anrufer zu hören bekommen hätte? Der Zuschauer hätte jedenfalls wenig verpasst, denn dieser Aufguss des 79iger When a Stranger Calls leidet vor allem unter dem Unvermögen des Regisseurs und an dem eindimensionalen Drehbuch. Schuld an dem ganzen Dilemma sind im Grunde sowieso die Jungs, denn hätte der Freund von Jill, unserer Teenangerheldin im Film, nicht mit einer anderen Dame geknutscht, dann hätte Jill nicht stundenlang mit ihm telefonieren müssen und dann wäre auch die Handyrechnung nicht so dick wie ein Telefonbuch. Als Strafe muss sie diese nun abarbeiten und das als Babysitterin bei einem reichen Ärzteehepaar, die ein Luxushaus am See haben. Ein simpler Job, wäre da nicht irgendsoein Perversling, der sie stetig mit Telefonanrufen quält und dann auch noch persönlich auf der Matte steht. Willkommen in der Einöde des Teeniehorrors, wo der Plot und die Akteure mit einem Wort beschrieben werden können: Klischeehaft. Aber das stört in einem Horrorfilm ja bekanntlich eher selten. Da kommt es auf die inneren Werte an und Gorehounds dürfen laut seufzen: Das hier ist kein Slasher, das ist mehr Psychoterror oder etwas Ähnliches. Also legt man das Augenmerk auf die Atmosphäre und das klappt für den Anfang auch, genauer gesagt ab dem Moment, wo die süße Jill das Haus erkundet, welches durchaus Raum für Suspense bietet. Dies haben die Macher aber komplett falsch verstanden, denn was schnell folgt, ist eine solche Ausdehnung von Spannungsmomenten - jede auch nur annähernd bedrohliche Szene wird ausgewalzt bis zum Gehtnichtmehr - und zur Auflösung muss meist die doofe Hauskatze herhalten. Und als dann der Fremdling endlich auch physisch präsent ist, geht alles zu flott, dass man sich am Ende echt nur fragen kann, ob es das schon gewesen ist. Da hilft auch ein öder Schlußgag nicht mehr. Ein ganz, ganz lauwarmer Aufguss, dessen passable Ansätze komplett überreizt wurden. 04/10

Montag, Februar 16, 2009

Transformers 2 - Jetzt mit offiziellem Trailer


Nachdem am Freitag ja schon ein Bootleg-Trailer die Runde durch das WWW gemacht hat, gibt es nun auch eine offizielle Variante in anständiger Qualität. Michael Bay typisch sieht man, außer vielen Explosionen und ausuferndem F/X-Einsatz, recht wenig aber das stört auch nicht so sehr, man weiß ja, was einen erwartet im Sommer.

Sonntag, Februar 15, 2009

Die Totenliste

Der eigentliche Clou in Hustons Die Totenliste ist ja, einen Cast aufzuweisen, wie man ihn nur selten in einem Film gesehen hat: Mitchum, Sinatra, Curtis, Lancaster, Douglas und Scott und doch bemerkt man ihn größtenteils eigentlich nicht wirklich. Hierzu später ein wenig mehr. Was sonst bleibt, ist ein klassischer Krimi, der im schönen England angesiedelt ist und sich rund um eine mysteriöse Liste dreht, denn jeder, der auf dieser namentlich erfasst ist, ist Opfer eines tragischen Unfalls geworden. Herausgefunden hat dies der Journalist Adrian Messenger, der sich seines Verdachts jedoch nicht ganz sicher ist und so seinen Freund und ehemaligen Offizier Anthony Gethryn (George C. Scott) bittet, sich einmal umzuhören, um so die Vermutungen Messengers zu bestätigen. Doch bevor dieser Gewissheit hat, verunglückt seine Maschine auf einem Transatlantikflug. Bis auf einen Passagier finden alle Mitreisenden den Tod. Nun glaubt auch Gethryn nicht mehr an Zufälle und wird, nachdem er seine Zweifel lautstark der Polizei vorgetragen hat, in die Ermittlungen eingespannt. Was ein glücklicher Zufall, dass Gethryn den einzigen Überlebenden kennt, wenn auch nicht persönlich. Es ist ein französischer Widerstandskämpfer, mit dem Gethryn im Zweiten Weltkrieg über Funk verbunden war. Gemeinsam versuchen sie, den Fall zu rekapitulieren und eine Verbindung zwischen den Männern auf Adrians Liste herzustellen. Doch da der Mörder ein Meister der Maskerade ist, scheint er immer einen Schritt voraus zu sein. Man merkt sicherlich schon an der Beschreibung des Plots, dass die Geschichte auf einem wackligen Fundament steht und das rächt sich dann spätestens bei der Auflösung des Plots, wenn man beginnt, über das Gesehene nachzudenken. Huston war sich dessen wohl auch bewusst und so hat er versucht, die Geschichte immerhin so spannend wie möglich zu inszenieren, was ihm prinzipiell auch gelungen ist. Klassisch wird den einzelnen Spuren nachgegangen, der Zuschauer darf miträtseln und ein Spannungsmoment bleibt über die gesamte Laufzeit bestehen, sodass die Schnitzer im Plot nicht so sehr ins Auge stechen. Um diese Makel zu übertünchen hilft auch die Liste des oben genannten Casts, denn man griff hier auf einen Trick zurück und hat die Stars in Maskerade auftreten lassen, wodurch der Zuschauer doppelt abgelenkt ist. Er versucht nicht nur, den Ermittlungen rund um den mysteriösen Mörder zu folgen, sondern auch die Filmstars zu enttarnen, die hier auftreten. Übrigens kein Grund zu Verzweiflung, falls man sie im Film nicht enttarnen kann. Am Ende wird Alles aufgelöst. Übrigens dürfte auch die Maskerade ein Grund dafür gewesen sein, dass man hier auf das Schwarz/Weiß-Material zurückgriff, damit es nicht so stark ins Auge fällt. Das Fazit fällt dann auch versöhnlich aus. Sicherlich kann Huston hier bei weitem nicht an die Klasse anderer Produktionen anschließen aber da Die Totenliste spannend und unterhaltsam inszeniert wurde, den Stars-Suchbonus hat und mit George C. Scott und all den anderen starke Schauspieler bietet, springen am Ende 6,5/10 Punkte raus.

Samstag, Februar 14, 2009

Freitag, der 13.

Wer stapft so spät durch Wald und Wiese? Es ist der Jason, der ganz fiese. Erneut beschert uns Michael Bay ein Re-Boot einer erfolgreichen Horrorserie, bei der man sich nur fragen kann, wie sie es nur zu so vielen Fortsetzungen gebracht hat im Laufe der Zeit? Getreu der alten Originale gibt es auch in Freitag, der 13. anno 2009 ganz ganz wenig Story, Charaktere der Marke Klischeeabziehbild und den großen, klotzigen Killer, der mit seiner Machete sein Recht auf Ruhe durchsetzt. Das Ganze geht dann auch gleich gut los mit Mutter Jason, die erst einmal für Zucht und Ordnung im Camp Crystal Lake sorgt und dabei ihren Kopf verliert. Dann erfolgt, oh Wunder, eine Zeiteinblendung und wir befinden uns im Jetzt und eine Truppe tumber Teens stapft durch das Unterholz auf der Suche nach Dope - denn es gibt da Marihuanapflanzen. Ein paar bescheuerte Dialoge und ein wenig Sex später, hat Jason alle weggemetztelt. Jetzt, eine gefühlte halbe Stunde später, gibt es erst die Titeleinblendung und die eigentliche Geschichte geht los... inkl. Zeiteinblendung: Wieder Teenies, die zum Camp Crystal Lake fahren, plus der Bruder eines der Opfer aus Teeniegruppe Nummer 1, der sein Schwesterlein sucht. Erneut folgt die bewährte Kombination aus dummen Dialogen, Drogen und Sex, getoppt von Arschlochcharakteren, wo man schon genau zu Anfang weiß, wer am Ende als Letztes über die Leinwand huschen wird und bevor es all zu langweilig wird, taucht wieder Maskenjason auf - ja, vorher noch mit dem patentierten Kartoffelsack im Gesicht, haut er zwischenzeitlich nen Nachbarn um, der hier wohl schon seit Jahren mit ihm in friedlicher Co-Existenz gehaust hat, um dort die Hockeymaske zu finden - und sorgt für gelöste Stimmung. Damit kann man echt knapp 100 Min. Film füllen. Gut, über die nicht vorhandene Geschichte könnte man hinwegsehen, wenn der Rest gut inszeniert wäre aber auch hier hat man sich nichts Neues einfallen lassen. Die Schocks werden wie üblich nur durch laut einsetzende Musik ausgelöst und von Suspense scheint hier sowieso noch niemand etwas gehört zu haben. Das Ganze ödet nach einer Weile auch ziemlich an, außer man ist eingefleischter Fan. Der Rest vom Schützenfest wird sich allein schon angesichts der total beknackten Story an den Kopf fassen. Dann doch lieber Freddy vs. Jason, da nimmt sich der Film wenigstens nicht ernst und hat mit Freddy Krueger auch noch einen charismatischen Serienmörder an Bord: 3,5/10

Warum wir ins Kino gehen?

Ich muss an dieser Stelle einmal mit meinem normalen Blog-Verhalten brechen, da mich ein heutiges Erlebnis doch recht gewurmt hat und irgendwie hat es ja dann doch mit dem Thema des Blogs zu tun. Die Frage ist: Warum gehen wir ins Kino? Nun ich denke, dass die Leser, die wohl auch eine gewisse Affinität zum Medium Film pflegen, und ich ins Kino gehen, um den Film zu sehen. Ja, irgendwie witzlos, oder? Angesichts des asozialen Gesocks, was sonst so durch die Lichtspielhäuser streift, scheint man, wenn man wirklich nur am Film Interesse hat, echt in der Minderheit zu sein.
Ich war heute, bzw. jetzt ist es schon gestern, im neuen Friday the 13th - selber Schuld, wird vielleicht so manch Leser jetzt denken, was gehste auch in so einen Film - und nach langer Zeit mal wieder nicht im geliebten OV-Kino am Potsdamer Platz, da der Film dort nicht lief, was evtl. auch mit dem Berlinale-Programm zusammen hängt und habe mir daher eine deutschsprachige Fassung angeschaut und so viel Wut hatte ich schon lange nicht mehr im Kinosessel - lag vllt. auch ein wenig am Film, der dann eher mies ist - jaja, ich höre es schon Lästern - aber wie sich manche Menschen im Kino verhalten ist echt unter aller Sau. Prinzipiell wäre ich schon dafür, dass verspäteter Einlass gar nicht mehr gewährt wird, denn wer zu spät kommt, den bestraft das Leben aber so war es die erste halbe Stunde(!) mehr ein Durchgangsverkehr als ein Filmerlebnis. Dazu musste man auch lautstark auf sich aufmerksam machen. Die jungen Herren waren wohl in der Brunft und konnten auch während des Filmes nicht die Klappe halten. Wichtig ist es auch, dass man im Kino per Handy erreichbar ist. Immerhin hat man den Saal verlassen... Das ist besonders toll für die Menschen, die in der Nähe der Tür sitzen. Warum gehen diese Menschen ins Kino? Der Film wird es ja nicht sein. Vielleicht liegt es daran, dass es warm ist im Saal und draußen kalt - im Winter würde das ja Einiges erklären. Eventuell ist das Kino auch nur eine Art Zeitvertreib, bevor man dann in den Abend startet. Aber wenn man schon nichts mit sich anfangen kann, warum dann andere damit belästigen, die den Film gucken wollen?
Übrigens: Wehe man regt sich auf, nachher hat man noch eine Faust im Gesicht. So ist das Kino inzwischen verkommen und das ist für mich auch der Grund, warum ich nie wieder einen Fuß in eine deutschsprachige Vorführung setzen werde, denn noch hat man im OV-Kino seine Ruhe, selbst wenn es ein Multiplex ist. Hier genieße ich echt das Privileg, der englischen Sprache mächtig zu sein und der dumme Pöbel bleibt freiwillig vor der Tür.

Gute Nacht

Freitag, Februar 13, 2009

The Taking of Pelham 1 2 3 - Trailer


Hier nun der Trailer zu Tony Scotts Remake des gleichnamigen Films mit John Travolta und Denzel Washington in den Hauptrollen - also im Remake. Sieht nach normaler Genrekost aus. Stellt sich natürlich die Frage, warum dann ein Remake machen, wenn's eh nichts Dolles wird?

Donnerstag, Februar 12, 2009

US Boxoffice (06.02. - 08.02.)

Wir haben erst Februar und doch gehen mir langsam die Intros aus, denn jedes Wochenende ist das gleiche Bild von den US-Kinos zu vermitteln: Die Menschen strömen wie wild in die Säle und die Ergebnisse überflügeln jene aus dem Vorjahr mit Leichtigkeit. So auch am ersten Februar-Wochenende, das vier Neustarter sah und mit Hilfe der starken Holdovers ein Umsatzplus von 38% einfahren konnte. Was wird dann erst im Sommer abgehen??

Auschecken. Das ist die Devise im Hotel for Dogs. In seiner vierten Woche kann der Film noch einmal $ 5,71 Mio. für sich verbuchen und tritt dann mit $ 55,13 Mio. im Gepäck die Heimreise an. Damit hat man sicherlich noch das Beste aus der schlechten Startsituation gemacht.

Trotz eines vergleichsweise geringen Einbruchs von unter 40%, fällt The Uninvited von Platz drei auf neun und da sind die neuerlichen $ 6,26 Mio. auch nur ein kleines Trostpflaster. Damit befinden sich bisher $ 18,24 Mio. auf dem Konto.

Auch Onkel Eastwood und sein Gran Torino müssen sich nach unten orientieren aber nach neun Wochen dürfte sie das wenig kratzen, denn sein letzter Film mit ihm als Schauspieler hat sich mehr als stark geschlagen. So sind noch einmal $ 7,16 Mio. aufs Bankdepot geflossen und ein Blick in den Geldspeicher verrät, dass dort inzwischen $ 120,21 Mio. schlummern.

Ob es bei Slumdog Millionaire am Ende auch so viel wird, steht noch in den Sternen aber auch so ist man noch prima im Geschäft, schnappt sich weitere $ 7,18 Mio. und freut sich angesichts der eingefahrenen $ 77, 20 Mio.

Mit Push findet man den ersten Neustarter auf dem sechsten Platz wieder und mit einem Starteinspiel von $ 10,08 Mio. ist dies sicherlich kein Grund für Jubelarien. Damit liegt man im Vergleich mit ähnlichen Genrefilmen deutlich unter dem Durchschnitt.

Es ist quasi schon amtlich: Mit Paul Blart: Mall Cop hat das Kinojahr 2009 seinen ersten Film, der die $ 100 Mio.-Marke knacken wird. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, denn dank der $ 10,88 Mio. vom Wochenende kommt die Produktion auf ein zwischenzeitliches Einspiel von $ 96,89 Mio. und die Butter wird man sich jetzt nicht mehr vom Brot nehmen lassen.

Es scheint übrigens doch einen Filmgott zu geben, denn The Pink Panther 2 hat eine ordentliche Bauchlandung hingelegt und mit gerade einmal $ 11,59 Mio. darf man sich durchaus Hoffnungen machen, dass der Film schnell aus den Top 10 verschwindet und wir erst recht von einem dritten Teil verschont bleiben.

Ordentlich ist hingegen das Abschneiden des Animtionsfilmes Coraline, der sich auf den dritten Platz vorkämpfen konnte und sich $ 16,85 Mio. sicherte. Damit liegt man als Stop-Motion Film vom Einspiel gut im Mittelfeld und kann durch gute Zahlen in den nächsten Tagen sicherlich noch den ein oder anderen Dollar für sich verbuchen.

Scheinbar ungebrochen ist das Interesse der Amerikaner an Taken, der nahezu kaum einbüßen musste im Vergleich zur Vorwoche und sich so sichere $ 20,55 Mio. schnappte. Damit hat man nach zwei Spielwochen schon $ 53,61 Mio. in den Büchern stehen.

Nichtsdestotrotz gab es an diesem Wochenende kein Vorbeikommen an He's Just Not That Into You, der dank totaler Frauenpower - auf und vor der Leinwand - auf $ 27,79 Mio. kam und damit locker leicht auf den ersten Platz vorstoßen konnte. Und der Valentinstag steht ja erst noch an.

So tummeln sich drei Wide Releases am kommenden Wochenende. Unter anderem gibt sich Tom Tykwers The International die Ehre. Der Finanzthriller startet in 2364 Kinos., während man bei Disney/Touchstone auf die Frauen hofft und für sie Confessions of a Shopaholic in 2507 Sälen bereithält. Zahlenmäßig eindeutiger Favorit ist jedoch der von den Fans sehnlichst erwartete Friday the 13th (2009), der 3105 Kopien an Bord hat und zumindest den Freitag mit Leichtigkeit dominieren wird.

Nolans nächster Film ist...


... keine Batman-Fortsetzung aber lest selbst:

Christopher Nolan has set up his next project with Warner Bros., an original screenplay he wrote called "Inception." The "Dark Knight" director hopes to shoot the sci-fi action film in the summer for a release during summer 2010.

Nolan will produce with partner Emma Thomas, who served as a producer on "The Dark Knight."

"Chris Nolan is a visionary filmmaker who continually raises the bar with each movie he makes," Warner Bros. Pictures Group president Jeff Robinov said. "We are thrilled to be collaborating again with him and Emma on this exciting new motion picture."

Given the billion-dollar bonanza Nolan delivered with "Knight," one would suppose a treatment based on some poems he wrote in his fifth-grade journal would have gotten the green light. The writer-director-producer has done well by the studio, with "Insomnia," "Batman Begins" and "The Prestige" bringing in close to half a billion in additional theatrical revenue.

"Inception" is described as "a contemporary sci-fi actioner set within the architecture of the mind."

This pushes back any potential filming on a new Batman film, but three years -- and "The Prestige" -- passed between "Batman Begins" and "The Dark Knight." Nolan has also long been attached to direct a big-screen adaptation of the British TV series "The Prisoner" for producer Scott Stuber at Universal.

The CAA-repped Nolan wrote the screenplays for "Memento," based on a short story written by his brother, Jonathan, and "Following," his debut feature in 1998. The only directing project he hasn't written is "Insomnia," his 2002 remake of the Norwegian thriller.

He and Jonathan (with story credit) earned Golden Globe and Oscar nominations for their "Memento" script, which won an Independent Spirit Award for best screenplay and the Waldo Salt Screenwriting Award at Sundance in 2001. Their "Dark Knight" screenplay earned a WGA Award nomination this year for best adapted screenplay (with David S. Goyer).

Quelle: The Hollywood Reporter
Sicherlich werden jetzt viele Batman-Fans enttäuscht sein aber schon nach Batman Begins hat Nolan bewiesen, dass er - damals mit The Prestige - den Wechsel in den Genres super verarbeitet hat und man darf gespannt sein, ob eventuell wieder Christian Bale gecastet wird.

Mittwoch, Februar 11, 2009

Inglourious Basterds - Trailer

Das ist er also, der Trailer zum neuen Tarantino-Film und ehrlich gesagt, lässt er mich ziemlich kalt. Bisschen Tarantino-Gelaber-Dialoge, dazu Brad Pitt mit ollem Schnäuzer, Zeitlupenballereien, Eli Roth als Schauspieler und dazu trieft aus allen Ecken: Der Film ist cool, er ist ein Tarantino.
Vielleicht bin ich heut auch nur schlecht drauf aber da gibt es in diesem Jahr ganz andere Filme, auf die ich mich freue.

Tom Cruise und David Cronenberg?


Tom Cruise is in talks to star with Denzel Washington in “The Matarese Circle,” the David Cronenberg-directed adaptation of the Robert Ludlum thriller that MGM will put into production this year.

Cruise will go mano a mano with Washington as two bitter enemy spies who, after spending two decades trying to kill one another, find themselves in the crosshairs of the Matarese, a powerful group at the root of a conspiracy. The script by Michael Brandt and Derek Haas (“Wanted”) contemporizes Ludlum’s original Cold War premise. Lorenzo di Bonaventura, Nick Wechsler will produce with Jeffrey Weiner and Ben Smith’s newly formed Captivate Entertainment. Henry Morrison is exec producer.

The deal is coming together quickly, and it is unclear whether it will be structured in such a way that MGM can tap the Merrill Lynch production funding that was raised when Cruise became an owner of UA.

Project becomes the marquee film under the new regime of MGM topper Mary Parent, and the film is expected to be released in 2010.

Cruise, who’s coming off “Valkyrie,” is expected next to star with Charlize Theron in “The Tourist” for Spyglass.


Quelle: Variety
Wenn das mal keine seltsame Kombination ist aber hey, man ist ja auch immer offen für Neues und Cronenberg hat mit seinen letzten Filmen bewiesen, dass ihm auch Themen, die auf den ersten Blick näher am Mainstream liegen, sehr gut gelingen. Behalten wir hier also die Ohren und Augen offen und harren der Dinge, die da kommen werden.

Dienstag, Februar 10, 2009

Meine Oscartipps - Garantiert ohne Gewähr

Best Motion Picture of the Year
Slumdog Millionaire (2008): Christian Colson

Best Performance by an Actor in a Leading Role
Mickey Rourke for The Wrestler (2008)

Best Performance by an Actress in a Leading Role
Kate Winslet for The Reader (2008)

Best Performance by an Actor in a Supporting Role
Heath Ledger for The Dark Knight (2008)

Best Performance by an Actress in a Supporting Role
Penélope Cruz for Vicky Cristina Barcelona (2008)

Best Achievement in Directing
Danny Boyle for Slumdog Millionaire (2008)

Best Writing, Screenplay Written Directly for the Screen
WALL·E (2008): Andrew Stanton, Pete Docter, Jim Reardon

Best Writing, Screenplay Based on Material Previously Produced or Published
Slumdog Millionaire (2008): Simon Beaufoy

Best Achievement in Cinematography
The Curious Case of Benjamin Button (2008): Claudio Miranda

Best Achievement in Editing
Slumdog Millionaire (2008): Chris Dickens

Best Achievement in Art Direction
The Curious Case of Benjamin Button (2008): Donald Graham Burt, Victor J. Zolfo

Best Achievement in Costume Design
The Duchess (2008): Michael O'Connor

Best Achievement in Makeup
The Curious Case of Benjamin Button (2008): Greg Cannom

Best Achievement in Music Written for Motion Pictures, Original Score
Slumdog Millionaire (2008): A.R. Rahman

Best Achievement in Music Written for Motion Pictures, Original Song
WALL·E (2008): Peter Gabriel, Thomas Newman("Down to Earth")

Best Achievement in Sound
WALL·E (2008)

Best Achievement in Sound Editing
WALL·E (2008)

Best Achievement in Visual Effects
The Curious Case of Benjamin Button (2008): Eric Barba, Edson Williams

Best Animated Feature Film of the Year
WALL·E (2008)

Best Foreign Language Film of the Year
Vals Im Bashir (2008)(Israel)

Best Documentary, Features
Man on Wire (2008)

Best Documentary, Short Subjects
The Final Inch

Best Short Film, Animated
Presto (2008): Doug Sweetland

Best Short Film, Live Action
Spielzeugland (2007)

Ehrlih gesagt, drücke ich ein paar anderen Leuten in diesem Jahr die Daumen, sorry Kate, falls du es hier liest ;), aber die obige Liste stellt die, in meinen Augen, wahrscheinlichsten Gewinner dar.

Montag, Februar 09, 2009

Der tierisch verrückte Bauernhof

Wenn alle etwas vom großen Animationsfilmekuchen abhaben wollen, ist es natürlich normal, dass für manch Film am Ende nur noch Krümel übrig sind. Ein Schicksal, welches auch dem Werk Der tierisch verrückte Bauernhof zuteil wurde. Ganz zu Unrecht aber nicht, denn jene Nickelodeon-Co-Produktion wartet nicht gerade mit viel Inhalt auf und wenn ja, dann ist das zu Großteil von anderen Genrevertretern kopiert. Dabei ist die Idee, das Ganze auf dem heimischen Bauernhof - nein, nicht im schönen Friesland aber irgendwo im Nirgendwo in den Staaten - spielen zu lassen gar nicht so übel aber schon die ersten Filmminuten verheißen nichts Gutes. Wer zum Geier kam auf die Idee, männlichen Kühen ein Euter zu verpassen? War man sich so sehr unsicher, dass man die Viecher ohne nicht erkennen würde? Wie dem auch sei. Was bekommt man sonst noch geboten für sein Geld? Eine typische Geschichte vom Erwachsenwerden. Da gibt es eine Kuh, Otis, die nur Unsinn im Kopf hat und in seinem jugendlichen Leichtsinn mit seinen tierischen Freunden für allerlei Chaos auf dem Hof sorgt. Der Vater, der der Chef unter den Tieren ist, sieht das natürlich gar nicht gerne und möchte, dass sein Filius mehr Verantwortung übernimmt. Lange Rede, gar kein Sinn... Es kommt, wie es kommen muss und schon bald muss Otis sein Leben in die Hand nehmen und die Hoftiere führen und beschützen. Eine ungewohnte Situation aber natürlich geht es am Ende alles gut aus. Willkommen in der Einfallslosigkeit des Animationsfilms. Getreu dem Motto, dass man, wenn man schon kaum eigene Ideen hat, lieber gute Filme kopiert, trollt sich dieser Film dem Ende entgegen und der Zuschauer weiß von der ersten Filmminute, was ihn erwartet. Dabei schafft es der Film immerhin, doch noch so unterhaltsam zu sein, dass man bis zum Finale dabei bleibt, was auch an ein paar schrägen Charakteren liegt und vereinzelten guten Gags. Auch technisch ist der Film gut gelungen, besonders die Gewitterwolken in einer Szene blieben in Erinnerung und vor zehn Jahren wäre einem mit jenem Film sicherlich ein großer Wurf gelungen aber im Hier und Jetzt, wo die Messlatte mehrere Stockwerke höher ist, steckt man im Nirgendwo des Mittelfeldes fest. 05/10

Samstag, Februar 07, 2009

Observe and Report - RedBand-Trailer

Die neue Komödie mit Seth Rogen und Anna Faris, natürlich standesgemäß mit einem RedBand-Trailer. Es muss ja nicht immer nur Kultur sein und um ehrlich zu sein, ich hab mich grad köstlich amüsiert, denn zumindest der Trailer ist sehr gut montiert.

Donnerstag, Februar 05, 2009

US Boxoffice (30.01 - 01.02)

Normalerweise ist die Rollenverteilung am Superbowl-Wochenende klar - zumindest am Sonntag: Die Männer sitzen vor dem Fernseher und die Frauen flüchten aus ihren Haushalten und unter Umständen auch ins Kino. Kein Wunder also, dass die Neustarter an diesem einen Wochenende im Jahr meist Horrorfilme oder romantische Komödien sind, eben Filme, die gerne von Frauen besucht werden. Doch dieses Jahr war es ein wenig anders und die Studios werden zu der Erkenntnis kommen, dass man mit dem richtigen Filmmaterial auch die männliche Bevölkerung ansprechen kann und erneut hat das Kino seine Stärke unter Beweis gestellt und man lag erneut ein wenig über dem Ergebnis aus dem letzten Jahr.

Daran hat Inkheart aber den geringsten Verdienst, denn mit gerade einmal $ 3,72 Mio. hat man es gerade so auf den zehnten Platz geschafft und schaut man in die Kriegskasse, die nur mit $ 12,81 Mio. gefüllt ist, so wird man schnellstmöglich die weiße Fahne hissen.

Für My Bloody Valentine 3-D ist es nun auch an der Zeit, Abschied zu nehmen, denn nach drei Wochen in den Charts wird man bei der nächsten Auflistung nicht mehr in den Top 10 zu finden sein. Aber, wie schon erwähnt, ist dies kein Grund zur Trauer und neuerliche $ 4,48 Mio. können eingenommen werden, wodurch der Film $ 44,83 Mio. vorweisen kann.

Kein wirklicher Knaller ist das Abschneiden der neugestarteten Komödie New in Town, die sich mit läppischen $ 6,74 Mio. begnügen muss und so müssen sich die Leute in der Marketingabteilung die Fragen gefallen lassen, ob man hier richtig an das Produkt herangetreten ist.

Damit dürfte das Schicksal des Franchises im Kino besiegelt sein: Underworld: Rise of the Lycans bricht in der zweiten Woche über 63% ein und wird mit den $ 7,58 Mio. vom Wochenende und den $ 33,17 Mio., die innerhalb der ersten zwei Wochen eingespielt wurden, deutlich als schlechtester Teil der Filmreihe in die Bücher eingehen.

Dagegen schwebt Slumdog Millionaire weiter auf einer Wolke des Erfolges und sichert sich so kinderleicht $ 7,63 Mio. Damit kämpft man sich stetig weiter voran und kann inzwischen schon stolze $ 67,19 Mio. vorweisen. Bis zu den Oscars wird man von dem Film sicherlich noch Einiges hören.

Rausgefallen aus den Top 3 ist Gran Torino aber das wird Eastwood und Co. sicherlich eher wenig stören, kann der Film mit den $ 8,23 Mio. vom Wochenende eindeutig untermauern, dass er der finanziell erfolgreichste des alten Haudegen ists und das mit aktuell $ 110,18 Mio.

Kämpferisch zeigt sich der Familienfilm Hotel for Dogs, der seinen Platz nicht freimachen will und so mit $ 8,63 Mio. weiterhin auf Position vier verweilt. Durch diesen jüngsten Geldregen kann man inzwischen auf ein Einspiel von $ 48,16 Mio. verweisen.

DreamWorks Ausflug ins Horrorgenre ist ein wenig auf die Nase gefallen, denn The Uninvited, seines Zeichens Remake von A Tale of Two Sisters aus Korea, blieb mit $ 10,33 Mio. doch hinter den Erwartungen zurück. Vielleicht ist auch schon eine gewisse Übersättigung an Genrebeiträgen eingetreten, die im Januar doch recht zahlreich in den Kinos zu sehen waren.

Unermüdlich zeigt sich weiterhin Paul Blart: Mall Cop, der ein Ziel fest vor Augen zu haben scheint: $ 100 Mio. So schnappt er sich auch an diesem Wochenende $ 13,87 Mio. und die Kontoauszüge weisen stolze $ 83,25 Mio. aus. Es wird knapp aber es liegt im Bereich des Möglichen.

Somit hat es Foxs Taken deutlich an die Spitze der Charts geschafft und geht als bisher zweibester Neustarter am Superbowl-Wochenende in die Geschichtsbücher ein. Am Ende sind es $ 24,72 Mio. geworden für einen Film, der sonst schon fast überall auf der Welt in den Kinos gezeigt wurde und insgesamt $ 93,55 Mio. einspielen konnte.

Es scheint aber fast unmöglich, dass der Film auf Platz eins bleibt, starten doch vier frische Filme in das erste Februarwochenende und für verschiedene Geschmäcker ist wieder etwas dabei. Anspruchsvoll scheint es bei Focus Features zu werden, die den Animationsfilm Coraline von Henry Selick am Start haben, der in 2299 Kinos zu sehen sein wird. Mit Push setzt das Indielabel Summit auf einen Sci/Fi-Film, der u.a. mit Dakota Fanning und Djimon Hounsou aufwarten kann und 2313 Kinorollen im Gepäck hat. Warner hingegen hat die Frauen im Visier und schickt das RomCom-Starvehikel He's Just Not That Into You ins Rennen, welches gespickt ist mit namhaften Darstellern. Vielleicht geht die Rechnung auf, 3175 Filmrollen sind jedenfalls eingeplant. Bei Sony setzt man ganz auf einen französischen Inspektor, denn Steve Martins The Pink Panther 2 wird auf das Publikum losgelassen. Wer nach dem miserablen ersten Teil die Nerven hat, kann ja eines der 3243 Lichtspielhäuser in seiner Umgebung aufsuchen.