Mittwoch, August 22, 2007

Asso


Den meisten Menschen dürfte Adriano Celentano vor allem als Sänger ein Begriff sein. Doch wie es der Zufall so will, kann man ihn auch in diversen Komödien bestaunen, wo er sein Können mal besser oder eben mal schlechter unter Beweis stellt. Eher zu letzterem kann man seine Geistkomödie Asso zählen, in der er sich mit Edwige Fenech - die Italophilen schlenzen mit der Zunge bei diesem Namen - an seiner Seite durch eineinhalb recht durchwachsene Stunden kämpft. Es liegt größtenteils am Timing und dem Zusammenspiel der einzelnen Akteure, dass der Funke bei diesem Werk nicht wirklich überspringen möchte. Dabei bietet die Story eigentlich ausreichend Raum für einige unterhaltsame Einlagen, wird doch Asso (Adriano Celentano), ein bekannter Spieler, ermordet, kehrt aber als Geist auf die Erde zurück, der nur von seiner Frau (Edwige Fenech) gesehen werden kann. Es ist nun Celentanos Aufgabe einen neuen Ehegatten zu suchen, während die gute Witwe so gar nicht von dem Gedanken überzeugt ist und es sich auch mit dem Geist ganz anständig lebt. In meinen Augen ist es vor allem das nicht so harmonische Zusammenspiel von Fenech und Celentano, das ein wenig enttäuscht. Zwar gibt es einige Lacher auf Kosten der etwas skurrilen Situation aber sowohl die Akteure wie auch das Drehbuch haben es versäumt, für Überraschungen oder Schenkelklopfer zu sorgen. Manchmal ist es zwar zotisch aber nie so ausgeprägt wie in anderen Celentano-Filmen und bald stellt sich eine gewisse Monotonie ein, die der Film nicht mehr los wird. Da kann auch die entsprechende deutsche Synchro aus dem Hause Brandt nicht viel ändern und auch die Tatsache, dass Edwige Fenech zeigt was sie hat, ist mehr ein Beweis dafür, was das italienische Publikum erwartet hat, denn ein inhaltliches Highlight. Schön anzugucken ist sie trotzdem. Der geduldige Zuschauer wird dann aber noch mit einem überaus gelungenem, weil selbstironischem, Ende belohnt. Immerhin etwas. Nichtsdestotrotz eine schlechtere Celentano-Auskopplung. 05/10.

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