Freitag, April 23, 2010

Noir-licious Tage im Juli

Nachdem Anfang April Warner schon die The Film Noir Classic Collection Vol. 5 für den Juli angekündigt hat, gibt es nun auch von anderen Studios weiteren Genrenachschub im Juli:

Wie aus gut unterrichteter Quelle bekannt wurde, wird Sony die Columbia Pictures Film Noir Classics II am 06. Juli 2010 veröffentlichen. Das Set wird fünf Filme enthalten, die so ihre US-DVD-Premiere feiern:
  • Human Desire (1954)
  • Pushover (1954)
  • Nightfall (1957)
  • The Brothers Rico (1957)
  • City of Fear (1959)

    Die offizielle Ankündigung dürfte in den kommenden zwei Wochen erfolgen und dann wird man auch sehen, ob erneut Bonusmaterial mit an Bord sein wird.

    Im Februar hatte ich schon berichtet, dass Olive Films 27 Paramount-Titel lizensiert hat und diese ab dem Sommer veröffentlicht werden. Nun sind die ersten vier Film angekündigt und sie erscheinen ebenfalls am 13. Juli. Natürlich, um thematisch zum Blogeintrag zu passen, hat man sich entschieden, gleich drei Film Noir in den ersten Schwung zu packen. Die Film wurden allesamt von 35mm-Material abgetastet und restauriert, werden aber höchstwahrscheinlich ohne Bonusmaterial erscheinen:
    • Dark City (1950)
    • Union Station (1950)
    • Appointment with Danger (1951)
    • Crack in the World (1965)



      Die Cover und Infos stammen wie so oft von den guten Menschen von Classicflix.com.

      Donnerstag, April 22, 2010

      Der Polyp - Die Bestie mit den Todesarmen


      Tentacoli: Was wie ein Fischgericht beim Lieblingsitaliener klingt ist in Wahrheit faustdicker Italokäse für Trashgourmets. Dank des Erfolgs des Spielberg'schen Weißen Hais tauchten sie Mitte der 70er aus den Untiefen der Filmmeere auf, die Killerbarracuda, Piranhas, Kraken und Seegurken und auch Der Polyp - Die Bestie mit den Todesarmen schwimmt so eindeutig auf der Welle mit, dass es schon fast weh tut. Hier ist natürlich ein gemein- gefährlicher Kraken, der sich nicht nur die Babys vom Ufer klaut, sondern auch Schwimmer, Taucher und ganze Motorboote attackiert. Kein Wunder also, dass die Polizei im Laufe des Films unruhig wird und zusammen mit der Legende John Huston - im Film als Journalist Ned Turner unterwegs - startet man die Ermittlungen und trifft dabei u.a. auf Henry Fonda, der in drei kurzen Einspielern einen fiesen Baumagnaten mimen darf, der da im Meer die Tunnels bohrt und auf andere bekannte Namen wie z.B. Bo Hopkins und Shelley Winters, die vor allem eins sind: hemmungslos unterfordert angesichts dieses zusammengeschusterten Skripts. Im Grunde wird hier wirklich die Jaws-Story recyclet inkl. maritimen Großereignis (Regatta), ungläubigen Beamten und einer finalen Jagd auf dem offenen Meer samt Orca-Handpuppen und Gummitentakeln. Halt, das gab's bei Spielberg natürlich nicht, dafür aber hier und da merkt man auch, in welcher Liga man sich befindet. Bei diesem possierlichen Endkampf hat man wahrlich Tränen in den Augen - vom Lachen. Der Rest vom Film ist da wesentlich nüchterner, weil langweilig, denn selbst als Jaws-Kopie funktioniert hier nahezu nichts, kommt keine Spannung auf und einzig Stelvio Ciprianis 70s-Italo-Score lässt ein bisschen Freude aufkommen. So bleibt am Ende auch nur ein Fazit zu ziehen: Ganz großer Schuß in den Ofen aber immerhin mit Puppen-Orcas und daher noch knapp 2/10.

      Donnerstag, April 15, 2010

      Nur 48 Stunden


      In den 80ern war die Welt noch in Ordnung - zumindest für die meisten Actionfans, die ich kenne. Die Hasswörter PG-13 und CGI und die daraus resultierenden filmischen Auswüchse schienen noch in weiter Ferne und Hollywood tobte sich in diversen A- und in vielen weiteren B-Produktionen ordentlich aus. So auch Walter Hill, der mit Nur 48 Stunden einen seiner bekanntesten Beiträge ablieferte und damit gleichzeitig als Geburtshelfer der Buddy Cop-Filme fungierte. Nick Nolte (Jack Cates)und der damals durch SNL bekannte Eddie Murphy (Reggie Hammond) wurden hier als ungleiches Paar zusammengeführt, um gemeinsam den Cop-Killer und entflohenen Sträfling Albert Ganz zu stellen. Cates, der wegen seiner ruppigen Art im Department nicht überaus beliebt ist, benötigt für dieses Unterfangen eben die Hilfe jenes Reggie Hammonds, ehemaliger Mittäter von Ganz bei einem Raubüberfall, der jedoch noch seine Haftstrafe im staatlichen Gefängnis absitzt. Also wird Hammond kurzerhand für 48 Stunden von Cates ausgeliehen und man kann sich denken, dass Reggie nicht wirklich begeistert ist von seinem neuen Job. Reibereien zwischen den beiden Sturköpfen sind vorprogrammiert, doch Hammonds Motivation steigt schlagartig, als es darum geht, die damalige Beute zu sichern, hinter der Ganz her ist und so geben Cates und Hammond doch noch ein schlagfertiges und -kräftiges Duo ab. In einer gutsortierten Actionsammlung darf jener Film garantiert nicht fehlen, hat Walter Hill mit Nur 48 Stunden doch einen großen Wurf abgeliefert, der eine genreübliche Story über alle Maße durch seine Hauptdarsteller und deren Chemie untereinander aufwertet. Trotz der Tatsache, dass es im Film beileibe nicht zimperlich zugeht, bleibt auf der anderen Seite auch kein Auge trocken, was an den markigen Onelinern liegt, die sich Nolte und Murphy hier gegenseitig an den Kopf werfen. Political Correctness komplett ausgeblendet, bekommt man hier Knaller zu hören, die einen mit den Ohren schlackern lassen und so ist es diese Mischung aus bekannten, harten Actionelementen und dem losen Mundwerk des ungleichen Paars, die den Film so erfolgreich gemacht hat. Untermalt von James Horners treffsicheren Score macht der Film auch fast 30 Jahre später noch immer verdammt viel Spaß: 08/10.

      Dienstag, April 13, 2010

      TCM: Spotlight: Errol Flynn Adventures Collection - im August!


      Froide. Froide. Warner scheint aus dem Winterschlaf erwacht. Anders lässt sich die kleine DVD-Offensive im Sommer nicht erklären. Erst Charlie Chan, dann Film Noir und nun Errol Flynn.

      Wie der gute David Greenstreet von Classicflix heute gebloggt hat, scheint das versprochene Flynn-Set als TCM: Spotlight: Errol Flynn Adventures Collection am 03. August in den USA zu erscheinen. Dabei wird das 5-Disc aller Voraussicht nach vier DVD-Premieren enthalten:

      Desperate Journey (1942)


      BONUS FEATURES:

      * Warner Night at the Movies 1942 Short Subjects Gallery:
      o Vintage Newsreel
      o Oscar-Nominated Patriotic Short The Tanks Are Coming
      o Musical Shorts Borrah Minnevitch and His Harmonica School and The United States Army Air Force Band
      o Classic Cartoon The Dover Boys at Pimento University or the Rivals of Roquefort Hall
      * Trailers of Desperate Journey and 1942’s Murder in the Big House

      Edge of Darkness (1943)

      BONUS FEATURES:

      * Warner Night at the Movies 1943 Short Subjects Gallery:
      * Vintage Newsreel
      * Musical Short The United States Service Bands
      * Classic Cartoons Hiss and Make Up and To Duck….or Not to Duck
      * Trailers of Edge of Darkness and 1943’s The Hard Way

      Northern Pursuit (1943)


      BONUS FEATURES:

      * Warner Night at the Movies 1943 Short Subjects Gallery:
      o Vintage Newsreel
      o Wartime Short The Rear Gunner
      o Musical Short All-Star Melody Masters
      o Drama Short Over the Wall
      o Classic Cartoon Hop and Go
      * Trailers of Northern Pursuit and 1943’s The Constant Nymph

      Uncertain Glory (1944)

      BONUS FEATURES:

      * Warner Night at the Movies 1944 Short Subjects Gallery:
      o Vintage Newsreel
      o Musical Short Unted States Coast Guard Band
      o Classic Cartoons Brother Brat and Russian Rhapsody
      * Trailers of Uncertain Glory and 1944’s The Mask of Dimitrios

      Objective, Burma! (1945)

      BONUS FEATURES:

      * Commentary by Historians Rudy Behlmer, Jon Burlingame and Frank Thompson
      o Warner Night at the Movies 1945 Short Subjects Gallery:
      o Vintage Newsreel
      o Joe McDoakes Comedy Short So You Think You’re Allergic
      o Classic Cartoon A Tale of Two Mice
      * Trailers of Objective, Burma! and 1945’s Pride of the Marines

      Hier ist auch schon das Cover für das Schmuckstück.



      Bleibt nur zu hoffen, dass dies nicht nur ein kurzes Aufflammen ist und wir im Herbst, Winter und im nächsten Jahr noch ein paar mehr schicke Sets von Warner bekommen. *hust*Bette Davis, Forbidden Hollywood, Jean Harlow, mehr Bogey, endlich die Stummfilme (Greed und co.)*hust*

      Sonntag, April 11, 2010

      Die Zeit nach Mitternacht


      Selbst so bekannte Regisseure wie Martin Scorsese haben Arbeiten in ihrer Filmographie, die in Vergessenheit geraten sind, weil sie im Schatten bekannterer Werke stehen bzw. fast nie im Fernsehen gezeigt werden. Die Zeit nach Mitternacht ist solch ein Beitrag, der zu Unrecht ein Schattendasein fristet. Gedreht wurde er Mitte der 80er, einer Zeit, in der Scorsese seinen genialen Frühwerken hinterher zu laufen schien - zumindest wenn es um die Gunst der Kritiken ging. Dabei ist After Hours, so der Originaltitel, kein Film, der sich verstecken muss. In dieser schwarzen Komödie wird eine Nacht im Leben des Computerspezialisten Paul Hackett (Griffin Dunne) beleuchtet, die er und die Zuschauer so schnell nicht wieder vergessen werden. Dabei hat sie so schön angefangen, hat doch Hackett die Bekanntschaft der schönen Marcy (Rosanna Arquette) gemacht, die ihm auch prompt ihre Telefonnummer hinterlassen hat. Ein erstes Date ist schnell arrangiert, doch recht flott merkt Paul, dass Marcy ein paar ernste Probleme zu haben scheint und auch Marcys Mitbewohnerin Kiki macht einen durchaus skurrilen Eindruck. Also lässt Paul sein Date sitzen und möchte nur noch nach Hause, womit seine Odyssee im nächtlichen New York beginnt. Dass er nämlich nicht so schnell sein Heim erreichen wird, dafür sorgen ganz andere Gestalten der Nacht. Durchaus surrealistisch präsentiert sich jene schwarze Komödie, die gleichzeitig auch eine Liebeserklärung an die Stadt New York samt ihrer nächtlichen Bewohner darstellt. Dabei schafft es Scorsese spielerisch, die Spannung aufrecht zu halten und als Zuschauer leidet man förmlich mit, wenn sich Paul immer weiter von seinem Ziel, seinem Heim, entfernt und von einer haarsträubenden Situation zur nächsten gerät. Paranoia ist omnipräsent. Eingefangen wurde das Ganze von Michael Ballhaus Kamera, der sein komplettes Repertoire zeigen darf und so wunderschöne Bilder dieses nächtlichen Alptraums auf die Leinwand bannt. Man muss diese Achterbahnfahrt gesehen haben, um nachvollziehen zu können, was für ein großer Wurf hier eigentlich gelungen ist und hat man den Film einmal gesehen, ist man seinem Bann schutzlos ausgeliefert und möchte wieder eintauchen in Die Zeit nach Mitternacht: 09/10.

      Freitag, April 09, 2010

      The Other Guys - Trailer



      Wer die Flash-Datei nicht mehr ertragen kann, klickt mit der rechten Maustaste auf das Bild und entfernt den Haken bei "Abspielen".

      Will Ferrells Filme mag man oder nicht. Dazwischen gibt es kaum Abstufungen. So dürfte auch der Trailer für seinen nächsten Film The Other Guys nicht bei jedem Leser auf Gegenliebe stoßen. Angesichts des Casts aus Samuel L. Jackson, Dwayne Johnson, Eva Mendes und Mark Wahlberg sowie der ersten bewegten Bilder bin ich dem Ganzen nicht ganz abgeneigt:

      Mittwoch, April 07, 2010

      Cowboys & Aliens - Harrison Ford an Bord


      Jon Favreau, dessen Iron Man 2 im Mai in die Kinos kommt, hat auf seiner Twitterseite bestätigt, dass Harrison Ford für Cowboys & Aliens unterschrieben hat und an der Seite von Daniel Craig, der Robert Downey Jr. ersetzt hat, und Olivia Wilde zu sehen sein wird.

      Der Film basiert, wie sollte es heutzutage auch nicht anders sein, auf einem Comic und handelt von einer Truppe Cowboys und Indianer, die sich im Wilden Westen den Alieninvasoren entgegenstellen.

      Ziemlich abgedreht also und man darf gespannt sein, was da schlußendlich auf die Zuschauer losgelassen wird. Aktuell ist der 29. Juli 2011 als US-Start angepeilt.
      Mehr zur Story inkl. eines Teasers zum Comic auf /film.

      Montag, April 05, 2010

      Ich folgte einem Zombie


      Für Fans klassischer Horrorfilme ist Val Lewton eine feste Institution. Als Chef der Horror-Abteilung der RKO Pictures zeichnete er sich für neun Genrebeiträge verantwortlich, die heute Kultstatus genießen und Lewtons Namen unsterblich machten. Trotz der Tatsache, dass diese Filme für wenig Geld als B-Produktionen abgedreht wurden,überzeugen sie doch vor allem aufgrund ihrer hochwertigen Geschichten und setzen sich damit leicht von anderen Produktionen jener Zeit ab, auch wenn die Titel stellenweise publikums-
      wirksam reißerisch ausgewählt wurden - Lewton selbst konnte sich nicht dagegen wehren, hatte er darüber keine Kontrolle. Letzteres sollte man dann auch im Hinterkopf haben, wenn man sich Jacques Tourneurs I Walked with a Zombie zur Brust nimmt, der auch die Zombie-Thematik anders beleuchtet, als man es aus den "of the Dead"-Filmen und ähnlichen "moderneren" Vertretern kennt.

      Der Film selbst spielt auf einer Karibikinsel, auf die es die Kanadierin Betsy (Frances Dee) verschlägt, soll sie doch dort als Krankenschwester arbeiten und die kranke Ehefrau des Plantagenbesitzers Paul Holland (Tom Conway) pflegen. Auf der Insel angekommen, lernt Betsy auch Pauls Halbbruder Wesley (James Ellison) kennen und realisiert schnell, dass Paul, dessen Frau Jessica und Wesley eine gemeinsame, unrühmliche Vergangenheit haben, welche wohl auch zu Jessicas Erkrankung beigetragen hat. Zu allem Überfluss verliebt sich Betsy auch noch in Paul, will aber ihren Gefühlen keinen freien Lauf lassen und stattdessen als Zeichen ihrer Liebe Jessica, die nach einem tropischen Fieber den Verstand verloren hat und nun, nur noch einer Hülle gleich, vor sich hin vegetiert, helfen, wieder zu Sinnen zu kommen. Dabei scheut sie es auch nicht, die örtlichen Voodoo-Rituale als Heilmittel in Betracht zu ziehen, wodurch das Unheil seinen Lauf nimmt...

      Der Begriff Zombie bezieht sich hier also auf das klassische Bild eines willenlosen Wesens und hat nichts mit den bluthungrigen Untoten der heutigen Popkultur zu tun und so dreht sich I Walked with a Zombie auch um jene Voodoo-Rituale, bei denen u.a. auch jene schwarze Magie angewendet wird, wenngleich primär die Familiengeschichte der Hollands im Mittelpunkt steht, die während der kurzen Laufzeit von nicht einmal 70 Minuten Stück für Stück ans Tageslicht gelangt und auch stellenweise Parallelen zu Charlotte Brontes Jane Eyre aufweist. Letzteres ist aber gleichzeitig auch hinderlich, wünscht man sich doch stellenweise weniger verzweifelte Liebesgeschichte, sondern mehr Suspense und Grusel, denn dann trumpfen Tourneur und Lewton auf, haben sie doch eine wahrlich schaurige Atmosphäre erschaffen und wenn Betsy und Jessica nächtens durch das Zuckerrohrfeld laufen, um den geheimen Ort des Voodoo-Rituals aufzusuchen, dann kann man die Nackenhaare einzeln zählen. Das Spiel mit Licht und Schatten, dem clever eingesetzten Produktionsdesign in Kombination mit der sich langsam entwickelnden Story und die von Anfang an düstere, feindselige Atmosphäre machen die großen Momente des Films aus. Untermalt wird das Ganze dann auch noch durch die bedrohlich wirkenden Voodoo-Trommeln, die über weite Strecken die musikalische Begleitung bilden. Horror/Grusel kann so schön sein und Tourneur/Lewton liefern hier einen wunderbaren Beweis ab. 8,5/10

      The Film Noir Classic Collection Volume 5 - Im Juli


      Das Warten hat endlich ein Ende. Drei Jahre nach ihrem letzten Film Noir-Set hat Warner nun die Nr. 5 ihrer erfolgreichen Film Noir-Reihe angekündigt und zwar für den 13. Juli 2010!

      Acht Filme auf 4 DVDs wird das Set enthalten, alles DVD-Premieren, die von Fans sehnlich erwartet werden. Einziger Wermutstropfen, auf Bonusmaterial wird diesmal wohl aus Kostengründen nahezu komplett verzichtet:

      Cornered (1945):

      From England to continental Europe to Buenos Aires, ex-RCAF pilot Dick Powell stalks the Nazi collaborator who murdered his bride. But one fact constantly surfaces during his quest: no one can describe the mysterious man. Joining Powell in the film shadows are the director and other key talent behind Murder, My Sweet of the year before.

      Special Features:
      Cornered trailer.

      Runtime: 102 minutes
      Rating: NR
      Film Specs: B&W 4x3 1.37 standard aspect ratio
      Language: English Mono
      Subtitles: English

      Desperate (1947):

      Desperate is the first of seven atmospheric noirs directed by Anthony Mann. Steve Brodie is a postwar every man who accepts what he thinks is an honest trucking job, only to find he’s the driver in a botched heist that puts Brodie and his bride (Audrey Long) on the run from the cops and the cons who planned the job (including chief thug Raymond Burr).

      Runtime: 73 minutes
      Rating: NR
      Film Specs: B&W 4x3 1.37 standard aspect ratio
      Language: English Mono
      Subtitles: English

      The Phenix City Story (1955):

      Corruption, brutality and vice plagued Phenix City, Alabama, for 100 years, so who would dare to change it? Based on real-life events and filmed on location in what was called Sin City USA, director Phil Karlson’s semi-documentary tells the jolting tale of those who risked their lives to bring the burg’s syndicate of thugs and murderers to justice.

      RT: 100 minutes
      Rating: NR
      Film Specs: B&W 16x9 Widescreen 1.77
      Language: English Mono
      Subtitles: English

      Dial 1119 (1950):

      An asylum inmate escapes to the city, where he takes hostages at a local dive, guns down a bar employee and warns authorities his captives will be next if the doctor whose testimony first put him away doesn’t arrive within the hour. A bit of casting irony goes with the movie’s then-novel use of TV news coverage: actors Marshall Thompson, William Conrad, Keefe Brasselle and Leon Ames would have significant career ventures in television.

      Special Features:

      Includes Dial 1119 theatrical trailer.

      RT: 75 minutes
      Rating: NR
      Film Specs: B&W 4x3 1.37 standard aspect ratio
      Language: English Mono
      Subtitles: English


      Armored Car Robbery (1950):

      Richard Fleischer directs this brute-force milestone about a deadly heist and the battle of wits and firepower between a fugitive gangster (William Talman) and his stripper moll (Adele Jergens) and a bulldog cop (Charles McGraw), out to avenge his partner’s death, who uses hidden microphones, lab work and his own well-honed instincts to close the net.

      RT: 68 minutes
      Rating: NR
      Film Specs: B&W 4x3 1.37 standard aspect ratio
      Language: English Mono
      Subtitles: English


      Crime in the Streets (1956):

      Following a turf rumble with a rival group, a street gang leader (John Cassavetes) tells his gang to do what they’ve never done before: kill a snitch. Reginald Rose wrote and Don Siegel directs a jazz-riffing screen version of a tale first seen on TV and co-starring James Whitmore and Sal Mineo.

      RT: 91 minutes
      Rating: NR
      Film Specs: B&W 16x9 Widescreen 1.77
      Language: English Mono
      Subtitles: English


      Deadline At Dawn (1946):

      A gangster’s sister lies dead. All clues point to sailor Bill Williams as the murderer. Slated to depart for duty at dawn, the swabbie, aided by good-hearted dime-a-dancer Susan Hayward and affable cabbie Paul Lukas, has mere hours to prove his innocence. The tangy Clifford Odets script is based on a novel by William Irish (pseudonym of Cornell Woolrich).

      RT: 83 minutes
      Rating: NR
      Film Specs: B&W 4x3 1.37 standard aspect ratio
      Language: English Mono
      Subtitles: English


      Backfire (1950):

      Vincent Sherman directs this gripping yarn about recovering war veteran Gordon MacRae’s quest to prove pal Edmond O’Brien innocent of murder. Aiding him is his resourceful nurse Virginia Mayo. And a secretive doctor, a lively undertaker, a desperate gambler, a dying witness and a haunting Viennese melody all lead them to a shocking climax.

      RT: 91 minutes
      Rating: NR
      Film Specs: B&W 4x3 1.37 standard aspect ratio
      Language: English Mono
      Subtitles: English

       Das Boxdesign stammt von Classicflix.com

      Sonntag, April 04, 2010

      Podcast - Nr. 12 ist online


      Omahabitch und meine Wenigkeit haben am Oster-Wochenende die 12. Ausgabe des Filmabend.info Podcasts aufgenommen und besprechen Green Zone, Brooklyn's Finest und die Trailer zu Predators, The Expendables und Scott Pilgrim vs. the World.

      Wer Lust hat, findet den Cast hier:
      http://www.filmabend.info/filmabend-info-die-zwolfte-green-zone-brooklyns-finest/

      Freitag, April 02, 2010

      DiCaprio - zwei Filmprojekte mit Eastwood und Stone im Gespräch

      In den vergangenen Tagen gab es diverse Newsmeldungen und zwei fand ich dabei besonders erwähnenswert. Bei beiden steht auch Leonardo DiCaprio im Mittelpunkt, der, wie ich vielleicht schon einmal hier erwähnt habe, aktuell zu meinen männlichen Favoriten in Hollywood gehört.

      Die Projekte sind auch insofern interessant, als dass zwei Regiealtmeister mit ihnen in Verbindung gebracht werden bzw. DiCaprio mit den jeweiligen Projekten.



      So ist er einmal als FBI-Chef J. Edgar Hoover im Gespräch, über dessen Leben ein Biopic in der Arbeit, welches von keinem anderen als Clint Eastwood verfilmt werden soll. Das Drehbuch stammt von Dustin Lance Black, der jüngst das Skript zu Milk verfasste und dafür auch den Academy Award erhielt.

      Ursprünglich war Ron Howard als Regisseur im Gespräch doch Universal drückte auf die Bremse und der Film wechselte zu Warner Bros. und Eastwood. Interessant dürfte sein, wie die Figur des J. Edgar Hoover angelegt wird, ist er doch eine kontroverse Persönlichkeit gewesen, die die Macht der Organisation FBI gerne für private Hexenjagden und Ähnliches missbrauchte. Eine geniale Beschreibung findet sich in James Ellroys Underworld USA-Trilogie, falls jemand also noch Lesestoff über die Feiertage braucht.

      Die Produktion soll übrigens noch im Laufe des Jahres aufgenommen werden. Mehr zum Thema bei /film.



      Weiter im Text und weiter mit DiCaprio. Seit letztem September gab es das Gerücht, dass DiCaprio an einer Verfilmung des ersten Travis McGee-Romans The Deep Blue Goodbye von John D. MacDonald interessiert sei und gerne den Hauptdarsteller übernehmen würde.

      Nun scheint ein Regisseur gefunden zu sein und im Gespräch ist Oliver Stone. Darüber hinaus scheint man bei Fox durchaus Interesse daran zu haben, nicht nur einen Film zu drehen, sondern eine ganze Filmreihe, gibt es doch u.a. 21 Travis McGee-Kriminalromane.

      Ins Deutsche scheinen es die Romane jedoch nie geschafft zu haben. Nichtsdestotrotz dürfte das Projekt für alle Fans von Detektivgeschichten mehr als nur interessant sein. Auch hier stammt das Wesentliche von /film.

      Donnerstag, April 01, 2010

      Rocco - Ich leg dich um

      Giuseppe Vari ist nun wahrlich kein überaus begnadeter Regisseur gewesen und so darf man Rocco - Ich leg dich um wohl durchaus als seinen besten Film bezeichnen - sein bester Western ist dies ohne Frage. Von der Story erinnert der Film an verwandte Genrebeiträge wie z.B. den großartigen Der Tod ritt dienstags von Tonino Valerii handelt doch auch Rocco von einem Vater-Sohn-ähnlichem Gespann bestehend, aus dem Mexikaner Ramón (George Eastman) und dem Profikiller Rocco (Dragomir 'Gidra' Bojanic). Ramón und sein Vater sind kleine Farmer, die vom Großgrundbesitzer Barrett schikaniert werden, da dieser an dem Land der Siedler interessiert ist. Als sich Einige zur Wehr setzen, müssen sie dies teuer bezahlen und so wird u.a. Ramóns Vater, der mit dem Aufstand nichts zu tun hatte, getötet und Ramón schwört daraufhin Rache. Bei einer Schießerei zwischen Ramón und einigen von Barretts Männern trifft er auf den Killer Rocco, der im Auftrag von Barrett einen seiner Mitarbeiter umgelegt hat, da dieser unbequem wurde. Ramón, unerfahren im Umgang mit Waffen, wird bei der Schießerei verletzt und von Rocco gepflegt. Die beiden Männer freunden sich an und Rocco gibt sein Wissen weiter, während er weiterhin auf Barretts Gehaltsliste steht.
      Man muss dann auch kein Filmwissenschaftler sein, um den ungefähren Storyverlauf erahnen zu können und darauf kommt es dann auch gar nicht an. Interessant sind hier wirklich einmal die Charaktere und ihre Beziehung untereinander. So wird hier ein deutliches Bild von Ramón und Rocco gezeichnet, wodurch ihr Verhalten nachvollziehbar und ihre Situation verständlich dargestellt. Man kann in manchen Szenen und Dialogen sogar einen philosophischen Einschlag erkennen und so wirkt die Geschichte auch nicht so austauschbar wie in vielen anderen Genrebeiträgen. Dazu bemüht sich Vari auch, auf der technischen Seite mit einigen Spielereien wie "aufwändigeren" Kamerafahrten und Blenden als Übergang das niedrige Budget zu kaschieren, was aber nicht immer gelingt. Stellenweise wirkt der Film zu abgehackt, sind Szenenübergänge nicht ganz glücklich gelungen aber damit kann man leben. Positiv erwähnenswert sind auch die Schauspieler, speziell George Eastman, der sich sichtlich Mühe gibt, um die Rolle des Ramóns mit Leben zu füllen, während Dragomir 'Gidra' Bojanic routiniert und ohne viele Schnörkel seine Rolle interpretiert. Bei der musikalischen Untermalung gibt es ja selten grobe Aussetzer bei den Spaghettiwestern und so ist auch Roberto Pregadios keine Ausnahme, auch wenn er sich anhand der Melodie von anderen Genrebeiträgen unterscheidet - in positiver Hinsicht. Freunde des zünftigen italienischen Westerns sollten sich Rocco - Ich leg dich um sicherlich auf die Fahnen schreiben, bekommen sie doch einen tollen B-Western serviert, der prima unterhalten kann: 07/10.

      Mittwoch, März 31, 2010

      The Expendables - Richtiger Trailer online

      Nachdem bisher nur ein recht dürftig zusammengeschnittener erster Trailer zu The Expendables im Internet rumschwirrte, ist nun wohl der offizielle Trailer veröffentlicht worden, der ein paar mehr Einblicke ermöglicht. Actionfans dürften evtl. ein wenig euphorischer beim Anblick dieser bewegten Bilder sein, ich für meinen Teil gebe ihm ein solide.

      Dienstag, März 30, 2010

      Knight and Day - Feature Trailer

      Man mag von Tom Cruise halten, was man will aber irgendwie habe ich den Trailer zu seinem nächsten Film Knight and Day gefressen. Darüber hinaus gefallen mir die Filme von James Mangold - mit ein paar kleinen Ausnahmen - gut:

      Donnerstag, März 25, 2010

      Scott Pilgrim vs. The World - Trailer

      Anbei nun der Trailer zu Edgar Wrights (Hot Fuzz, Shaun of the Dead) nächstem Kinofilm Scott Pilgrim vs. The World, der wie ein Beat'em Up ausschaut und ebenfalls auf einer Comicserie basiert. Haut mich jetzt noch nicht wirklich aus den Socken aber allein Edgar Wright als Regisseur reicht aus, um den Gang ins Kino anzutreten:

      Mittwoch, März 24, 2010

      Noah Baumbach verfilmt "The Emperor's Children"

      Noah Baumbach, dessen aktueller Film Greenberg auf der diesjährigen Berlinale gezeigt wurde, wird, so berichtet /film, Claire Messuds "The Emperor's Children" (Des Kaisers Kinder) verfilmen. Zuvor war Ron Howard als Regisseur gesetzt, doch dieser gab das Projekt anscheinend an Baumbach, der auch das Drehbuch verfasst hat, zurück und wird nun nur noch als Produzent fungieren.

      Teile des Casts sollen übrigens auch schon feststehen und so sind Keira Knightley, Eric Bana und Richard Gere an Bord. Gemäß der Kurzbeschreibung von Amazon.de scheint es sich dabei um einen für Baumbach typischen Stoff zu handeln:

      Sie sind privilegiert und zerstören sich dennoch beinahe selbst ...

      Große Ziele hatten sich die drei Freunde aus wohlsituierten Verhältnissen für ihr Leben gesetzt. Jetzt, im Jahr 2001, sind sie um die dreißig, leben in New York und müssen feststellen, dass sie ihren Erwartungen nicht gerecht geworden sind. Marina ist ohne festen Job, ihre Freundin Danielle hat zwar eine feste Stelle, weiß aber nichts mit ihr anzufangen, und Julius versucht, seinen aufwändigen Lebensstil mit dem Schreiben von Literaturkritiken zu finanzieren. Eines Tages taucht Marinas Cousin Bootie auf, ein Studienabbrecher, und begeht eine Tat, die die drei Freunde dazu bringt, ihr Leben zu ändern.

      Gleichzeitig gibt es das Gerücht, dass Baumbach Brett Ratner bei seinem Heistprojekt Tower Heist hilft und zusammen mit ihm das Drehbuch umschreibt.

      Sonntag, März 21, 2010

      Die Gefürchteten Vier


      Die "Men on a Mission"-Geschichten waren in den 60er Jahren ein beliebtes Thema, angestoßen durch den großen Erfolg von The Magnificent Seven, stolperte man in vielen weiteren Western, Action- und Kriegsfilmen auf jenes Grundgerüst. So auch in Richard Brooks The Professionals, der 1966 in die Kinos kam und, wie es für jene Art Film üblich war, ein namhaftes Staraufgebot aufweisen kann: Burt Lancaster - einer der größten Stars seiner Zeit -, Lee Marvin, Robert Ryan - bekannt aus unzähligen Western - und die bezaubernde Claudia Cardinale drücken sich hier die Klinke in die Hand und natürlich darf man auch nicht Jack Palance vergessen, der hier mit fetzigem Oberlippenbart einen mexikanischen Revolutionsführer verkörpert.

      Alles beginnt damit, dass die Frau - Maria (Claudia Cardinale) - des Eisenbahnmagnaten J.W. Grant von dem mexikanischen Revolutionär Raza (Jack Palance) entführt wird und dieser nun ein saftiges Lösegeld verlangt. Grant will aber nicht zahlen und engagiert daher einen kleinen Trupp Spezialisten, die Maria befreien und über die Grenze bringen sollen. Anführer ist der Waffenexperte Rico Fardan (Lee Marvin), der von dem Sprengstoffexperten Bill (Burt Lancaster), dem Spruenleser Jake Sharp (Woody Strode) und dem Wrangler Hans Ehrengard (Robert Ryan) unterstützt wird. Gemeinsam reitet man südwärts nach Mexiko und nimmt die Verfolgung Razas auf, der für Fardan und Bill kein Unbekannter ist, kämpften sie vor Jahren Seite an Seite während der Revolution, doch jetzt sind sie Gegner. In Mexiko angekommen bleibt der kleine Trupp nicht lange unerkannt und man muss sich aus verschiedenen brenzligen Situationen befreien, bis man schließlich Razas Lager aufgespürt hat, doch natürlich kommt dann Alles anders als man geplant hat.

      Auch wenn Die Gefürchteten Vier nicht ganz abstreiten können, dass Die Glorreichen Sieben als Vorreiter herhalten mussten, erinnert doch Maurice Jarres Score durchaus an die Musik von Bernstein und ist auch die Grundkonstellation stellenweise vergleichbar - Team von Profis geht über die Grenze - so geht Brooks dann aber eigene Wege, die schon eher zur Entromantisierung des US-Westerns beitragen, indem auch hier wieder Moral und Motivation der Protagonisten in den Vordergrund gestellt werden. Das Alles ist verpackt in einen überaus unterhaltsamen Genrevertreter, der nicht nur mit viel Dynamik und Actionszenen punkten kann, sondern vor allem von seinen unterschiedlichen Charakteren lebt, deren Miteinander so manch markigen Oneliner hinterlässt. Das Skript an sich ist nicht übel geraten, kann aber zum Ende nicht ganz überraschen/überzeugen, ist die Storyvariation doch allzu gut bekannt aber Letzteres stört im Grunde nicht wirklich, stimmt das Gesamtpaket doch und es macht einfach Spaß, das Treiben zu beobachten bzw. sich an der Schönheit Claudia Cardinales zu erfreuen und die knapp zwei Stunden vergehen wie im Flug. Selbst Filmfreunde, die mit US-Western nicht so viel am Hut haben, dürfen hier einen Blick riskieren: 08/10.

      Freitag, März 19, 2010

      Wieder im Lande


      Der Urlaub ist vorbei, Ägypten ist mich los und ich bin wieder im Lande. Die Blog-Aktivität wird zu diesem Wochenende wieder aufgenommen und bis dahin gehabt euch wohl.


      Gruß

      Montag, März 01, 2010

      Bin im Urlaub (04.03. - 18.03.)

      Die letzten Tage und Wochen war es hier recht still, was auch daran lag, dass ich trotz einer Ankündigung, es würde sich bessern, nicht die große Lust entwickelt habe, den Blog täglich zu pflegen, wenngleich ich nicht die Absicht habe, den Betrieb komplett einzustellen.

      Ganz im Gegenteil, werde ich mir doch während meines Urlaubs ein paar Gedanken zu neuen Features machen und hoffe, nach den zwei Wochen gestärkt und mit alter Blog-Frequenz durchstarten zu können. Bis dahin gehabt Euch wohl und man liest sich dann Mitte März wieder.

      So long
      Frankie

      Gangster in Key Largo


      Wann ist der richtige Zeitpunkt für Heldenmut und wann ist es Weise, sich ruhig zu verhalten? Fragen, die in John Hustons Klassiker Key Largo eine entscheidende Rolle spielen. Der Film, der 1948 in die amerikanischen Kinos kam, ist gleichzeitig auch das letzte gemeinsame Projekt der inzwischen verheirateten Schauspieler Humphrey Bogart und Lauren Bacall, die in insgesamt vier Warner-Produktionen Seite an Seite spielten und so zu einem der berühmtesten Paare Hollywoods wurden - privat wie geschäftlich. Regie führte der unvergleichbare John Huston, der erneut unter Beweis stellte, dass es "eigentlich" recht wenig bedarf, um einen guten Film zu machen: die passende Story und kompetente Schauspieler, spielt Key Largo an sich eigentlich nur an einem Set und hat so durchaus Züge eines Kammerspiels.

      Inhaltlich handelt die Geschichte von Frank McCloud (Humphrey Bogart), einem Veteranen des Zweiten Weltkriegs, der sich zu den Florida Keys aufmacht, um die Familie seines gefallenen Kameraden zu besuchen. Diese findet er auf der Insel Key Largo, wo der Vater seines verstorbenen Waffenbruders James Temple (Lionel Barrymore) und dessen Schwiegertochter Nora (Lauren Bacall) ein kleines Strandhotel bewirtschaften. Doch schon bei der Ankunft scheint etwas nicht zu stimmen, wird das Hotel doch von zwielichtigen Personen bevölkert, die alles andere als gastfreundlich reagieren. Doch Frank wird immerhin von James freundlich aufgenommen und eingeladen, eine Nacht im Hotel zu verbringen, um ihm mehr von seinem Sohn und den Umständen seines Todes zu erzählen. Die Situation spitzt sich zu, als nicht nur die Polizei mehrmals das Hotel aufsucht - man ist hinter zwei geflohenen Kleingaunern her, sondern auch durch die Tatsache, dass sich ein Hurrikan vor der Küste zusammenbraut. Diese Umstände führen dann auch dazu, dass sich die myteriösen Hotelgäste zu erkennen geben: es ist der Gangster Johnny Rocco (Edward G. Robinson) mit seinen Männern, der diesen abgelegenen Ort aufgesucht hat, um einen Deal über die Bühne gehen zu lassen. Kurzerhand nimmt man alle Unbeteiligten als Geisel doch der Sturm und Machtspiele gehen bei beiden Seiten an die Substanz und gewalttätige Zwischenfälle scheinen unausweichlich.

      Schon die ersten Minuten des Films geben einen Anhaltspunkt, wohin die Reise noch gehen wird. Selbst als die Situation noch ungefährlich zu sein scheint, macht sich ein Unbehagen bei den Zuschauern breit, provoziert durch eine latent bedrohliche Atmosphäre: Die Luft ist schwül und die Hotelgäste alles andere als vertrauenserweckend. Ein Vorgeschmack auf das, was Huston noch loslassen wird, wenn sich Bogart und Robinson erst einmal gegenüberstehen, denn dann ist die Spannung bis in die Haarspitzen spürbar und jede falsche Bewegung könnte die letzt sein und schon aus der Ferne hört man das Heulen des Sturms, während es an der Zeit ist zu entscheiden, ob man ein toter Held oder lebender Feigling sein möchte, steht doch das Verhalten der Einzelnen, speziell Frank McClouds, im Mittelpunkt. Ein Aspekt im Film, der die Zugehörigkeit Key Largos zum Film Noir, wo die innere Gebrochenheit der Protagonisten einen Hauptaspekt darstellt, unterstreicht. Angesichts jener Eckpunkte ist es auch kein Wunder, dass den Schauspielern hier ein verstärktes Augenmerk gilt und speziell Edward G. Robinson unterstreicht erneut, warum er zu den Besten seines Fachs gehörte und dafür zu Lebzeiten nie wirklich ausgezeichnet wurde. Wie dem auch sei, Key Largo ist ein Muss für jeden Klassikfreund und Thrillerliebhaber: 09/10.